"Irreversibler Staatszerfall" – Medwedew sagt Untergang der Ukraine voraus / Demografischer Einbruch wird sich nach dem Krieg noch verschärfen
Volker Fuchs 26.5.2026
Nachfolgend zwei Artikel in Ergänzung des vorhergehenden Berichtes Analyse Sergei
Poletajew: Die Ukraine und der Weg ins Verderben. Der erste Bericht
stammt von Russlands Expräsident und Stellvetretenen Vorsitzenden des russischen
Sicherheitsrates Medwedew und handelt vom unumkehrbaren, bereits fortgeschrittenem Staatsverfall der Ukraine, was nicht zuletzt mit dem demografischen Einbruch zu tun hat. Hiervon handelt der zweite Bericht.
1.) "Irreversibler Staatszerfall" – Medwedew sagt Untergang der Ukraine voraus
2.) Ukraine: Demografischer Einbruch wird sich nach dem Krieg noch verschärfen
Russlands Ex-Präsident Medwedew sieht die Ukraine als "failed state" im unumkehrbaren Zerfall.
Er nennt die Abhängigkeit vom Westen, Gebiets- und Bevölkerungsverluste
sowie wirtschaftlichen und institutionellen Kollaps als zentrale
Gründe.
- Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, hat die Ukraine als "gescheiterten Staat" bezeichnet und ihr einen unumkehrbaren Zerfall vorausgesagt.
- In mehreren Stellungnahmen erklärte er, strukturelle Verfall des Landes sei bereits weit fortgeschritten und könne weder durch westliche Hilfe noch durch eine mögliche NATO- oder EU-Mitgliedschaft aufgehalten werden.
Medwedew schrieb auf seinem Kanal im sozialen Netzwerk Max: Es gibt einen Begriff – gescheiterter Staat oder failed state. Warum ist die Ukraine heute ein solcher Staat?"
- Nach Ansicht des Politikers befindet sich die Ukraine in einem endgültigen Niedergangsprozess. "Die Degradierung der ehemaligen Ukraine ist ein unumkehrbarer Prozess, der weitergehen wird", erklärte er.
- Der systemische Zerfall lasse sich nicht mehr stoppen. "In historischer Perspektive ist der Untergang der sogenannten Ukraine unvermeidlich."
Abhängigkeit vom Westen - Als erstes Argument führte Medwedew die vollständige finanzielle Abhängigkeit Kiews vom Westen an. Die Ukraine sei nur dank der Zuschüsse, Kredite und direkten Unterstützung durch die EU, die USA, den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank überlebensfähig.
- Er führte weiter aus: "Ein Staat, der seine finanzielle und militärische Stabilität nicht ohne dauerhafte externe Zuflüsse aufrechterhalten kann, verliert zwangsläufig seine Souveränität."
- Ohne westliche Unterstützung würde das Haushaltsdefizit der Ukraine nach seinen Angaben mehr als 50 Prozent betragen.
Verlust von Territorium und Bevölkerung - Als zweiten Faktor nannte Medwedew den Verlust von mehr als 20 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets, das das Land nach dem Zerfall der Sowjetunion erhalten hatte.
- "Die Ukraine hat unwiderruflich mehr als 20 Prozent ihres Territoriums verloren. Und zweifellos wird sie weitere Gebiete verlieren."
- Eine stabile Kontrolle über das eigene Staatsgebiet sei jedoch eines der grundlegenden Merkmale eines funktionierenden Staates.
- Besonders dramatisch schilderte Medwedew die demografische Entwicklung. So hätten 1991 innerhalb der Grenzen der Ukrainischen SSR mehr als 51,5 Millionen Menschen gelebt. Heute leben nach optimistischen Schätzungen weniger als 23 Millionen Menschen in den von Kiew kontrollierten Gebieten.
- Einige Analysten gingen sogar nur von 18 Millionen aus. "Innerhalb
historisch kurzer Zeit hat sich die Bevölkerung mehr als halbiert – das
ist nicht einfach eine Krise, sondern ein Zeichen für den biologischen
Tod der Nation."
Wirtschaftlicher Zusammenbruch - Darüber hinaus habe die Ukraine fast die Hälfte ihres industriellen Potenzials und mehr als ein Fünftel ihres Agrarsektors verloren, so seine Angaben.
