Die biogene Theorie besagt: Abgestorbenes Meeresplankton und Algen sinken in sauerstofffreie Sedimentbecken, werden über Jahrmillionen durch Druck und Temperatur in Kerogen umgewandelt und im „Ölfenster“ (60–120 °C) zu flüssigen Kohlenwasserstoffen gecrackt.
Die Hauptargumente der Biogeniker:
Das klingt zunächst überzeugend. Aber nur solange man nicht genauer hinschaut.
Die fundamentale Schwachstelle der biogenen Theorie liegt in der Thermodynamik.
Die Arbeit von Kenney et al. (2002, PNAS) — publiziert in einer der weltweit angesehensten Fachzeitschriften — führte eine rigorose thermodynamische Analyse des Wasserstoff-Kohlenstoff-Systems durch. (Quellenverzeichnis in der Anlage) Das Ergebnis ist vernichtend:
Erst bei Drücken oberhalb von etwa 30 kbar — was Tiefen von rund 100 km entspricht — werden n-Alkane thermodynamisch stabil. Das liegt weit unterhalb jeder Biosphäre.
Anders formuliert: Die biogene Theorie verletzt den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik. Man kann tote Algen nicht einfach unter Druck setzen und Öl daraus machen — die Makro-Physik erlaubt nicht diesen Aggregatszustand.
Die angeblichen Biomarker — das Kronjuwel der biogenen Argumentation — beruhen auf einem fundamentalen Zirkelschluss:
Dabei ignoriert man systematisch:
Fischer-Tropsch-Synthesen produzieren verzweigte und zyklische Kohlenwasserstoffe — auch ohne Biologie. Die angebliche „Einzigartigkeit“ biologischer Moleküle existiert nicht.
Kontamination durch Mikroorganismen in der Lagerstätte ist über Jahrmillionen praktisch unvermeidbar. Öl ist biologisch besiedelt — natürlich finden sich dann Spuren von Mikroben.
Die optische Aktivität ist in den meisten Erdölen extrem schwach oder gar nicht nachweisbar — und durch chirale Mineralsäulen bei der Migration erklärbar.
Die „unveränderlichen“ Biomarker verändern sich dramatisch: Selbst die biogene Standardexperimentalmethode — die Hydrous Pyrolysis — produziert Ergebnisse, die bei genauer Betrachtung die biogene Theorie untergraben, nicht stützen.
Die „Biomarker“, auf denen das gesamte Lehrbuchgebäude ruht, sind thermisch instabil und als Herkunftsnachweis unbrauchbar.
Was als Beweis für biogene Entstehung gilt, ist in Wahrheit ein Artefakt gemeinsamer thermischer Geschichte. Bushnev, D.A., Burdel’naya, N.S. et al. (2026)
Weltweit existieren 496 dokumentierte Öl- und Gasfelder in präkambrischem kristallinem Grundgebirge in 29 Ländern. Das ist Gestein, das:
Das Dnieper-Donets-Becken in der Ukraine ist das Paradebeispiel.
Mehrere Ölfelder zeigen das Phänomen der Nachfüllung:
Die schiere Menge an Kohlenwasserstoffen in der Erdkruste sprengt jeden biogenen Rahmen:
Die Riesengasvorkommen im Deep Basin (12,5 × 10¹² m³), San Juan Basin und Milk River befinden sich in extrem feinkörnigen, praktisch undurchlässigen Tonsteinen — Gesteine, die klassischerweise als Mutter- oder Deckgesteine gelten, nicht als Speicher
Die Jøtul-Hydrothermalquelle am arktischen Knipovich-Rücken (2024 entdeckt, 2025 publiziert) fördert 49,7–66,3 mM Methan — die höchsten jemals an einem mittelozeanischen Rücken gemessenen Konzentrationen. Das übertrifft selbst das legendäre Guaymas-Becken
Allein die abiotische Methan-Produktion in Subduktionszonen wird auf 10,8 Millionen Tonnen pro Jahr geschätzt (Zhang et al., 2023)
Woher soll all dieses Gas aus organischem Material stammen — und wie soll es in undurchlässige Gesteine gelangt sein?
Jedenfalls wird der Begriffe der „fossilen“ Brennstoffe auch politisch genützt, indem „fossil“ der Behauptung der „erneuerbaren“ Energie entgegengesetzt wird, also alt versus neu. Nur – Energie ist nicht erneuerbar, so die Thermodynamik und die Erhaltungsgesetze der Physik.
Quellenverzeichnis: Fossile Brennstoffe? Die biogene Theorie wissenschaftlich am Ende - Teil 1
https://tkp.at/wp-content/uploads/2026/08/Quellenverzeichnis-Fossile-Brennstoffe-Die-biogene-Theorie-wissenschaftlich-am-Ende-Teil-1.pdf
1.) Kenney, J.F., Kutcherov, V.G., Bendeliani, N.A. & Alekseev, V.A. (2002). The evolution of multicomponent Systems at high pressures: VI. The thermodynamic stability of the hydrogen-carbon system: The genesis of hydrocarbons and the origin of petroleum. Proceedings of the National Academy of Sciences, 99(17), 10976-10981. https://doi.org/10.1073/pnas.172376899
2.) Ölfelder im kristallinen Grundgebirge & Exploration
Kutcherov, V.G. & Krayushkin, V.A. (2010). Deep-seated abiogenic origin of petroleum: From geological assessment to physical theory. Reviews of Geophysics, 48, RG1001. https://doi.org/10.1029/2008RG000270
3.) Krayushkin, V.A. (1984, 1989). Arbeiten zur abiogenen Exploration im Dnieper-Donets-Becken. Die 57%-Erfolgsquote und die Entdeckung von über 50 Feldern im kristallinen Grundgebirge sind in der Übersichtsarbeit von kutcherov & krayushkin (2010) zusammengefasst (siehe oben).
II.) Nachfüllungs-Phänomene
4.) Gold, T. (1985). The origin of natural gas and petroleum, and the prognosis for future supplies. Annual Review of Energy, 10, 53-77. https://doi.org/10.1146/annurev.eg.10.110185.000413
5.) Gold, T. & Soter, S. (1980). The deep earth gas hypothesis. Scientific American, 242(6), 154-161. https://www.istor.org/stable/24966345
J0tul-Hydrothermalfeld (höchste CH4-Konzentrationen)
6.) Bohrmann, G. et al. (2025). Hydrothermal vent fluids with exceptionally high methane concentrations at the sediment-hosted J0tul field, Knipovich Ridge. Communications Earth & Environment. https://doi.org/10.1038/s43247-025-02962-2
7.) Abiotische Methan-Produktion in Subduktionszonen (10,8 Mt/Jahr)
Zhang, L.J. et al. (2023). Massive abiotic methane production in eclogites during cold subduction. National Science Review, 10, nwac207. https://doi.org/10.1093/nsr/nwac207
III.) Die „unveränderlichen" Biomarker verändern sich dramatisch
8.) Bushnev, D.A., Burdel'naya, N.S. et al. (2026). Evolution of hydrocarbon biomarkers during stepwise hydrous pyrolysis of Domanik Formation source rock: Implications for oil-oil and oil-source rock correlation. Acta Geochimica. https://doi.org/10.1007/s11631-026-00893-z
9.) Das Mengenproblem (Riesengasvorkommen)
Die Gasvorkommen im Deep Basin (12,5 x 1012 m3), San Juan Basin und Milk River werden in der Kutcherov & Krayushkin (2010)-Review ausführlich diskutiert (siehe oben).
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