Pistorius kauft in den USA 35 Kampfjets F 35 für 4,2 Mrd. USD - blinde Vögel ohne Gehirn, da kein Radar an Bord - mit beschämend niedriger Einsatzbereitschaft von 26 % so der US-Rechnungshof


Volker Fuchs 17.9.2026 

Der ehemalige Obergefreite Pistorius hat es bis zum Verteidigungsminister (Kriegsminister vs. Russia) gebracht und hat soeben stolz verkündet - 35 Kampfjets F-35 in den USA bei US-Herstellers Lockheed Martin gekauft zu haben zum Preis von etwa 4,2 Mrd. USD.  Die ersten acht deutschen F‑35 bleiben zunächst in den Vereinigten Staaten, damit dort Piloten und Techniker ausgebildet werden können. Ab 2027 sollen die ersten Jets auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel stationiert werden.

Die F‑35 ist ein Mehrzweckkampfflugzeug, das in drei Hauptvarianten erhältlich ist: F‑35A für konventionelle Start- und Landeoperationen, F‑35B für senkrechte Starts und Landungen und F‑35C für den Einsatz auf Flugzeugträgern. Alle Varianten können darüber hinaus mit den modernsten gelenkten Luft-Boden- und Luft-Luft-Raketen bestückt werden.

 Technische Probleme

Es gab jedoch wiederholt Probleme mit der F‑35. Ein Dutzend der Mängel seien so gravierend, dass sie zum Absturz einer Maschine führen könnten, hieß es. Die Fehlerquote der F‑35 sei sechsmal so hoch wie im Durchschnitt der US-Luftwaffe.

Die meisten Probleme gibt es offenbar mit den Triebwerken: Allein aus diesem Grund waren im Februar 2022 insgesamt 36 der US-Maschinen nicht einsatzbereit, so der US-Rechnungshof. Der auch eine  beschämend niedrige Einsatzbereitschaft der F-35 aller drei Varianten bemängelte und  nur eine "Full Mission Capable Rate / Rate der vollen Einsatzbereitschaft" von 25 Prozent erreichte.

Große Probleme mit ihrer F‑35-Flotte hat allerdings auch Südkoreas Luftwaffe.  Einem Parlamentsbericht zufolge gab es zwischen Januar 2021 und Juni 2022 insgesamt 234 Fehlermeldungen bei den 40 Maschinen, die Südkorea im Dienst hat.

  • 172 Mal wurde eine F‑35 als "nicht flugfähig" gemeldet, 62 Mal als "nicht einsatzbereit" – die Fehlerquote ist damit mehr als doppelt so hoch wie in Südkoreas restlicher Luftwaffe, die vor allem aus US-Jets aus der Zeit des Vietnamkriegs besteht.
  • "Es kann nicht sein, dass dieses Kernelement unserer Verteidigungsstrategie im Fall einer Eskalation mit Nordkorea nicht funktioniert", kommentierte der Parlamentarier Shin Won-min den Bericht.
Die neuesten F-35 der Serie 17, verfügen nicht einmal über „Augen“, weil sie kein Radar an Bord haben. Lockheed Martin, der Hersteller des Flugzeugs, kann das Radar nicht bauen, da China ein Exportverbot für Gallium verhängt hat, ein kritisches Mineral, an dem China einen Weltmarktanteil von 95 % hält.
Ohne Zugang zu Gallium kann Lockheed den Galliumnitrid (GaN)-Halbleiter für das modernisierte Phased-Array-Radar APG-85 nicht herstellen.
  • Ein Kampfjet ohne Radar ist im Grunde wie ein blinder Vogel ohne Gehirn, da er keinerlei Situationsbewusstsein besitzt und nicht einmal eine Lenkrakete abfeuern kann.
  • Bei der F-35 sprechen wir vom teuersten Waffenprogramm der Menschheitsgeschichte – mit Kosten von über 2 Billionen Dollar. Die F-35 gilt als das Kronjuwel des US-Militärs.
  • Die USA setzen darauf, um für den Rest des 21. Jahrhunderts die Lufthoheit zu sichern.  Um die Kosten zu rechtfertigen, hat das US-amerikanische Haushaltsbüro des Kongresses (CBO) dem Programm eine Laufzeit von 94 Jahren bis zum Jahr 2088 zugewiesen.
 Und Airpower (https://x.com/RealAirPower1 ) schreibt auf "X" über den blinden Vogel
Während alle darüber spekulieren, ob die NGAD am 4. Juli ihr öffentliches Debüt geben wird, hat das USMC still und leise etwas getan, das fast unglaublich klingt.
  • Die Marines haben sechs brandneue F-35B ohne Radar in der Nase entgegengenommen! Kein Radar mit reduziertem Funktionsumfang. Überhaupt kein Radar. Lediglich Ballastgewichte befinden sich dort, wo eigentlich eines der wichtigsten Kampfsysteme des Jets sitzen sollte. Es klingt absurd, nicht wahr? Doch genau das ist passiert. 
  • Der Grund dafür ist das neue APG-85-Radar. Die F-35 der Produktionsserie „Lot 17“ wurden speziell für dieses Radar konstruiert, doch dessen Auslieferung verzögert sich. Der Haken an der Sache? Die neue Bugstruktur ist nicht mit dem älteren APG-81-Radar kompatibel. Also nahmen die Marines die Jets dennoch entgegen und werden das Radar erst nachrüsten, sobald es verfügbar ist.
 
