Volker Fuchs 9.1.2026
Datenlage: Russischer Nachtangriff in der Oblast Lwiw mit Oreshnik-Raketen am 9. Januar um 03:57 Uhr. Nach Angaben des Russischen Verteidigungsministeriums ist der Einsatz eine Vergeltungsaktion für den Terroranschlag auf die Residenz von Kremlchef Wladimir Putin im nordrussischen Waldai kurz vor dem Jahreswechsel.
- Eine russische Mittelstreckenrakete vom Typ Oreshnik wurde wahrscheinlich auf ein großes unterirdisches Gasspeicherareal in der Region Lvov gerichtet, berichtet der Militärkorrespondent Alexander Kots.
- Auf
Grundlage von Videoaufnahmen aus Lvov schätzte Kots, das
wahrscheinliche Ziel sei die Untertageanlage Bilche-Volytsko-Ugerskoye
gewesen.
- Deren Auslegungskapazität liege bei 17,05 Milliarden Kubikmetern und mache damit mehr als die Hälfte der gesamten Gasspeicherkapazität der Ukraine aus.
- Eine Anlage dieser Größenordnung, so betonte er, sei ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Energielandschaft.
Kapitelübersicht nachfolgender Berichte:
I.) Moskau meldet Einsatz von Mittelstreckenrakete Oreschnik bei Angriff auf die Ukraine
II.) 3 Berichte von MILITARY AFFAIRS in chronolgischer Reihenfolge zum Oreschnikangriff vom 9.Januar
276.) Angriff in der Oblast Lwiw: Hinweise auf Hyperschall-Rakete Oreschnik
277.) Oreshnik-Rakete soll Gasspeicher Bilche-Volytsko-Ugerskoye bei Lvov ins Visier genommen haben
278.) Großangriff mit Oreshnik-Raketen: Russland trifft Infrastruktur in der Ukraine
1.) RUS-Militärtechnologie 1: Warum die NATO es sich zweimal überlegen muss, bevor sie Russland bedroht
2.) RUS-Militärtechnologie 2: Poseidon, der Tsunamiauslöser / Satan 2
kann FRA dem Erdboden gleichmachen / Und andere
Doomsdaywaffensysteme
3.) RUS-Militärtechnologie 7: Ein Bericht
über Russlands neueste Apokalypse-Waffen, die die Welt in Atem halten -
Burewestnik / Poseidon / Oreschnik / Sarmat
4.)
RUS-Militärtechnologie 8: Weder THAAD noch ein anderes Abwehrsystem kann
Oreshnik aufhalten / Technische Zusammenhänge / Ende Ära Flugzeugträger
Dicht vor der EU- und Nato-Grenze hat es schwere Einschläge in der Ukraine
gegeben. Nun hat Russland eingeräumt, dass es die Mittelstreckenrakete
Oreschnik für den Beschuss eingesetzt hat – angeblich als Racheaktion
auf den Terrorangriff auf Putins.
Kiew/Moskau. Nach Angaben aus Moskau hat Russland bei dem Angriff auf die Westukraine die gefürchtete neue, nicht abfangbare Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt.
- Das teilte das russische Verteidigungsministerium mit. „Die russischen Streitkräfte haben einen massiven Schlag
mit boden- und seebasierten Hochpräzisionswaffen großer Reichweite
gegen kritische Objekte auf dem Gebiet der Ukraine geführt, darunter
auch mit dem Mittelstreckenkomplex Oreschnik und Drohnen“, heißt es in der Mitteilung der Behörde.
Nach Angaben des Ministeriums ist der Einsatz eine Vergeltungsaktion für den Terroranschlag auf die Residenz von Kremlchef Wladimir Putin im nordrussischen Waldai kurz vor dem Jahreswechsel.
- Der Kreml hatte damals von einem versuchten Terroranschlag gesprochen, auch US-Präsident Donald Trump hatte – von Putin per Telefon informiert – einen solchen Schlag kritisiert.
- Die Ukraine ihrerseits hat dementiert, dass sie überhaupt einen Angriff auf die Residenz lanciert hat.
- Moskau
hat auch in der Vergangenheit stets das Recht für sich in Anspruch
genommen, resonante Angriffe gegen eigene Objekte mit schweren Attacken
auf die Ukraine zu beantworten.
