Balkonkraftwerk-abc.de: Ein normales Balkonkraftwerk liefert keinen Strom während eines Blackouts / Alles, was man zum Thema wissen sollte, in 20 Beiträgen
Volker Fuchs 2.8.2026
Thema
der letzten Eigentümerversammlung in unserer Wohnanlage / GdWE
Neubiberger Str. 36-78 in 85640 Putzbrunn, ist unter TOP 3, die Installation eines Balkonkraftwerks zur Eigenversorgung. Für mich macht diese Anschaffung wenig Sinn, da es beim Blackout keinen Strom gibt.
- Und
um den Blackout bewältigen zu können, bräuchte man zusätzlich noch
einen Solargenerator / eine Powerstation, deren Anschaffungskosten allerdings
hoch sind und zudem eine Amortisation erst nach 10-20 Jahren aufweisen,
(Angabe von balkonkraftwerk-abc.de ) außerdem eine Nutzungsdauer von nur 10 Jahren.
- Meine Lösung, um auch bei einem Blackout internetfähig zu sein, ist ein Revolt - Solargenerator & Powerbank HSG-420 mit 50 W-Solarzelle für 199 € vor sieben Jahren.
Balkonkraftwerke erfreuen sich (wegen der verfehlten Energiepolitik der Bundesregierung mit latenter Blackoutgefahr) einer starken Nachfrage und die Allermeisten haben keine Ahnung, dass es beim Blackout - Null Strom gibt, deshalb nachfolgend eine vollumfängliche Betrachtung / Aufklärung zur Leistungsfähigkeit von Balkonkraftwerken in 3 Kapiteln.
Kapitelübersicht
0.) Vorbemerkung
1.) Balkonkraftwerke und Blackout – unabhängig bei Stromunterbrechungen?
1.1) Warum hilft ein Balkonkraftwerk nicht bei einem Blackout?
1.2) Das Problem bei einem Blackout ist der Wechselrichter des Balkonkraftwerks
1.3) Wie teuer ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?
1.4) Welche Stromspeicher gibt es?
1.5) Die Vor- und Nachteile der Stromspeicher für ein Balkonkraftwerk im Überblick
2.) Alles was man zum Balkonkraftwerk wissen sollte: 20 aktuelle Beiträge - Aufruf per Mausklick
0.) Vorbemerkung
Ein normales Balkonkraftwerk liefert bei einem Blackout keinen Strom, da der Wechselrichter aus Sicherheitsgründen abschaltet, nur Anlagen mit Speicher und Notstromfunktion können begrenzt Energie bereitstellen.
Warum Standardbalkonkraftwerke abschalten
Balkonkraftwerke sind netzgekoppelte Mini-PV-Anlagen, deren Wechselrichter den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom umwandelt.
- Dabei synchronisiert sich der Wechselrichter permanent mit der Spannung und Frequenz des öffentlichen Stromnetzes.
- Fällt das Netz aus, greift der gesetzlich vorgeschriebene Netz- und Anlagenschutz (VDE-AR-N 4105), der den Wechselrichter sofort abschaltet, um Techniker vor Stromschlägen zu schützen. Selbst bei Sonnenschein liefert ein normales Balkonkraftwerk daher keinen Strom während eines Blackouts.
Notstrombetrieb mit Speicher
Um ein Balkonkraftwerk bei einem Stromausfall nutzen zu können, ist ein Speichersystem mit Notstromfunktion erforderlich.
- Solche Systeme können im sogenannten Inselbetrieb den Strom aus der Batterie unabhängig vom öffentlichen Netz bereitstellen. Typische Geräte wie der EcoFlow Stream Ultra oder Growatt Nexa 2000 ermöglichen es, kleinere Verbraucher wie Router, LED-Beleuchtung oder Laptops zu versorgen.
- Wichtig ist, dass der Speicher tagsüber über die Solarmodule geladen wird, da die Notstromfunktion ohne gespeicherte Energie nur bei Sonnenschein funktioniert.
Ein einfacher Speicher ohne Notstromfunktion reicht nicht aus, da er
ebenfalls auf den netzgekoppelten Wechselrichter angewiesen ist.
Einschränkungen
Großverbraucher wie Kühlschränke, Herdplatten, Wasserkocher oder Heizlüfter können in der Regel nicht betrieben werden, da die Leistung eines Mini-Balkonkraftwerks zu gering ist
- Die Notstromversorgung dient primär der Grundversorgung: Kommunikation, Licht und kleine elektronische Geräte.
- Die
Kapazität des Speichers bestimmt, wie lange Geräte während eines
Blackouts betrieben werden können. Für eine kleine Grundversorgung
empfiehlt sich ein Speicher von etwa 1 kWh
Fazit
Ein normales Balkonkraftwerk liefert bei einem Blackout keinen Strom,
da der Wechselrichter aus Sicherheitsgründen abschaltet. Wer dennoch
eine Notstromversorgung möchte, benötigt ein Balkonkraftwerk mit
integriertem oder externem Speicher und Notstromfunktion, das kleinere
Geräte unabhängig vom öffentlichen Netz versorgen kann.
Hilft ein Balkonkraftwerk bei
einem Blackout? Die Beliebtheit von heimischen Balkon-Solarkraftwerken
zur Gewinnung von Energie durch Sonnenkraft nimmt zu. Kein Wunder, denn
durch die Nutzung des produzierten Stroms können die persönlichen
Energiekosten erheblich gesenkt werden.