„BLINDE“ F-35 FÜR DIE USA: Der beste Kampfjet der Welt kommt doch ohne Radar
https://www.flugrevue.de/militaer/der-beste-kampfjet-der-welt-kommt-ohne-radar-blinde-f-35-fuer-die-usa/ 
Liefert Lockheed Martin neue F-35 an die US-Streitkräfte ohne Radar aus? Diese Frage steht seit dem Frühjahr im Raum. Jetzt ist klar: Ja, es stimmt tatsächlich. Mindestens sechs F-35B für die Marines haben nur Gewichte in der Nase. 
 
Das US Marine Corps hat von Lockheed Martin sechs "blinde" F-35B erhalten – Flugzeuge ohne Radar, die stattdessen nur Ballast unterm Radom Spazieren tragen. Diese pikante Tatsache kam vergangene Woche bei einer Anhörung im Luftfahrt-Unterausschuss des US-Senats ans Tageslicht. Der demokratische Senator Mark Kelly, selbst ehemaliger Marineflieger, nahm am 23. Juni den Leiter des F-35-Programmbüros (Joint Program Office, JPO), Lieutenant General Gregory Masiello, in die Mangel.

Stein des Anstoßes war die beschämend niedrige Einsatzbereitschaft der F-35 aller drei Varianten, die nach einem Bericht des US-Rechnungshofs im vergangenen Jahr nur eine "Full Mission Capable Rate / Rate der vollen Einsatzbereitschaft" von 25 Prozent erreichte.

  • Das JPO gebe stattdessen eine Rate von 56 Prozent an, so Kelly. "Wir gehen von Ihrer Zahl aus, 50 Prozent. Das heißt, die Hälfte der Flugzeuge ist nicht voll einsatzfähig, und ich glaube, es ist das Marine Corps, das Flugzeuge ohne Radar abnimmt. Stimmt das?"
  • JPO-Chef Masiello, selbst dem Marine Corps zugehörig, gab daraufhin zerknirscht zu: "Wir haben sechs Flugzeuge für das Marine Corps abgenommen, die kein Radar besitzen. Das ist richtig."

Blinde F-35B für die Marines

Die Version der betreffenden F-35 wurde in der Anhörung nicht ausdrücklich erwähnt. Es handelt sich aber offenbar um Exemplare der kuzstart- und senkrechtlandefähigen Variante F-35B. Auf die eher ironisch gemeinte Gegenfrage von Kelly, man könne wohl davon ausgehen, dass diese Flugzeuge ebenfalls als "nicht voll einsatzbereit" gelten, entgegnete Masiello, er denke nicht, dass er sie als voll einsatzfähig einstufen würde.

Was wiederum Senator Kelly auf die Palme brachte: "Sie sagen, Sie denken nicht. Ich kann mir kein Szenario vorstellen, in dem eine F-35 ohne Radar ein voll einsatzbereites Flugzeug sein könnte." 