Zweite Attacke mit Oreschnik
So ist der Oreschnik-Angriff auf die Westukraine bereits der zweite Einsatz einer Rakete dieses Typs auf die Ukraine.
- Der
erste erfolgte im November 2024 auf die Großstadt Dnipro im Südosten
des Landes. Damals begründete Putin den Einsatz als Vergeltung auf die
Nutzung weitreichender westlicher Raketen durch Kiew gegen
Militärobjekte im russischen Hinterland.
- Beim ersten Einsatz war die Oreschnik ohne Gefechtssprengköpfe. Die Schäden wurden allein durch die hohe Geschwindigkeit der Rakete selbst erreicht.
- Die
Oreschnik befand sich damals noch in der Testphase. Sie gilt als
neueste russische Waffenentwicklung und kann sowohl konventionelle als
auch atomare Sprengköpfe tragen.
- Ihre
extrem hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 km/h und ihre Reichweite
von bis zu 5000 Kilometer machen sie zu einer potenziellen Gefahr für
den gesamten europäischen Kontinent.
Russland: Drohnenproduktionen und Energieanlagen getroffen
Dieses Mal hingegen war die Rakete mit konventionellen Sprengköpfen geladen.
- Nach Angaben des Militärs war der Einsatz jetzt erfolgreich.
- Das Ziel des Schlags sei erreicht worden. „Es wurden Objekte zur Produktion von Drohnen getroffen, die bei der terroristischen Attacke (auf die Präsidentenresidenz) eingesetzt wurden, und Energieinfrastruktur, die die Arbeit des Rüstungskomplexes der Ukraine ermöglicht“, heißt es.
- Moskau werde auch künftig auf Terrorangriffe antworten, drohte das Militär weitere mögliche Schläge mit Oreschnik an.
II.) Drei Berichte von MILITARY AFFAIRS in chronologischer Reihenfolge zum Oreschnik-Angriff am 9. Januar um 10:44 / 11:24 / 12:01
276.) Angriff in der Oblast Lwiw: Hinweise auf Hyperschall-Rakete Oreschnik
https://voennoedelo.com/de/posts/id11168-lwiw-russischer-nachtangriff-mutma-lich-oreschnik
JOHN BAKER, Editor 10:44 09-01-2026
Überwachungsvideos zeigen den russischen Nachtangriff in der Oblast Lwiw. Berichte weisen auf das Hyperschall-System Oreschnik hin
In
offenen Quellen kursieren Aufnahmen von Überwachungskameras, die den
Moment eines Angriffs der russischen Streitkräfte auf eine Anlage in der
Oblast Lwiw festhalten.
Zum
Beispiel auf Youtube: Unstoppable Russian Weapon Sends a Clear Message
to Europe & The USA - Oreshnik IRBM | Ukraine Map
- Zu
sehen sind mehrere helle Blitze, während heranfliegende Gefechtsköpfe
das Ziel erreichen; kurz darauf sind Detonationen zu hören. Bei den
Einschlägen färbte sich der Himmel rot.
- Berichten zufolge war die Druckwelle nicht nur in der Oblast Lwiw, sondern auch in benachbarten Regionen spürbar.
- Der Angriff ereignete sich in der Nacht zum 9. Januar.
- Mehrere
örtliche Medien bringen ins Spiel, dass die russischen Streitkräfte
möglicherweise das neueste Hyperschall-Raketensystem namens Oreschnik
eingesetzt haben.
- Als
Begründung nennen sie das Ausbleiben von Raketenwarnungen und die
auffällige Ähnlichkeit der Aufnahmen mit dem Video vom ersten bekannten
Einsatz von Oreschnik im Herbst 2024, als eine Rakete ohne Gefechtskopf
Einrichtungen des Juschmasch-Werks in Dnepropetrowsk traf.
- Die russische Seite hat den Einsatz von Oreschnik bislang nicht offiziell bestätigt und den Vorfall bisher nicht kommentiert.
