Volker Fuchs 3.8.2026
Thema der letzten Eigentümerversammlung in unserer Wohnanlage / GdWE Neubiberger Str. 36-78 in 85640 Putzbrunn, ist unter TOP 8 die Installation einer gemeinschaftlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in den Stahlbeton-Tiefgaragen West / 71 Stellplätze und Ost / 171 Stellplätze. Finanziert werden soll diese Maßnahme von den Stellplatzinhabern, die in überwiegender Zahl kein Elektroauto haben und sich niemals dieses E-Auto kaufen würden, schon wegen des hohen Wertverlustes.
Nachfolgend wird auf die Problematik E-Autobrand in einer Tiefgarage eingegangen, insbesondere verweise ich auf die 65 Artikel von Kap 3. über Millionenschäden, die schon E-Autobrände verursacht haben. Alle Titel sind verlinkt - Aufruf per Mausklick.
Kapitelübersicht:
1.) Unkalkulierbares Eigentümerrisiko: Nicht löschbarer E-Autobrand in einer Tiefgarage mit Thermal Runaway
2.) Blackoutnews: Die Herausforderungen und Risiken beim Brand von Elektroautos
3.) Auswertung Blackoutnews nach Brand Elektroauto: Auszug 65 von 1100 Berichten
TOP 8: Diskussion und Beschluss zur Installation einer gemeinschaftlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und
Finanzierung durch eine Entnahme aus der Erhaltungsrücklage. Die
Förderbeträge der BAFA werden im Nachgang der Erhaltungsrücklage
zugeführt. Seitens der Verwaltung wurde bereits der Ausbau bei der BAFA
beantragt, um sich die Mittel aus dem Förderprogramm für Mehrfamilienhäuser zu sichern. (Anlage 5)
a.) UG 1 TG West Angebot der Fa. Belt für ca. € 86.000,00
b.) UG 2 TG Ost Angebot der Fa. Belt für ca. 56.000,00
Die Kosten je Stellplatz betragen: TG West 1.211 € und TG Ost 327 €, in Summe 1.538 € für mich, da ich in jeder TG einen Stellplatz habe und außerdem diese Maßnahme ablehne, da diese die Statik / Standsicherheit, der Tiefgarage gefährdet, wie auch meine statische Untersuchung ergeben hat, wegen der hohen Abbrandtemperaturen.
Anlass gab die Meldung des Münchner Merkurs über einen Carportbrand in Forchheim mit hohem Sachschaden. https://www.merkur.de/bayern/elektrofahrzeug-faengt-in-forchheim-feuer-mehrere-fahrzeuge-brennen-aus-93878586.html
Auslöser war ein technischer Effekt eines Renault, der an einer Ladesäule geladen wurde. Ein Carport ist für die Feuerwehr zugängig, jedoch in einer Tiefgarage, wenn ein Elektroauto brennt, ist das nicht möglich und da haben die Eigentümer ein Problem - denn:
- Lithium-Ionen-Akkus brennen mit hohen Temperaturen ab (Thermal Runnaway um die 1000 Grad)
- Die Feuerwehr hatte Mühe, den Brand in dem zugänglichen Carport zu löschen, doch in einer Tiefgarage kommt die Feuerwehr an den Brandherd überhaupt nicht heran, da die Löschfahrzeuge zu groß für die Einfahrt sind.
- Bei der Tiefgarage unserer WEG handelt es sich um eine Stahlbetonkonstruktion aus dem Jahre 1978.
- Vertikale Tragelemente der TG-Decke sind die Stahlbetonstützen, deren Bruchlast bei circa 580 Grad erreicht ist.
- Und ab dieser Temperatur beginnt das Stützenversagen, verbunden mit Lastumlagerungen.
Gehen die Sicherheiten unter 1,0, ist mit Bruchversagen einzelner Bauteile zu rechnen, ein Zustand, in dem ein Bauteilversagen für Teilbereiche der Tiefgarage möglich ist. Gefährdet sind vor allem die Innenstützen, deren Vermögen zur Aufnahme von Druckkräften (Deckenstützkräfte) einen starken Abfall erfährt, etwa 85 %.
- Dies bedeutet eine Reduktion des Sicherheitsfaktors 2,1 der seinerzeit bei der Stützenbemessung angesetzt wurde auf einen Wert von 0,32.
- Dies bedeutet ein Versagen der Stütze, als Stützelement der Tiefgaragendecke.
- Dies wird schlagartig einen Dominoeffekt auslösen und zum Versagen weiterer Stützen führen.
