Ob es ein bewusster oder unbewusster Irrtum war, jedenfalls hatte dieser den US-Präsidenten Donald Trump dazu verführt, einen Krieg zu beginnen, den er unmöglich gewinnen konnte,
stattdessen die Ölpreise explodieren ließ und Putin zum Lächeln
brachte. Auch hier ist man nicht sicher, ob die Analysten im Weißen Haus
sich nicht doch über diese Folgen im Klaren waren, denn letztlich
profitieren die US-Ölgesellschaften auch von steigenden Ölpreisen. Ganz
besonders die Fracking-Industrie. 
Der Plan
Das
streng geheime Dossier, das Mossad-Direktor David Barnea an die USA
vorlegte, das dann aber gar nicht mehr so geheim blieb, als US-Medien
daraus berichteten, enthielt folgende Meilensteine:
- Nachdem der Mossad und die CIA einen Aufstand im Iran angezettelt hatten, und dabei zahlreiche Menschen töteten, sollte ein Netzwerk gefälschter „iranischer NGOs“ im Westen die Geschichte verbreiten, der Iran habe 30.000 (3) oder mehr friedliche Demonstranten massakriert. Diese Geschichte sollte die Zustimmung des Westens zu einem Krieg gegen den Iran erzwingen. Also eine neue Brutkastenlüge sollte die Bereitschaft für den Krieg in der westlichen Gesellschaft erzeugen. Natürlich gilt dies im Westen als „nicht verifiziert“, weil nicht von „seriösen Quellen“ bestätigt.
- Dann sollten die USA Verhandlungen mit den Iranern führen, und so tun, als ob sie eine friedliche Beilegung der Differenzen wünschten. Was aber nie geplant war.
Weshalb auch Meilenstein 3 begann, als zu viele Zugeständnisse von den
Iranern bekannt wurden, verbreitet durch den Vermittler aus dem Oman
(und etwas später durch einen diplomatischen Beobachter aus
Großbritannien).
- Abgelenkt durch die Verhandlungen und Aussagen Trumps „auf gutem Weg“ sollten die US-amerikanischen und israelischen Luftstreitkräfte einen Überraschungs-Angriff starten, der die gesamte iranische Regierung ausschalten und alle Machtpositionen – einschließlich der Friedensverhandler – beseitigte. Dann war der Weg frei für durch CIA und Mossad unterstützte Extremisten, die Gewalt im Staat zu übernehmen. Ohne Verhandler war Krieg dann nur die logische Folge.
- Radikale
Oppositionelle im Iran, die vom Mossad, der CIA und der NED gefördert
wurden, sollten dann die Kontrolle über das Land übernehmen und den US-Marionettenführer Reza Pahlavi als Stellvertreter Washingtons und Tel Avivs einsetzen.
Der Ablauf
Zunächst lief alles „wie geschmiert“.
Jeder Teil dieses Plans funktionierte perfekt. Nur ein entscheidendes Detail hatten sie falsch eingeschätzt. Und das brachte das ganze Gebilde zum Einsturz.
Der Aufstand
Die Geschichte begann im Januar 2026. Mossad und CIA arbeiteten mit Extremisten im Iran zusammen, um Anfang Januar einen Putsch zu inszenieren, bei dem Bewaffnete 700 Geschäfte, 305 Krankenwagen und Busse, 414 Regierungsgebäude und 750 Banken zerstörten. Sie griffen 350 Moscheen an, was für angeblich muslimische Randalierer sehr ungewöhnlich war – doch keine einzige Synagoge. Nach der Niederschlagung des Putsches waren mehr als 3.000 Menschen tot.
- Dieser bewaffnete Putsch des Auslandes wurde jedoch von Scheinorganisationen im Westen als Massaker an mindestens 30.000 friedlichen Demonstranten – vielleicht sogar 50.000 oder 70.000 – durch „das Regime“ dargestellt.