- Allein im Jahr 2022 haben etwa 20 Prozent der Industrieunternehmen ihre Tätigkeit vollständig eingestellt. Besonders schwer wiegt der Verlust von mehr als 70 Prozent der Metallurgie sowie der Zugang zu Rohstoffvorkommen im Wert von über zwölf Billionen US-Dollar.
- Auch die Landwirtschaft ist massiv betroffen. Rund fünf bis sechs Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzflächen – etwa 20 Prozent – sind verloren gegangen oder aufgrund von Kampfhandlungen und Verminung unbrauchbar geworden.
- Zudem wurde die Infrastruktur zur Verarbeitung und Lagerung landwirtschaftlicher Produkte zerstört.
"Externe Kontrolle" über die Ukraine -Medwedew führte weiter aus, die meisten zentralen Staatsorgane der Ukraine existierten de facto nicht mehr oder seien unter Verstoß gegen die Verfassung gebildet worden.
- Dies betreffe den Präsidenten, die Regierung, das Verfassungsgericht und weitere Gerichte. Zugleich befinde sich die Ukraine unter äußerer Kontrolle.
- Entscheidungen über Antikorruptionspolitik, Justizreformen, Unternehmensführung, den Bodenmarkt, die Energiepolitik und die Verwaltung staatlicher Vermögenswerte würden unter direkter Beteiligung ausländischer Staaten getroffen.
- "Die Ukraine lebt im Regime externer Kontrolle", schrieb Medwedew. Tatsächlich werde das Land von ausländischen und internationalen Funktionären gelenkt.
Selenskij: Korruption und Drogenabhängigkeit - Besonders scharf äußerte sich Medwedew über den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij.
- An der Spitze des Landes stehe ein "drogenabhängiger Mensch mit allen Anzeichen eines Persönlichkeitszerfalls", dessen Amtszeit längst abgelaufen sei.
- Zugleich habe dieser ein "beispielloses System zur Veruntreuung westlicher Hilfsgelder in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar" aufgebaut.
- Bereits zuvor hatte Medwedew Selenskij als "nützlichen Idioten" bezeichnet und ihm vorgeworfen, die Ukraine gezielt zu zerstören.
- Für stabile internationale Beziehungen forderte der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates zudem die vollständige Demontage des politischen Regimes in Kiew.
Mehr zum Thema – Migrationsbehörde: Ukraine schrumpft um 300.000 Einwohner jährlich – Trend längst vor Krieg begonnen
2.) Ukraine: Demografischer Einbruch wird sich nach dem Krieg noch verschärfen
https://dert.online/europa/279913-ukraine-demografischer-einbruch-wird-sich-nach-dem-krieg-noch-verschaerfen/
13. Mai 2026 08:02 Uhr
Das Regime in Kiew versucht verzweifelt, diejenigen in die Ukraine zurückzuholen, die in den letzten Jahren aus dem Land geflohen sind. Die meisten von ihnen befinden sich heute in Europa. Nach dem Ende der Kampfhandlungen wird ihre Zahl nur noch weiter zunehmen. Von Nikolai Storoschenko
Während
sich die gesamte Aufmerksamkeit auf die öffentliche Seite der
ukrainischen Politik richtet (Krieg, Verhandlungen), spielen sich im
Hintergrund wichtige Ereignisse ab.
- Anfang
Mai besuchte der Minister für Sozialpolitik, Familie und Einheit der
Ukraine Denis Uljutin die USA. Dort traf er sich jedoch nicht mit
US-amerikanischen Beamten, sondern mit dem EU-Kommissar für Inneres und Migration Magnus Brunner.
- Thema des Gesprächs war das Schicksal von 4,3 bis 4,5 Millionen ukrainischen Flüchtlingen, die sich in den EU-Ländern aufhalten.
Derzeit genießt ein Großteil von ihnen den Status des vorübergehenden Schutzes (eingeführt am 4. März 2022 und bereits mehrfach verlängert).
- Allerdings wird dieser allgemeine Status höchstwahrscheinlich im März 2027 abgeschafft. Wodurch er ersetzt wird, ist noch unklar.