Anpassungen fürs Block 4-Upgrade

Dass Lockheed Martin neue F-35 an die US-Streitkräfte anscheinend ohne Radar übergibt, war bereits im Frühjahr Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Grund dafür sind Verzögerungen beim neuen F-35-Radar AN/APG-85 von Northrop Grumman. Dieses hätte bereits ab Fertigungslos 17 seinen Weg in die Tarnkappen-Kampfjets finden sollen, kommt aber nun serienmäßig wohl erst 2028, mit dem Fertigungslos 20.

Das Problem dabei: Das AN/APG-85 benötigt eine andere Halterung, spezifische Hardware-Peripherie und die Integration neuer Software. Mit diesen Änderungen in der Systemarchitektur des Flugzeugs ist das bislang genutzte AN/APG-81 nicht kompatibel.

"Das APG-81 unterscheidet sich stark vom APG-85, und daher ist die Auslieferung des Flugzeugs in der aktuellen Konfiguration mit einem APG-85-Radar anstelle eines APG-81-Radars eine Herausforderung", kommentierte der US-Politker Rob Wittman aus Virgina, der für die Republikaner im Repräsentantenhaus sitzt, Ende Februar die Problematik gegenüber dem US-Portal Defense Daily.

Entscheidend für die Montage in der Flugzeugnase seien bauliche Veränderungen am Schott der F-35: "Man darf nicht vergessen, dass die Schottwandkonfiguration die Ausrichtung des Radars in Bezug auf die Antennenanordnung ermöglicht, und die Ausrichtung der Antennenanordnung ist für die Funktionsweise des Radars von entscheidender Bedeutung", so Wittman. Die US Air Force hatte die Übernahme radarloser F-35 seinerzeit dementiert. 

Einsatz der "blinden" F-35

Die "blinden", Stealth-Jets, von denen zumindest die Marines nun offiziell sechs besitzen, stellen die Einsatzkräfte naturgemäß vor Herausforderungen. Allerdings sind sie, wie Defense Daily im Frühjahr unter Berufung auf einen anonymen Insider notierte, trotz ihrer eingeschränkten Sehfähigkeit nicht komplett nutzlos. Demnach seien F-35 ohne Radar "in der Lage, zu fliegen, solange sie von anderen F-35 begleitet werden, die datenvernetzt und mit dem APG-81 ausgestattet sind", und ihre Informationen über Daten-Links mit den radarlosen Jets teilen.

Ähnlich agierten bereits in den 1980er Jahren die Briten, als sie neue Panavia Tornado ADV zunächst ohne das für dieses Muster vorgesehene Foxhunter-Radar AI.24 von GEC-Marconi in Dienst stellten. Stattdessen füllte die Royal Air Force die Radome der Abfangjäger mit Betonblöcken, die das Gewicht des fehlenden Radars simulierten. Britische Piloten gaben den so präparierten Flugzeugen den Spitznamen "Blue Circle", in Anlehnung an die bekannte Zementmarke. 

Probleme mit dem neuen Radar

Wann das für das Block 4-Upgrade der F-35 vorgesehene AN/APG-85 endlich serienreif wird, steht derweil in den Sternen. Insbesondere das Wärmemanagement des deutlich leistungsstärkeren Radars stellt die Ingenieure offenbar weiter vor Schwierigkeiten.

Um seine volle Leistungsfähigkeit auszuschöpfen, benötigt das APG-85 deutlich mehr Kühlleistung, als in aktuellen F-35 zur Verfügung steht – was JPO-Chef Masiello auf Nachfrage von Senator Kelly ebenfalls eingestehen musste:
  • "Die Herausforderung, die ich sehe, besteht darin, dass Block 4 nach seiner Installation im Flugzeug die gesamte verfügbare Leistung beansprucht, nämlich 32 [Kilowatt]. Es geht uns hier wirklich um die Kühlung, um die Kapazität, und es gibt keinen Spielraum, was, wie Sie wissen, kein kluger Weg ist", so Masiello. Um das Problem zu lösen, versuche man mit einem schrittweisen Ansatz, die Kühlkapazität zu steigern.
  • "Und wir haben ein laufendes Programm, um eine systematischere und kostengünstigere Modernisierung des thermischen Leistungsmanagements im gesamten Programm zu prüfen", schloss der JPO-Vorsitzende sein Statement.
    
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