- Dieser Teil funktionierte. Kein einziges „Qualitätsmedium“ berichtete darüber, dass die Finanzierung dieser NGOs auf westliche politische Propagandagruppen wie die NED, eine Ablegerorganisation der CIA, zurückzuführen war.
- US- und israelische „Influencer“, wie die Mode-Bloggerin Deepa Parent, begannen also mit der Verbreitung der Verschwörungstheorie von 30.000 Toten „durch das Regime“, zuerst verbreitet vom The Guardian, der ähnlich wie in Syrien gerne auf solche Behauptungen ansprang.
- Aber Israel wollte eine Zahl von über 70.000, um vom Völkermord in Gaza abzulenken. Was sogar bei einem Teil der Medienkonsumenten gelang.
Falsche Friedensverhandlungen
Auch der zweite Teil des Plans verlief wie geplant. Die Amerikaner führten nicht nur erfolgreich „Friedensverhandlungen“ , sondern die Iraner machten sogar zahlreiche Zugeständnisse und gaben Washington ungeahnte Zugeständnisse. So viele, dass man ganz schnell Teil drei beginnen musste, weil die Welt sonst stutzig geworden wäre.
Ermordung der Regierung
Auch
die Auslöschung der politischen und teilweise militärischen Führung des
Landes durch einen „Blitzkrieg“ funktionierte. Noch nie hatte es
ähnliche erfolgreiche Angriffe gegeben, welche praktisch die Führung
eines Landes so komplett auslöschte. 40 Mitglieder der Regierung und das Staatsoberhaupt wurden ermordet, meist mit Teilen ihrer Familien, teilweise mit ganzen Häuserblocks, die dabei zerstört wurden. Was wäre wohl passiert, wenn der Iran in einem anderen Land einen solchen Terroranschlag durchgeführt hätte?
Einsetzung einer Marionette
Hier nun begann die Fehlkalkulation.
Zwar fanden westliche Medien Unterstützer im Iran, welche die Massaker
feierten, aber sie irrten sich maßlos darin, dass dies eine verbreitete
Meinung war. Oder sagen wir lieber, sie wollten sich darin irren.
- Die überwiegende Mehrheit der Iraner, darunter auch große Teile der Demonstranten im Januar, war entsetzt.
- Viele fühlten sich an den Putsch von 1953 erinnert, der den Vater des in den Startlöchern stehenden neuen Schahs an die Macht gebracht, und eine brutale Diktatur eingeführt hatte.
Was die Analysten nicht sehen wollten oder absichtlich übersahen, war außerdem:
- Zwischen dem 13. und 24. Juni 2025 hatte Israel den Iran angegriffen und wieder Atomwissenschaftler, Politiker, Zivilisten und Angehörige der Streitkräfte ermordet, manchmal mit der gesamten Nachbarschaft.
- Die iranische Bevölkerung, alle politischen Parteien, alle Strömungen, die es zweifelsohne gibt, waren sehr betroffen. Sie waren empört. Warum durften Israel und die Vereinigten Staaten einfach so Menschen in anderen Ländern ermorden und ungestraft davonkommen?
- Die Unterstützung für die iranische Regierung stieg sprunghaft an.
Das klassische sich um die Fahne versammeln hatte begonnen. Die Iraner
im Allgemeinen unterstützten ihre Regierung deutlich stärker und lehnten die USA und Israel viel stärker ab, als der Mossad angeblich angenommen hatte.
Da
konnte Donald Trump dem iranischen Volk erklären, es sei nun an ihm,
die Macht im Land zu übernehmen. Und sie taten es auch, aber ganz
anders, als Trump es sich vorgestellt hatte.
- Die
Menschen unterstützten die Kräfte im Land, welche ihr Leben bereit
waren, zur Verteidigung zu opfern. Die Iraner schlossen sich zusammen
und wehrten sich. Gemäß Völkerrecht hatten sie das volle Recht, auf
einen völkerrechtswidrigen Angriff zu reagieren.
- Sie
führten Verteidigungsangriffe durch, um die sie angreifenden
Militärbasen am Golf auszuschalten, und schlossen die Straße von Hormus.
