Von 1985 bis 1998 hatte er bei Opel die Leitung der Motoren-Entwicklung und den Posten des Direktors in der Vorausentwicklung inne.[5] Der von ihm mitentwickelte C20XE mit Vierventiltechnik galt zum Zeitpunkt seiner Einführung mit 37 % als der Ottomotor mit dem höchsten Wirkungsgrad.
Indra arbeitete auch an den ersten Ecotec-Motoren mit, darunter dem X10XE, einem Dreizylinder-Ottomotor, der mit dem „Goldenen Öltropfen“ des Automobilclubs Kraftfahrer-Schutz ausgezeichnet wurde.
Ebenso konstruierte er die ersten Diesel-Direkteinspritzer (Y20… und Y22…) mit Vierventiltechnik und nur einer obenliegenden Nockenwelle (SOHC).[6
Von 1997 bis Ende März 2005 war er Executive Director in der Vorausentwicklung bei General Motors Powertrain in Detroit.[7] Nebenbei war er Mitglied im Aufsichtsrat des Pan Asian Automotiv Center in Shanghai und der Metal Casting Technology in Milford.
Seit 1985 unterrichtet er an der TU Wien als Lehrbeauftragter, 1991 wurde er zum Honorarprofessor für Verbrennungskraftmaschinen ernannt. 1996 wurde diese Professur auf unbestimmte Zeit verlängert.[8] Indra unterrichtete im Fachgebiet „Rennmotoren und Rennwagen“.[6]
Er übt seit seiner Pensionierung beratende Tätigkeiten aus, so ist er bei AVL List „Executive Advisor to the Chairman and CEO“.[9]
Mercedes investierte rund eine Milliarde Euro in zwei neue Hallen, ein Presswerk, eine Lackiererei und die Batteriemontage. Außerdem arbeiten etwa 1.200 Roboter im neuen Karosseriebau. Die Lackiererei kommt ohne Erdgas aus und soll deutlich weniger Energie verbrauchen. Photovoltaikanlagen mit 42,3 Megawatt Spitzenleistung decken zudem rund ein Viertel des jährlichen Strombedarfs. Damit verbindet Mercedes niedrigere Betriebskosten mit einem hohen Automatisierungsgrad.
Das größte Mercedes-Werk Europas übernimmt künftig wichtige Baureihen aus dem Core- und Kompaktsegment. Neben der elektrischen C-Klasse sollen dort der GLB und später weitere Modelle entstehen. Außerdem verlagerte Mercedes die A-Klasse aus Rastatt nach Kecskemét. Der elektrische GLC kann künftig flexibel in Bremen oder Ungarn gebaut werden. Deshalb entscheidet bei zusätzlichen Stückzahlen immer stärker der günstigere Standort.
Mercedes beziffert die Faktorkosten in Kecskemét auf 70 Prozent unter dem deutschen Niveau. Der Konzern nennt außerdem eine stabile Politik, gute Verkehrswege, verfügbare Fachkräfte und ein dichtes Zuliefernetz als Vorteile. Zugleich will Mercedes den Anteil kostengünstiger Produktionsländer in Europa von 15 auf 30 Prozent erhöhen. Kecskemét ist deshalb kein isoliertes Einzelprojekt, sondern Teil einer langfristigen Verlagerung der industriellen Gewichte.
Deutschlands Nachteile zeigen sich jedoch nicht nur bei Mercedes. Laut VDA lag die deutsche Pkw-Produktion im ersten Halbjahr 2026 drei Prozent unter dem Vorjahreswert. Gegenüber 2019 fehlten sogar 15 Prozent. Der Verband nennt hohe Lohnzusatzkosten, Steuern, Energiepreise und Bürokratie als zentrale Belastungen. Mercedes verschärfte außerdem seine Produktivitätsmaßnahmen mit besonderem Fokus auf deutsche Standorte. Für Abfindungen flossen im ersten Halbjahr bereits rund 1,1 Milliarden Euro.
Die Bundesregierung blieb zwar nicht vollständig untätig. Sie führte schnellere Abschreibungen ein und plant schrittweise niedrigere Unternehmenssteuern ab 2028.
Politische Programme kommen damit später als die Investitionsentscheidungen der Konzerne.
Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Südwest24 (02.08.26) – Mercedes-Benz Group (28.07.26) – Reuters (28.07.26)
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