Gleichwohl stellt sich bei möglichen Energieknappheiten immer wieder die Frage, ob diese kompakten Balkonkraftwerke auch während eines Blackouts nützlich sind und den Haushalt kontinuierlich mit Elektrizität versorgen können. Leider lautet die Antwort darauf: nein.
1.1) Warum hilft ein Balkonkraftwerk nicht bei einem Blackout?
Das
deutsche Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
identifiziert in einer Studie zur autarken Notstromversorgung für die
Bevölkerung fünf wesentliche Bereiche, in denen eine Notstromversorgung
bei einem Stromausfall unerlässlich ist:
- Die Beleuchtung
- Die Kommunikation
- Das Kochen
- Die kühle Lagerung und Aufbewahrung von Lebensmitteln
- Die Heizung
Dazu kommt etwa noch der Betrieb wichtiger medizinischer Geräte.
1.2) Das Problem bei einem Blackout ist der Wechselrichter des Balkonkraftwerks
Balkonkraftwerke sind kompakte Anlagen, die aus nur wenigen Bauteilen bestehen. Eines davon ist der Wechselrichter. Dieser wandelt den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom mit einer Frequenz von 50 Hertz um. So kann der Strom über die Steckdose ins häusliche Stromnetz eingespeist und dort verwendet werden.
- Jedoch kann der Wechselrichter die Schwingungsfrequenz von 50 Hertz nicht selbstständig erzeugen. Seit 1995 sind alle Geräte so konzipiert, dass sie die Netzfrequenz als Referenz für ihre eigene Frequenzerzeugung verwenden.
- Im Falle eines Stromausfalls fehlt daher dieser Referenzpunkt. Deswegen kann der Wechselrichter die Frequenz nicht erzeugen und damit auch keinen Strom in das Hausnetz einspeisen.
- Dieser Netz- und Anlagenschutz, abgekürzt NA-Schutz, ist gemäß der VDE-Norm AR-N 4105:2018-11 gesetzlich vorgeschrieben und darf nicht umgangen werden.
Doch es gibt Möglichkeiten, das Balkonkraftwerk auch bei einem Blackout zu verwenden
Der Mensch wäre nicht erfinderisch, hätte er nicht für genau diesen Fall eine Lösung entwickelt. Das wäre zum einen ein extra Solarspeicher für die Mini PV Anlage. Oder ein Solargenerator, der über die Module betrieben werden kann.
1.3) Wie teuer ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher?
Im Allgemeinen belaufen sich die Kosten für ein Speichersystem bei Photovoltaik- oder Balkonkraftwerken auf etwa 2.500 Euro pro kWh Speicherkapazität. Das sind beträchtliche Investitionskosten, insbesondere wenn man bedenkt, dass das Balkonkraftwerk selbst rund 1.000 Euro pro kWp (Kilowatt Peak) kostet.
- Beim
führenden Anbieter für Stecker-Solar-Speichersysteme, EET, liegt der
Preis für den SolMate Naked bei 2.574 Euro plus 49 Euro Montagekosten.
Dieses Produkt kann aktuell vorbestellt werden und wird voraussichtlich
im dritten Quartal 2023 ausgeliefert. Testberichte stehen momentan noch
nicht zur Verfügung.
- Alternativ gibt es Powerstationen oder Solargeneratoren, die ebenfalls überschüssige Energie aus dem Balkonkraftwerk abspeichern können. Hier liegen die Kosten allerdings auch etwa bei 1.600 Euro pro kWh Speicherkapazität.
- Zudem sind diese Geräte nicht darauf ausgelegt, sich selbst zu refinanzieren. Hierzu ist ihre Nutzungsdauer von lediglich 10 Jahren oder 3.000 bis 6.000 Ladezyklen bis zu einem Leistungsabfall von 50 % zu niedrig angesetzt.
1.4) Welche Stromspeicher gibt es?
Zu den Top bewerteten Produkten gehören derzeit:
- Anker PowerHouse 757
- Jackery Explorer 1000 Pro
- EcoFlow Delta Pro
Wichtig:
Möchtest Du eine Powerstation für das Balkonkraftwerk kaufen, um im
Falle eines Blackouts autark zu sein, musst Du auf die Ausgangsleistung
(in Watt) achten. Ist diese zu gering, können leistungsstärkere Geräte, wie etwa der Herd nicht betrieben werden.
1.5) Die Vor- und Nachteile der Stromspeicher für ein Balkonkraftwerk im Überblick
| Vorteile |
Nachteile |
| Unabhängigkeit vom Stromanbieter |
Hohe Anschaffungskosten |
| Funktioniert bei Blackout |
Amortisation erst nach 10 bis 20 Jahren |
| Speicher sparen viel CO2 |
Nutzungsdauer in der Regel nur 10 Jahre |
| Höherer Eigenverbrauch der erzeugten Energie |
Sehr wenig Anbieter für kleine Speichersysteme |
| |
Installation erfordert meist einen Elektriker |
Siehe auch diesen Bericht
Balkonkraftwerk: So lohnt sich 2026 eine Mini-PV-Anlage bis 800 Watt
2.) Alles was man zum Balkonkraftwerk wissen sollte: 20 aktuelle Beiträge - Aufruf per Mausklick