- Diskutiert wurde der Übergang zu einem nationalen Status (Langzeitvisa/Aufenthaltsgenehmigungen),
zum regulären Flüchtlingsstatus oder – wie bereits von einer Reihe von
Ländern angekündigt – zur geförderten Rückkehr in die Ukraine.
- Uljutin selbst erklärte: "Unsere Position ist klar: Wir wollen, dass die Ukrainer nach Hause zurückkehren."
Doch hier stellt sich die Frage: Werden die Ukrainer selbst dem zustimmen? Und wenn ja, wie viele von ihnen werden wirklich in die Ukraine zurückkehren?
Das ist keine einfache Frage. Schon bei den Begriffen kann man leicht den Überblick verlieren. Wen gilt es als Rückkehrer zu betrachten und wie sind ihre Zahlen zu berechnen?
- Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) gab es Anfang 2026 in der Ukraine etwa 4,2 bis 4,4 Millionen Rückkehrer – also Menschen, die nach mindestens zwei Wochen erzwungener Vertreibung an ihren gewöhnlichen Wohnort zurückgekehrt sind. 1,1 Millionen von ihnen kehrten aus dem Ausland zurück.
- Es gibt jedoch einige wichtige "Aber". Insbesondere sind von diesen 1,1 Millionen nur 700.000 bis 900.000 dauerhaft in der Ukraine geblieben. Die übrigen sind wieder abgereist.
Betrachtet man hingegen die Nettodynamik, so ist diese negativ.
- Im Jahr 2024 betrug der Nettoabfluss der Bevölkerung der Ukraine 443.000 Menschen, im Jahr 2025 waren es weitere 300.000. Das heißt, allein diese beiden Jahre haben die gesamte Bilanz der Rückkehrer in den Jahren von 2022 bis 2024 zunichte gemacht.
- Genau aus diesem Grund bleibt die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine in die EU praktisch auf dem gleichen Niveau:
4,2 Millionen bis Ende 2022, 4,1 bis 4,3 Millionen im Jahr 2023, 4,2
bis 4,4 Millionen in den Jahren 2024 und 2025 sowie 4,4 Millionen im
Februar 2026.
Entweder,
weil sie sich nicht mit dieser Situation abfinden wollten, oder in
Erwartung des Ablaufs des vorübergehenden Schutzstatus hatten die
ukrainischen Behörden bereits im Jahr 2024 vorgehabt, die Ukrainer zur
Rückkehr zu bewegen.
Der damalige ukrainische Ministerpräsident Denis Schmygal hatte zuversichtlich erklärt: "Alle nach Deutschland geflohenen Ukrainer werden schnell zurückkehren."
Dieser Optimismus hatte sich unter anderem auf das neu geschaffene Ministerium für nationale Einheit im Dezember 2024 gestützt. Der neuen Behörde wurde ein ganzes Spektrum an Aufgaben übertragen:
- die Arbeit mit den Diasporagemeinschaften,
- die Förderung der Rückkehr von Flüchtlingen (durch die Unterstützung der Ansiedlung neuer Produktionsstätten,
- die Schaffung von Arbeitsplätzen, den Wohnungsbau und so weiter).
- Für all dies sollten europäische Gelder herangezogen werden. Kurz gesagt, die Pläne waren gigantisch.
Wie es in solchen Fällen üblich ist, erfolgte der Fall schnell und mit großem Getöse.
- Bereits
im Juni 2025 wurde das Ministerium aufgelöst und mit dem Ministerium
für Sozialpolitik zusammengelegt. Hauptgrund war ein Korruptionsskandal, in den der Minister für Nationale Einheit Alexei Tschernyschew verwickelt war.
- Die
Antikorruptionsstaatsanwaltschaft bezifferte den von ihm verursachten
Schaden auf eine Milliarde Griwna (ungefähr 19 Millionen Euro).
Die Zuständigkeit für die Rückführung von Flüchtlingen ging nun an das Ministerium von Uljutin über.
- Doch
Aussagen wie "Die Geflüchteten werden schnell zurückkehren" gehören der
Vergangenheit an. Das Treffen mit dem EU-Kommissar, das zu Beginn des
Artikels erwähnt wurde, war insbesondere der Einholung statistischer
Daten über Flüchtlinge aus den EU-Ländern gewidmet. Damit man überhaupt versteht, mit wem man es zu tun hat.