Und viele wollten nun Rache, nicht nur für die aktuellen Angriffe, sondern auch für unzählige Morde und Demütigungen in der Vergangenheit.
Verwirrung bei Trump
Trump begriff gar nicht, was passierte. Er hatte so einen schönen Plan. Dies erklärt seine widersprüchlichen Aussagen:
- Er
sagte immer wieder, der Krieg werde, wie im ursprünglichen Plan
vorgesehen, sehr schnell vorbei sein, räumte aber gleichzeitig ein, dass
das Gegenteil der Fall war.
- Da kam die Formulierung „kurzfristiger Ausflug“? Er sagte auch, der Krieg werde nur vier Tage dauern. Und er sagte auch, der Krieg sei „bereits vorbei“.
- Wir sehen also, dass der Plan, wie er ihm verkauft wurde, eine schnelle Operation war, genau wie in Venezuela – das hatte er sich vorgestellt.
Was nun, nachdem Stufe 4 geplatzt war?
Man
kann sich kaum vorstellen, dass Trump nun auch noch Bodentruppen
einsetzen wird, nachdem seine Zustimmungsraten bereits so stark in den
Keller gefallen waren, und die Zwischenwahlen im Herbst vermutlich verloren gehen. Aber man weiß nie. Anzunehmen ist nun, dass Trump ähnlich wie im Fall vom Jemen, Sieg erklärt, einpackt und abzieht.
Und versucht Israel und die Anrainerstaaten noch zur
Kriegsweiterführung zu ermuntern, wodurch die US-Rüstungsindustrie
verdienen könnte.
- Alleine werden diese niemals in der Lage sein, gegen die gehärtete iranische Gesellschaft ernsthaft „zu gewinnen“. Sondern sie laufen Gefahr, dann noch viel größere Zerstörungen in ihren Ländern verkraften zu müssen, oder sogar Aufstände.
- Es wird dann ganz schnell zu echten regionalen Friedensverhandlungen kommen. Der Iran wird dauerhaft die Straße von Hormus kontrollieren und Maut dafür erhalten, ähnlich wie das Ägypten einst in einem Krieg erzwungen hatte. Wodurch der Wiederaufbau des Landes finanziert werden kann.
- Der Iran hat schon erklärt, dass jede Friedensvereinbarung auch den Libanon beinhalten
muss, d.h. den Abzug evt. noch vorhandener israelischer
Besatzungskräfte, und ein dauerhafter Waffenstillstand mit dem Ziel
eines Friedensvertrages. Inwiefern der Völkermord in Gaza eingeschlossen
werden soll, ist noch unbekannt.
- Die unbekannten Faktoren sind wie immer Israel und der unberechenbare Charakter eine Narzissten.
Quellen:
(1) Bolduc-Kurzbericht: Der Iran-Krieg geht in die vierte Woche – Angriffe konnten Teherans Willen nicht brechen.
https://sofrep.com/news/the-bolduc-brief-iran-war-enters-week-four-as-strikes-fail-to-break-tehrans-will/?ref=apolut.net
(2) Mossad-Plan für einen iranischen Aufstand auch Wochen nach Kriegsbeginn noch nicht umgesetzt – Bericht
https://www.i24news.tv/en/news/israel/defense/artc-mossad-plan-for-iran-uprising-yet-to-materialize-weeks-into-war-report?ref=apolut.net
(3) Die Opferzahlen instrumentalisieren: Zustimmung für einen Angriff auf den Iran erzeugen
https://www.aljazeera.com/opinions/2026/1/31/appropriating-the-death-count-manufacturing-consent-for-an-attack-on-iran?ref=apolut.net
(4) Reza Pahlavi verspricht auf der CPAC-Konferenz 2026, „Iran wieder groß zu machen“.
https://www.aljazeera.com/news/2026/3/28/reza-pahlavi-pledges-to-make-iran-great-again-at-2026-cpac-conference?ref=apolut.netNarzissten.