- Dies bedeutet einen Teileinsturz der Tiefgaragendecke, infolge Überlastung.
- Bereits ab einer Temperatur von ca. 580°C (Abfall 52%) wird es kritisch, denn die Sicherheit beträgt hier nurmehr 1,0.
- Die erforderliche Sicherheit für den Katastrophenlastfall liegt etwa bei 1,3, zugehörige Temperatur circa 480°C. Mehr dazu siehe unten.
1.) Unkalkulierbares Eigentümerrisiko: Nicht löschbarer E-Autobrand in einer Tiefgarage mit Thermal Runaway
Volker Fuchs 5.8.2025
Diesen
Bericht, der auch die statische Untersuchung (erstmalig in DEU) enthält, wurde damals auch der Verwaltung Schober und Weber
übermittelt - fand allerdings keine Beachtung, wie man obigem TOP 8
entnehmen kann.
Output / Komprimat des statischen Nachweises ist das untenstehende Traglastleistungsdiagramm, aus dem zu erkennen ist, ab wann mit einem Einbruch bzw. massiven Schädigung der Tiefgarage (integrierter Bestandteil der Wohnanlage) zu rechnen ist.
Auf
der Vertikalabszisse links sind die Sicherheiten und auf der
horizontalen Achse unten die ansteigenden Temperaturen von 0,0°C bis
1000°C (Thermal Runaway) angegeben. Die absteigende Traglastkurve gibt
die Traglastsicherheiten an von 2,1 (Tragkraft = 100 % mit Temp =
100°C) bis 0,11 (Tragkraft = 5 % mit Temp = 1000°C) Sie hat 3 farblich unterschiedlich gekennzeichnete Sicherheitsbereiche A / B / C mit schwarz / grün / rot.
Kurvenbereich A - schwarz: Standsicherheit gegeben bis zu einer Temperatur von etwa 350°C
Kurvenbereich B - grün:
Bis zur Grenzlast für Bruchversagen mit einer Sicherheit 1,0, mit einer
Temperatur von rd. 580° können die betroffenen Stahlbeton-Stützen (incl.
Deckenrisse falls notwendig) noch saniert werden.
Kurvenbereich C - rot: jenseits 580°C beginnt der Stützenausfall. Wie man aus den Diagrammen entnehmen kann, nehmen ab einer Temperatur 600°C die Festigkeiten von Beton und Betonstahl drastisch ab und somit auch die Sicherheiten, als Grundlage der ehemaligen statischen Berechnungen.
- Gehen die Sicherheiten unter 1,0 ist mit Bruchversagen einzelner Bauteile zu rechnen, ein Zustand in dem ein Bauteilversagen für Teilbereiche der Tiefgarage möglich ist.
- Gefährdet sind vor allem die Innenstützen, deren Vermögen zur Aufnahme von Druckkräften (Deckenstützkräfte) einen starken Abfall erfährt, etwa 85 %.
- Dies bedeutet eine Reduktion des Sicherheitsfaktors 2,1 der seinerzeit bei der Stützenbemessung angesetzt wurde auf einen Wert von 0,32.
- Dies bedeutet ein Versagen der Stütze, als Stützelement der Tiefgaragendecke.
- Dies wird schlagartig einen Dominoeffekt auslösen und zum Versagen weiterer Stützen führen.
- Dies bedeutet einen Teileinsturz der Tiefgaragendecke, infolge Überlastung.
- Bereits ab einer Temperatur von ca. 580°C (Abfall 52%) wird es kritisch, denn die Sicherheit beträgt hier nurmehr 1,0.
- Die erforderliche Sicherheit für den Katastrophenlastfall liegt etwa bei 1,3, zugehörige Temperatur = ca. 480°C.
Da die Tiefgarage integrativer Teil der Wohnanlage ist, sind auch die Hochbauten der WEG, die an die Tiefgarage anbinden in Mitleidenschaft gezogen.
- Aus
jetziger Sicht, ohne genaue Kenntnis der statischen Zusammenhänge, was
insbesondere Lastzusammenhänge mit der Tiefgarage betrifft, kann nicht
beantwortet werden, wie mit irreparablen Tiefgaragenbereichen umzugehen
ist.
- Eines
ist jedoch sicher, ganz so einfach wird man diese Teile nicht aus dem
Bauteilverbund rauslösen können und auch, dass es sich um einen Schaden handeln wird, der in die Millionen geht - gleichzeitig der Ruin der Eigentümer.
- Ggf. haben die Garageneigentümer dann eine nicht sanierungsfähige Bauruine, mit der künftig zu leben sein wird.