- Zudem
hatte die Ukraine kurz zuvor in Deutschland den ersten "Unity Hub"
eröffnet – eine Art Mischung aus einem Zentrum für
Verwaltungsdienstleistungen, einer Botschaft und einem
Freiwilligenzentrum.
- Auch
hier mit Verspätung: Das Netzwerk dieser Hubs sollte eigentlich bereits
2025 in Europa aufgebaut werden. Das Ziel ist die umfassende Betreuung
von Flüchtlingen, die in die Ukraine zurückkehren wollen.
Und das Wort "wollen" ist hier entscheidend.
Das Zentrum für Wirtschaftsstrategie (CES) und die IOM führen
regelmäßig Stimmungsumfragen unter ukrainischen Flüchtlingen durch.
- Im Jahr 2022 hatte der Anteil der Rückkehrwilligen bei 74 bis 80 Prozent gelegen.
- Bereits 2023 sank dieser Wert auf 63 Prozent.
- Und seit Dezember 2024, noch vor dem Skandal um den geflohenen Minister für Nationale Einheit, stabilisierte er sich bei 43 Prozent (Umfragen im Januar 2026 ergaben denselben Prozentsatz).
- Dementsprechend steigt die Zahl derjenigen, die nicht zurückkehren. Im Jahr 2022 wollte nur jeder zehnte Flüchtling aus der Ukraine in der EU bleiben. Heute sind es bereits 36 Prozent.
Allerdings
handelt es sich hierbei um Durchschnittswerte. Betrachtet man die
Aufschlüsselung nach Altersgruppen, so zeichnen sich die Umrisse der demografischen Katastrophe der Ukraine deutlicher ab.
- 70 Prozent der unter 18-Jährigen wollen nicht in die Ukraine zurückkehren, das sind 31 Prozent aller Flüchtlinge.
- In der nächsten Altersgruppe (18 bis 34 Jahre) ist die Situation ähnlich: 60 bis 70 Prozent beabsichtigen, in Europa zu bleiben. Das sind weitere 37 Prozent der Flüchtlinge.
- Somit wollen diese zwei Drittel der Ausgewanderten – und damit das wichtigste demografische Potenzial – größtenteils nicht zurückkehren.
- In den älteren Altersgruppen beabsichtigt etwa jeder Zweite (35 bis 49 Jahre, 20 Prozent aller Flüchtlinge) und 60 bis 70 Prozent (45 bis 65 Jahre, zwölf Prozent aller Flüchtlinge) zurückzukehren. (...)
- Nach
Europa kommen hauptsächlich junge Ukrainer und gebärfähige
Ukrainerinnen, die sich an einem neuen Ort ein Leben aufbauen müssen und
daher motiviert sind, zu arbeiten.
- In
die Ukraine will die ältere und hochbetagte Generation zurückkehren,
die höchstwahrscheinlich keine neuen Kinder mehr bekommen wird.
Und je länger Wladimir Selenskij Krieg führt, desto schlechter werden diese Statistiken aussehen.
- Die
Unity Hubs hätte man bereits im Jahr 2022 eröffnen müssen, und auch das
nur, wenn es feste Pläne für die Unterzeichnung eines Friedensabkommens
spätestens bis Ende 2023 gegeben hätte.
- Denn selbst diejenigen, die bereit sind zurückzukehren, machen klare Vorbehalte geltend. Die kehren nur nach Beendigung der Kampfhandlungen und bei Vorliegen von Sicherheitsgarantien zurück.
Ähnliche
Prognosen äußert auch Ella Libanowa, Direktorin des Instituts für
Demografie und Sozialforschung der Nationalen Akademie der
Wissenschaften der Ukraine. Ihrer Einschätzung nach wird nicht mehr als ein Drittel der Flüchtlinge in das Land zurückkehren.
- Doch auch das ist nicht die letzte schlechte Nachricht für die Ukraine. Nach Beendigung der Kampfhandlungen werden die Flüchtlinge nicht nur nicht aus Europa in die Ukraine zurückkehren, sondern ihre Zahl wird sogar noch steigen.
- Nach Kriegsende wird das Land von einer weiteren Migrationswelle erfasst werden – wenn die Männer das Land verlassen, um sich mit ihren Familien in Europa wieder zu vereinen.