- Siehe hierzu auf Telegram auch einen 2-fachen Kurzshot vom 9. Januar um 03:57 Uhr / Jan 9 at 03:57
Oreschnik ist ein russisches Hyperschall-Raketensystem mittlerer Reichweite bis zu 5.500 Kilometern. Die technischen Spezifikationen bleiben unter Verschluss.
- Laut verfügbaren Informationen trägt die Rakete sechs hochpräzise Gefechtsköpfe, die auf Mehrfach-Mach-Geschwindigkeiten beschleunigen und über 10.000 Kilometer pro Stunde erreichen können.
- Die Reichweite des Systems umfasst ganz Europa, die Flugzeit vom Start bis zum Ziel wird in Minuten gemessen.
- Derzeit ist kein Raketenabwehrsystem weltweit in der Lage, Oreschnik abzufangen.
- Seit Ende 2025 ist dieses System in Belarus stationiert und im Gefechtsdienst.
- Nach Angaben des russischen Präsidenten Wladimir Putin wird der Preis eines einzelnen Oreschnik-Systems auf rund 255,6 Millionen US-Dollar geschätzt.
FRED TURNER, Editor 11:24 09-01-2026
Bericht
aus Lvov: Russische Oreshnik-Mittelstreckenrakete zielte wohl auf
Gasspeicher Bilche-Volytsko-Ugerskoye. Hyperschall bis 13.000 km/h und
6.000 °C.
Eine russische Mittelstreckenrakete namens Oreshnik könnte auf ein großes unterirdisches Gasspeicherareal in der Region Lvov gerichtet gewesen sein, berichtet der Militärkorrespondent Alexander Kots.
- Auf Grundlage von Videoaufnahmen aus Lvov schätzte Kots, das wahrscheinliche Ziel sei die Untertageanlage Bilche-Volytsko-Ugerskoye gewesen.
- Deren Auslegungskapazität liege bei 17,05 Milliarden Kubikmetern und mache damit mehr als die Hälfte der gesamten Gasspeicherkapazität der Ukraine aus.
- Eine Anlage dieser Größenordnung, so betonte er, sei ein strategisch bedeutsamer Bestandteil der Energielandschaft.
Unter
Verweis auf Daten des westlichen Luftkommandos der Ukraine führte Kots
aus, die Geschwindigkeit der Rakete habe während des Angriffs Berichten
zufolge bis zu 13.000 Kilometer pro Stunde erreicht.
- Außerdem
erinnerte er an frühere Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir
Putin, wonach die Gefechtsköpfe des Systems Oreshnik Temperaturen von
etwa 6.000 Grad Celsius standhalten könnten.
- Kots erläuterte, dass die Widerstandsfähigkeit gegen extreme Hitze ein prägendes Merkmal von Hyperschallwaffen sei.
- Bei
maximalen Geschwindigkeiten werde ein Gefechtskopf durch die Reibung
mit der Atmosphäre stark aufgeheizt – Bedingungen, unter denen viele
Materialien versagen.
- Ihm
zufolge setzen russische Hyperschall-Gefechtsmodule auf
fortschrittliche Verbundwerkstoffe, die die Struktur während des Flugs
vor Überhitzung und physischer Zerstörung schützen sollen.
278.) Großangriff mit Oreshnik-Raketen: Russland trifft Infrastruktur in der Ukraine
https://voennoedelo.com/de/posts/id11180-russland-gro-angriff-mit-oreshnik-raketen-auf-ukraine
FRED TURNER, Editor 12:01 09-01-2026
Russlands
Verteidigungsministerium meldet Großangriff mit Oreshnik-Raketen auf
Drohnenwerke und Energieanlagen; Explosionen in Kiew und Lwiw,
Stromausfälle.
- Die
russischen Streitkräfte haben bei einem massiven Angriff auf kritische
Einrichtungen in der Ukraine Oreshnik-Raketen eingesetzt, teilte das
russische Verteidigungsministerium mit.
- Dem
Ministerium zufolge erfolgte der groß angelegte Schlag mit
weitreichenden, hochpräzisen Waffen, die von Land- und Seeplattformen
gestartet wurden.
- Eingesetzt
wurden unter anderem das mobile bodengestützte
Mittelstrecken-Raketensystem Oreshnik sowie bewaffnete unbemannte
Luftfahrzeuge.