Stellt sich nurmehr die Frage nach dem Ernstfall - wann ist es soweit ?
Hier informativ das Deckblatt meiner statischen Untersuchung
Explosive Kettenreaktion in der Batterie
Bei
einer beschädigten Batterie, kann es im Inneren zu einem Kurzschluss
kommen. Einzelne Zellen erhitzen sich, die chemischen Prozesse
verstärken sich und setzen enorme Energien frei. Das Feuer kann sich in
einer Kettenreaktion von Zelle zu Zelle ausbreiten und immer neue Explosionen auslösen. Dadurch steigt die Brandintensität erheblich.

Die Herausforderungen an die Feuerwehr beim Brand von Elektroautos – herkömmliche Brandbekämpfung reicht nicht aus
Hitzeentwicklung
und weggeschleuderte Trümmerteile erschweren die Löscharbeiten.
Experten messen Temperaturen von bis zu 700 Grad. Teile der Batterie
können selbst nach dem Ersticken des Feuers noch Temperaturen von
mehreren Hundert Grad aufweisen.
Wassermassen sollen Schlimmeres verhindern
Da sich Brände von Elektroautos auch nach Stunden erneut entzünden können,
ist eine intensive Kühlung der Batterie notwendig. Noch nicht
betroffene Batteriezellen lassen sich nicht einfach entfernen. Die
Feuerwehr muss daher mit großen Mengen Wasser arbeiten, um die
Temperatur nachhaltig zu senken. Während für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor etwa 2.000 Liter Wasser ausreichen, benötigen Elektroautos mindestens 10.000 Liter. (in einer TG nicht möglich s.o.)
Reicht
eine herkömmliche Brandbekämpfung nicht aus, können weitere Maßnahmen
erforderlich sein. Eine Möglichkeit besteht darin, das Fahrzeug in speziellen Containern zu
sichern, die mit Wasser geflutet werden können. So wird die Restwärme
zuverlässig abgeführt und eine erneute Entzündung verhindert.
Quarantäne-Kisten als Sicherheitsmaßnahme
Um
zusätzliche Risiken zu minimieren, gibt es spezielle
Sicherheitskonzepte für gelöschte Elektrofahrzeuge. Viele
Abschleppdienste und Feuerwehren setzen auf Quarantäne-Bereiche oder
spezielle Lagercontainer. Fahrzeuge, die gebrannt haben, werden
isoliert, um eine mögliche Wiederentzündung kontrollieren zu können.
Für
kleinere Brände kommen zunehmend Spezialgranulate zum Einsatz. Diese
ersticken das Feuer und kühlen gleichzeitig die betroffenen
Batteriezellen. Nach dem Einsatz werden beschädigte Akkus in
Quarantäne-Behältern gelagert, um eine erneute Brandentwicklung
auszuschließen.
Keine höhere Brandgefahr bei Elektroautos
Auch
wenn sich das Löschen von Elektroautos als anspruchsvoll erweist (in TG
nicht machbar) , zeigen Untersuchungen, dass sie nicht häufiger in
Brand geraten als herkömmliche Fahrzeuge. Statistiken belegen, dass die
Anzahl brennender Elektrofahrzeuge im Verhältnis zu Verbrennern geringer
ist.
Daten
der US-Sicherheitsbehörde NTSB aus dem Jahr 2024 zeigen, dass etwa 25
von 100.000 verkauften Elektroautos brennen. Zum Vergleich: Bei
Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind es etwa 1.530 Brände pro 100.000
verkauften Autos. Die Analyse des Gesamtverbands der Versicherer (GDV)
für Deutschland bestätigt, dass es kein erhöhtes Brandrisiko für
Elektroautos gibt.
Digitale Rettungskarten helfen Feuerwehren
Um
Risiken besser einzuschätzen, haben Feuerwehren und Abschleppdienste
Konzepte entwickelt, die den Umgang mit brennenden Elektroautos
optimieren. Digitale Rettungskarten liefern wertvolle Informationen zu
den Fahrzeugmodellen, den verbauten Akkus und möglichen Schwachstellen.
Dadurch können Einsatzkräfte schneller und gezielter reagieren.
Mit
technischen Hilfsmitteln und speziellen Löschmethoden wird der Umgang
mit Akku-Bränden stetig weiterentwickelt. Feuerwehren passen ihre
Strategien an, um eine effektive Brandbekämpfung sicherzustellen. So
lassen sich auch die besonderen Herausforderungen der Elektromobilität
bewältigen.
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