- In einem Bericht des CES wurde prognostiziert, dass aus diesem Grund 300.000 bis 500.000 Männer das Land verlassen werden.
Bemerkenswert
ist, dass in all diesen Prognosen und Studien nicht einmal versucht
wird, die Frage der Reintegration der Einwohner der neuen Gebiete
Russlands anzusprechen.
- Ebenso
wenig wie die derjenigen Menschen, die nach Beginn der militärischen
Sonderoperation in die Russische Föderation ausgereist sind – direkt
oder auf der Durchreise.
- Und obwohl diese Gruppen in der Propaganda nicht vergessen werden, gibt es keine systematischen Bemühungen in dieser Richtung.
- Dafür
gibt es viele Gründe, angefangen beim Nichtvorhandensein diplomatischer
Beziehungen und des Informationsaustauschs über Flüchtlinge zwischen
der Russischen Föderation und der Ukraine.
- Auch die finanzielle Seite der Frage sollte nicht außer Acht gelassen werden.
Der Unity Hub in Deutschland wird von der deutschen Regierung finanziert. Insgesamt ist die Eröffnung von sechs bis zehn ähnlichen Hubs geplant, die ebenfalls von den Europäern unterhalten werden. Hinzu kommen Umzugskosten für Ukrainer, die sich zu einer Rückkehr entschließen.
- Geht
man von dem Betrag aus, den Irland den Ukrainern anbietet (bis zu 2.500
Euro pro Person für die freiwillige Rückkehr in die Ukraine), so
müssten für die Rückkehr von zwei Millionen Ukrainern (eine solche Zahl erwartet das Ministerium für Sozialpolitik) mindestens fünf Milliarden Euro plus die Finanzierung des Netzwerks der Unity Hubs eingeplant werden.
In der Russischen Föderation wird sich natürlich niemand mit solchen Unsinnigkeiten beschäftigen. Warum sollte man russische Menschen zurückschicken, die vor dem Kiewer Regime geflohen sind?
- Wenn man ukrainischen Flüchtlingen schon Geld geben will, dann nicht für die Rückkehr in die Ukraine, sondern für den Aufbau eines neuen Lebens in Russland.
- Wenn
das Kiewer Regime keine fremden Haushalte mehr zur Verfügung haben
sollte, um sich auf fremde Kosten zu profilieren, welchen Sinn hätte es
dann für dieses, Landsleute zurückzuholen?
Dann wäre da natürlich noch der Hauptgrund:
- Die ehemaligen Bürger der Ukraine selbst haben kaum Interesse an einer solchen "Rückführung". Die Ukraine hat ihren Status als gescheiterter Staat und neonazistische Diktatur bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Warum also sollen die Menschen zurückkehren, um in zehn bis 15 Jahren erneut zu fliehen?
- Deshalb sollten die Befürchtungen der ukrainischen Soziologen um eine weitere Prognose ergänzt werden: Nach dem Krieg drohen der Ukraine nicht nur eine, sondern zwei Migrationswellen. Die erste wird zu den Familien in die EU gehen, die zweite nach Russland.
Auszug OSW-Bericht (Centre for Eastern Studies) : Ukraine angesichts einer demografischen Katastrophe
Bereits
2021, vor der aktuellen Phase der Invasion , war die demografische Lage
in der Ukraine so prekär, dass die UN das Land als eines der am
stärksten vom Bevölkerungsrückgang betroffenen Länder anerkannte.
- Hauptgründe für den Bevölkerungsrückgang nach 1990 waren jahrelange negative Geburtenraten (die Zahl der Sterbefälle überstieg die Zahl der Geburten deutlich) und die massive Arbeitsmigration.
- 1995 lag die Bevölkerungswachstumsrate (die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung ) bei -5,8 %, 2000 bei -7,6 %, 2005 bei -7,6 %, 2010 bei -4,4 %, 2015 bei -4,2 % und 2019 bei -6,6 % (Daten des Staatlichen Statistikdienstes der Ukraine). [3]
- Im Jahr 2021 sank die Bevölkerung der Ukraine um 442.000 Personen, [4] und im Januar 2022 gab es lediglich 39 Geburten pro 100 Todesfälle.

Quelle: Daten zusammengestellt vom Staatlichen Statistikdienst der Ukraine, ukrstat.gov.ua.