Als
Ziele galten besonders wichtige Objekte auf ukrainischem Gebiet,
darunter Unternehmen zur Drohnenproduktion, die von den Streitkräften
der Ukraine bei einem Angriff auf die Residenz von Wladimir Putin
genutzt worden seien, sowie Energieinfrastruktur, die den
militärisch-industriellen Komplex des Gegners stützt.
- Das Ministerium erklärte, alle vorgesehenen Ziele seien erfolgreich getroffen worden.
- Das
Verteidigungsministerium betonte zudem, dass Handlungen der
ukrainischen Behörden, die es als terroristisch einstuft, weiterhin
beantwortet würden.
- In der Nacht zu Freitag meldeten Medien eine Serie von Explosionen in Kiew und Lwiw.
- Die
Behörden der ukrainischen Hauptstadt räumten Schäden an kritischen
Infrastruktureinrichtungen ein. Außerdem wurden in mehreren Stadtteilen
Stromausfälle verzeichnet.
Volker Fuchs 26.09.2025
Kapitelübersicht:
53.) Analyse Ekaterina Blonova: Warum die NATO es sich zweimal überlegen muss, bevor sie Russland bedroht
53.1) Russlands Oreshnik-Rakete: Wie weit kann sie reichen?
53.2)
Iskanders nicht verpassen: Wie Russland den von der NATO gebauten
Luftabwehrschild der Ukraine in Schweizer Käse verwandelt
53.3) Sarmat, Kinzhal, Zirkon: Welche Spitzenraketen erwähnte Putin in seiner Parlamentsrede?
53.4) Schneller als Sie denken: Russlands Hyperschall-Marschflugkörper Zircon
53.5) Detaillierte Aufschlüsselung des russischen Arsenals strategischer Atomsprengköpfe
1.) Bodengestützte Atomraketen
2.) Seegestützte Atomraketen
3. Luftgestützter Nukleartransport
Reichweite Oreshnik und Flugzeiten von Kapustin aus
Volker Fuchs 2.11.2025
Kapitelübersicht:
1.) Russland testet Poseidon 2M39, einenAtomtorpedo der radioaktive Tsunamis auslösen kann
2.) Russland verfügt nun über eine Rakete, die ein Land wie Frankreich, dem Erdboden gleichmachen könnte
3.)
Vorstellung Satan 2 - die russische interkontinentale thermonukleare
Rakete, die ein Land auslöschen kann und andere
Doomsday-RUS-Waffensysteme
4.) Putin kündigt 2 weitere Doomsday-Waffensysteme an, von technologisch neuer und für den Westen unerreichter Dimension
Volker Fuchs 13.11.2025
Kapitelübersicht:
I.) Burewestnik: Russlands neuester Marschflugkörper mit globaler Reichweite
1.) Entwicklungs- und Testzeitplan
2.) Die einzigartigen Merkmale der Burewestnik
3.) Taktische und technische Eigenschaften
4.) Dual-Use-Technologien für die Arktis und den Weltraum
II.) Poseidon
1.) Zeitleiste der Entstehung und der Tests des Fahrzeugs
2.) U-Boot-Träger für den Poseidon
3.) Taktische und technische Eigenschaften
III.) Oreschnik
1.) Taktische und technische Eigenschaften
2.) Einsatz der Rakete und Einsatzprinzipien
3.) Russlands Prinzipien für den zukünftigen Einsatz der Oreschnik:
4.) Gründe und Ziele für den Einsatz der Waffe:
5.) Die Einzigartigkeit von Oreshnik
6.) Oreshnik in Belarus
IV.) Sarmat
1.) Geschichte der Entwicklung und Inbetriebnahme
2.) Die Einzigartigkeit der Waffe
3.) Taktische und technische Spezifikationen
Volker Fuchs 28.12.2025
Kapitelübersicht
1.) Weder THAAD noch irgendein anderes existierendes Luftabwehrsystem kann Oreshnik aufhalten – Experte
2.) Was Oreschnik zu einer grundlegend neuen Waffenart macht
3.) Oreschnik - Technische Zusammenhänge Bericht von Mike Mihajlovic-Black Mountain Analysis
4.) Mit der Oreschnik-Rakete endet die Ära der Flugzeugträger