SV Wirtschaftsniedergang 11: Wirtschaftsinstitute halten 15 Jahre Dauerstagnation in Deutschland für realistisch / Ifo-Chef sieht Deutschland vor wirtschaftlichem Kollaps


Volker Fuchs 8.1.2026
 
Der Wirtschaftsniedergang setzt sich in Deutschland ungehindert fort und geht ungebremst weiter - weil kein Politiker eine Ahnung hat - wie zu bremsen ist - auch nicht BlackRock-Merz. 
1.) Wirtschaftsinstitute halten 15 Jahre Dauerstagnation in Deutschland für realistisch
2.) Scharfe Kritik an Merz-Regierung: Ifo-Chef sieht Deutschland vor wirtschaftlichem Kollaps
3.) ifo - Geschäftsklima 2015 - 2025 und ifo-Konjunkturampel 2025
 
1.) Wirtschaftsinstitute halten 15 Jahre Dauerstagnation in Deutschland für realistisch
https://blackout-news.de/aktuelles/wirtschaftsinstitute-halten-15-jahre-dauerstagnation-in-deutschland-fuer-realistisch/
Dezember 22, 2025
Immer mehr Prognosen deuten darauf hin, dass Deutschland vor bis zu 15 Jahren Dauerstagnation stehen könnte.
  • Bemerkenswert ist dabei der Kurswechsel der Wirtschaftsinstitute, denn ihre früheren Einschätzungen galten lange als zu optimistisch und mussten regelmäßig nach unten korrigiert werden, wodurch sie spürbar an Vertrauen verloren.
  • Nun fallen die Warnungen deutlich schärfer aus, weil die Institute selbst nicht mehr an eine schnelle Erholung glauben.
  • Sie verweisen auf eine anhaltende Wachstumsschwäche, die den Standort Deutschland strukturell belastet, während ein tief verwurzelter Reformstau die Risiken einer sich verfestigenden Wirtschaftskrise erhöht.
  • Damit rückt ein wirtschaftlicher Stillstand über anderthalb Jahrzehnte näher, der weit über eine konjunkturelle Schwächephase hinausgeht und mit einem erheblichen Wohlstandsverlust verbunden ist.
 Neue Prognosen warnen vor bis zu 15 Jahren Dauerstagnation. Reformstau, Wachstumsschwäche und Demografie belasten Deutschlands Wirtschaft
  • Für die Bevölkerung hätte das konkrete Folgen, denn Einkommen pro Kopf würden kaum noch steigen.
  • Gleichzeitig wächst die Zahl der Rentner, weshalb Wollmershäuser betont: „Die tickende Bombe ist das Sozialsystem.“ Ohne wirtschaftliche Dynamik geraten Rente, Pflege und Gesundheit unter erheblichen Finanzdruck, während politische Spielräume enger werden.

Reformstau vertieft die Wirtschaftskrise Deutschland über Jahre

Ein zentrales Hemmnis bleibt der Reformstau, der sich seit Jahren verfestigt.

  • Unternehmen kritisieren komplexe Verfahren, lange Genehmigungszeiten und hohe Standortkosten. Diese Faktoren verstärken die Wirtschaftskrise in Deutschland, auch wenn sie nicht abrupt, sondern schrittweise verläuft.
  • Viele Betriebe zögern mit Investitionen oder ziehen Alternativen im Ausland vor, weil sie hierzulande keine verlässlichen Rahmenbedingungen erkennen.
  • Auch Ökonomen bewerten auch aktuelle politische Maßnahmen kritisch. Konsumorientierte Entlastungen verursachen hohe Kosten, schaffen jedoch kaum zusätzliche Wertschöpfung. Dadurch bleibt die Wachstumsschwäche bestehen, während der politische Stillstand zentrale Weichenstellungen verzögert.
  • Für den Standort Deutschland bedeutet das einen schleichenden Verlust an Attraktivität.

Dauerstagnation belastet Wachstum und Sozialsysteme langfristig

Die langfristigen Effekte einer Dauerstagnation reichen weit über Konjunkturzyklen hinaus.

