Die geplanten Verhandlungen zwischen der US-Regierung und dem Iran am Freitag wurden kurzfristig verschoben. Das teilte die Schweizer Regierung am frühen Freitagmorgen mit.
Die Schweizer Regierung hat die eigentlich für heute angedachte erste Gesprächsrunde zur Ausgestaltung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran in der Nähe von Luzern abgesagt. "Die Gespräche auf dem Bürgenstock werden heute nicht wie geplant stattfinden", teilte das Außenministerium in Bern mit. Gründe (mehr dazu siehe untenstehender Bericht) dafür wurden nicht genannt. Bei inhaltlichen Fragen hat die Schweizer Seite bislang immer auf die beteiligten Parteien verwiesen.
Bis zum späten Donnerstagabend hatten sich die Schweizer darauf eingestellt, dass in dem unweit von Luzern gelegenen Luxusresort Bürgenstock zumindest auf technischer Ebene Gespräche beginnen. Ursprünglich waren dort Vertreter der USA und des Irans sowie der Vermittlerstaaten Katar und Pakistan erwartet worden. Die Hotelanlage auf dem Berg direkt am Vierwaldstättersee gehört einer Tochterfirma des katarischen Staatsfonds. (dpa/bearbeitet von phs)
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Der Middle East Spectator berichtet, dass der Iran einen Austritt aus der Vereinbarung erwägen wird, falls Israel nicht unverzüglich einen Waffenstillstand im Libanon umsetzt und seine Vorstöße in allen Sektoren einstellt.
Der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran gab am späten Donnerstag eine Erklärung zu der Absichtserklärung ab:
Und die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete Folgendes:
Der Iran wird nicht emotional oder irrational handeln. Parlamentspräsident Ghalibaf und Außenminister Aragchi werden sich mit Sicherheit mit ihren pakistanischen, chinesischen und russischen Amtskollegen beraten, bevor sie militärische Maßnahmen gegen Israel ergreifen. Die Lage bleibt fragil und instabil.
Irans Oberster Führer, Seyyed Mojtaba Khamenei, veröffentlichte am Donnerstag außerdem folgende Botschaft:
'O leidenschaftliche und loyale Nation Iran! Wie Sie bereits erfahren haben, wurde eine Absichtserklärung zwischen den Präsidenten des Iran und der Vereinigten Staaten unterzeichnet.
Wie Sie der vorangegangenen Nachricht entnehmen konnten, steht Präsident Pezeshkian unter Druck – nicht im wörtlichen Sinne –, falls die USA ihr Versprechen, Israel einzudämmen und einen echten Waffenstillstand zu sichern, nicht einhalten.
Wir werden sehen, was der morgige Tag bringt. Ich persönlich glaube, dass der Iran die Hisbollah dabei unterstützen wird, die israelischen Streitkräfte aus dem Südlibanon zu vertreiben.
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