  • Schon heute zeigt sich, dass staatliche Ausgaben allein keine nachhaltige Dynamik erzeugen.
  • Selbst umfangreiche Schuldenprogramme liefern laut Sachverständigenrat nur begrenzte Impulse.
  • Die ökonomische Schieflage bleibt bestehen, weil Produktivität und private Investitionen nicht ausreichend steigen.

Besonders kritisch ist die Lage für die sozialen Sicherungssysteme.

  • Steigende Ausgaben treffen auf stagnierende Einnahmen, wodurch sich Finanzierungslücken ausweiten.
  • In einer Phase geringer Dynamik fehlt der Puffer, um demografische Belastungen abzufedern, was die Wirtschaftskrise in Deutschland weiter verschärft.

Wachstumsschwäche und Demografie belasten den Standort Deutschland

Der demografische Wandel verstärkt die strukturellen Probleme zusätzlich.

  • In den kommenden Jahren verlassen Millionen Menschen den Arbeitsmarkt, während die Zahl der Erwerbstätigen sinkt. Diese Entwicklung verschärft die Wachstumsschwäche, weil Fachkräfte fehlen und Innovationsprozesse langsamer werden.
  • Gleichzeitig wird der Reformstau politisch schwerer aufzulösen, da die gesellschaftliche Akzeptanz tiefgreifender Veränderungen abnimmt.
  • Wirtschaftsforscher fordern daher klare Anreize für längere Erwerbszeiten und eine gezielte Stärkung von Innovationen.
  • Aus neuen Ideen müssten schneller marktfähige Produkte entstehen, um den Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähiger zu machen. Ohne diesen Schritt droht eine Verfestigung der geringen Dynamik.

Vertrauen entscheidet, ob der Standort Deutschland 15 Jahre verliert

Ob Deutschland eine wirtschaftliche Trendwende schafft, hängt maßgeblich vom Vertrauen in die Reformfähigkeit ab.

  • Derzeit ist dieses Vertrauen angeschlagen, weil politische Konflikte und widersprüchliche Signale Investoren verunsichern.
  • Bleibt der Reformstau bestehen, könnte sich die Dauerstagnation über viele Jahre verfestigen. Gelingt jedoch ein glaubwürdiger Kurswechsel, bestehen weiterhin Chancen auf neue Dynamik.
  • Die kommenden Jahre entscheiden somit, ob der Standort Deutschland in eine lange Phase geringer Entwicklung gerät oder ob die Wirtschaftskrise überwunden werden kann. Für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft steht viel auf dem Spiel.

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2.) Scharfe Kritik an Merz-Regierung: Ifo-Chef sieht Deutschland vor wirtschaftlichem Kollaps
https://www.msn.com/de-de/finanzen/wirtschaft/scharfe-kritik-an-merz-regierung-ifo-chef-sieht-deutschland-vor-wirtschaftlichem-kollaps/ar-AA1T6TH9?ocid=BingNewsSerp

Wird auf Dauer nicht gut gehen“

Der Ifo-Präsident sieht die deutsche Wirtschaft in Gefahr. Die Regierung schiebt Probleme auf die lange Bank. Unternehmen blicken pessimistisch in die Zukunft.

München – Die deutsche Wirtschaft steckt auch unter der schwarz-roten Bundesregierung weiter in der Krise. Clemens Fuest, Präsident des renommierten Münchner ifo Instituts, hat scharfe Kritik an der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) geübt. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung warnte Fuest vor einer möglichen wirtschaftlichen Stagnation in Deutschland und bemängelte den Umgang der Regierung mit drängenden wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Fuest hatte in letzter Zeit öfters vor einem Wohlstandsverlust in Deutschland gewarnt.

 Geschäftsklima sinkt entgegen Erwartungen – Fuest attackiert Merz: „Wird auf Dauer nicht gut gehen“

„Leider wird alles, was schwierig ist, auf die lange Bank geschoben. Das wird auf Dauer nicht gut gehen“, erklärte Fuest gegenüber der Zeitung.

Der Wirtschaftsexperte warf dem Kanzler vor, den großen Herausforderungen in der Wirtschaftspolitik aus dem Weg zu gehen. Besonders kritisch sieht Fuest den Ansatz der Regierung, Probleme vorwiegend mit finanziellen Mitteln lösen zu wollen.

„Alles mit Geld zuschütten, dafür braucht es nicht viel Mut“, betonte der Ifo-Präsident in dem Interview. Er argumentierte, dass die derzeitige Politik die Probleme für den privaten Sektor eher noch verschärfe, anstatt sie zu lösen. Als konkrete Beispiele nannte Fuest die Rentenpolitik sowie mögliche Steuer- und Abgabenerhöhungen.

Die Konsequenzen dieser Politik könnten laut Fuest gravierend sein: „Am Ende könnte Deutschland in eine Phase der Dauerstagnation eintreten.“ Diese Warnung unterstreicht die Dringlichkeit, mit der der Ökonom Veränderungen in der Wirtschaftspolitik fordert.

Ifo-Präsident rechnet mit Merz ab – Unternehmen blicken pessimistisch auf 2026

Die kritische Einschätzung Fuests wird durch aktuelle Wirtschaftsdaten gestützt. Bereits Mitte Dezember 2025 hatte der Ifo-Präsident festgestellt: „Die Unternehmen blicken pessimistischer auf das erste Halbjahr 2026.“ Anlass für diesen Kommentar war das Ergebnis der Umfrage zum Ifo-Geschäftsklima.

„Das Jahr endet ohne Aufbruchsstimmung“, fasste Fuest die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zusammen. Diese Einschätzung spiegelt sich in den jüngsten Daten des Ifo-Geschäftsklimas wider.

Entgegen den Prognosen von Volkswirten, die mit einem leichten Anstieg gerechnet hatten, fiel das Ifo-Geschäftsklima im Dezember um 0,4 Punkte auf 87,6 Punkte (Grafik unten) . Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung der Konjunktur. Siehe die Grafik der ifo-Konjunkturampel unten - von Juni bis Dezember ist ein Einbruch in Höhe von 40 Punkten zu verzeichnen 

Der Indikator zur aktuellen Lage blieb hingegen unverändert bei 85,6 Punkten. Diese Zahlen basieren auf der monatlichen Befragung von 9000 Unternehmen durch das ifo Institut und gelten als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. (Verwendete Quellen: dpa, Reuters)

 

3.) ifo - Geschäftsklima Indexwerte 2015 bis 2025 und ifo-Konjunkturampel 2025

3a  Geschäftsklima Indexwerte, 2015=100 saisonbereinigt        
Monat Jahr   Konjunktur
  2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 Ampel 2025
1 98,8 99,7 101,3 104,9 99,4 95,9 90,5 96,1 90,5 85,6 85,3   26,9
2 98,8 98,7 101,2 103,9 98,6 95,8 92,6 98,6 91,1 85,9 85,3   30,2
3 99,1 99,2 101,9 103,9 99,9 86,3 96,2 89,9 92,6 87,7 86,7   69,9
4 100,2 100,2 103,7 103,5 100,8 75,1 96,0 91,2 92,9 89,0 86,8   70,6
5 100,4 99,8 102,8 102,9 98,5 79,7 98,3 92,3 90,9 88,9 87,4   79,4
6 100,2 100,0 102,7 101,7 96,9 85,5 101,0 92,0 88,2 88,2 88,3   88,0
7 99,7 100,0 103,8 101,7 95,6 89,5 100,8 88,7 87,4 87,0 88,5   83,9
8 100,6 99,7 103,7 103,8 94,2 92,1 100,1 89,2 85,8 86,5 88,9   84,2
9 100,1 100,8 103,9 103,7 94,7 93,4 100,0 85,8 86,3 85,6 87,7   49,9
10 100,6 101,3 104,3 102,9 94,9 92,9 98,9 85,3 87,0 86,5 88,4   69,1
11 100,9 101,6 104,9 102,2 95,2 91,6 97,2 86,8 87,3 85,7 88,0   59,0
12 100,6 100,9 104,6 101,1 96,4 93,0 95,2 89,2 86,9 84,9 87,6   47,3
 
 
                  Rückgang seit Juni -40,7

 

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