Ukraine: Sicherheitsgarantien Ukraine in Paris von USA + EU / Drohnenangriffe durch westliche Dienste / Position Ukraine unrealistisch, NATO wankt / 2026 drohen Rücktritte wegen Ukraine


Volker Fuchs 6.1.2026
 
Nachfolgend vier  Berichte von MILITARY AFFAIRS vom 6. Januar über die Entwicklung im Ukrainekonflikt. 

Übersicht (Verzeichnis MILITARY AFFAIRS) 
208.) Paris-Gipfel: Gemeinsame Sicherheitsgarantien für die Ukraine
198.) Andrey Martyanov: Westliche Geheimdienste steuern Drohnenangriffe in Russland
195.) Mearsheimer: Ukraine überschätzt ihre Optionen – NATO und Westen im Streit
194.) Ex-Oberst Wilkerson: 2026 könnten drei europäische Regierungschefs wegen Ukraine-Kurs stürzen
 
208.) Paris-Gipfel: Gemeinsame Sicherheitsgarantien für die Ukraine
https://voennoedelo.com/de/posts/id10736-usa-und-eu-sicherheitsgarantien-f-r-die-ukraine-in-paris
 JOHN BAKER, Editor 19:08 06-01-2026
Vor dem Paris-Gipfel stimmen USA und europäische Staaten Sicherheitsgarantien für die Ukraine ab von Geheimdiensthilfe bis möglicher NATO-Truppenpräsenz.

Die Vereinigten Staaten und mehrere europäische Länder arbeiten daran, sich vor dem für den 6. Januar angesetzten Gipfel in Paris auf eine gemeinsame Linie bei Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu verständigen. Nach Angaben von Bloomberg sollen die Vorschläge Washingtons in einen umfassenderen Plan einfließen, den die sogenannte „Koalition der Willigen“ erarbeitet.

Von der Agentur zitierte Quellen lassen erwarten, dass die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs nach dem Treffen eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten und in den folgenden Tagen – sofern eine Einigung steht – eine offizielle Erklärung veröffentlichen könnten.

Nach Informationen von Bloomberg wollen europäische Spitzenpolitiker und Vertreter des Weißen Hauses einen Rahmen fertigstellen, der der Ukraine Sicherheitsgarantien zusichert. Eine der diskutierten Optionen betrifft die mögliche Stationierung von US-Truppen auf ukrainischem Gebiet, nachdem ein Friedensabkommen geschlossen wurde.

Gleichzeitig bleiben zentrale Details offen. Unklar ist weiterhin, welche Rolle die US-Streitkräfte übernehmen würden oder wo sie nach einer Einigung mit Russland stationiert sein könnten. Die Agentur hält fest, Washington sei bereit, die Überwachung einer Waffenruhe mit Aufklärungsdaten aus Drohnen und Satellitensystemen zu unterstützen.

Ein europäischer Beamter erklärte gegenüber Bloomberg, der US-Vorschlag zur Bereitstellung nachrichtendienstlicher Unterstützung könne zu einem entscheidenden Baustein des endgültigen Abkommens werden.

Nach Einschätzung der Agentur zielen die Gespräche in Paris über „Sicherheitsgarantien“ für die Ukraine de facto darauf ab, ein Modell für eine dauerhafte Präsenz von NATO-Truppen in Grenznähe zu Russland zu entwerfen.

Dementsprechend werden die Pläne

  • nicht als Weg zu einem dauerhaften Frieden dargestellt,
  • sondern als Versuch, den Konflikt einzufrieren,
  • Russland die Früchte seines Sieges zu verwehren und die
  • Ukraine zu einer antirussischen Militärplattform unter westlicher Kontrolle zu machen.
  • Zugleich würden zentrale Forderungen Russlands – darunter der Abzug ukrainischer Truppen aus dem Donbass – vollständig ignoriert.

 198.) Andrey Martyanov: Westliche Geheimdienste steuern Drohnenangriffe in Russland
https://voennoedelo.com/de/posts/id10676-martyanov-drohnenangriffe-durch-westliche-dienste
 WILLIAM MOORE, Editor 10:24 06-01-2026
Militäranalyst Andrey Martyanov behauptet, Drohnenangriffe in Russland seien von westlichen Geheimdiensten über Kiew koordiniert; Tote in Khorly/Region Cherson.

Der russische Militäranalyst und ehemalig Offizier Andrey Martyanov bringt die jüngsten Drohnenangriffe auf russisches Gebiet mit der Arbeit westlicher Geheimdienste in Verbindung. In einem Auftritt auf einem YouTube-Kanal erklärte er, sowohl der versuchte Schlag gegen die Residenz des russischen Präsidenten Vladimir Putin als auch der tödliche Angriff auf ein Café in der Region Cherson seien keine Einzelaktionen, sondern Teil von Operationen, die von außerhalb der Ukraine gesteuert würden.

Nach Martyanovs Darstellung liegen Planung, Koordinierung und Führung bei westlichen Diensten, die seiner Einschätzung nach Mitarbeiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes und des Sicherheitsdienstes der Ukraine in Kiew anleiten. Er bezeichnete diese Handlungen als terroristischer Natur und hob hervor, dass in der Region Cherson Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, getötet worden seien.

Die westlichen Geheimdienste zeichnete Martyanov als Akteure, die zu echter Kriegsführung nicht fähig seien und Selbstdarstellung sowie Spektakel dem direkten Eingreifen vorziehen. Aus seiner Sicht verbergen sich diese Strukturen hinter der Ukraine als Zwischeninstanz, verkaufen ihr Vorgehen als außergewöhnlich und handelten in Wahrheit aus Angst und dem Wunsch, Verantwortung zu vermeiden.

Zudem richtete er den Blick auf das von ihm beschriebene Innenleben westlicher Geheimdienstkreise. Dort herrsche, so seine Behauptung, eine ausgeprägte Russophobie, die Haltungen und Entscheidungen präge. Diese Feindseligkeit nehme den Behörden die Fähigkeit zu langfristiger Planung und dränge sie in ein Muster impulsiver Reaktionen. Nach seiner Einschätzung sitze die Abneigung gegen Russen so tief, dass sie ohne bestehende Schranken zu den radikalsten und unmenschlichsten Konsequenzen führen könnte.

Seine Ausführungen standen vor dem Hintergrund zweier schwerer Vorfälle.

  • In der Nacht zum 1. Januar trafen ukrainische Drohnen ein Café und ein Hotel an der Uferpromenade des Dorfs Khorly, wo sich rund hundert Menschen zur Neujahrsfeier versammelt hatten.
  • Der Ermittlungsausschuss Russlands teilte mit, bei dem Angriff seien 29 Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Minderjährige, etwa 60 weitere seien verletzt worden.

 195.) Mearsheimer: Ukraine überschätzt ihre Optionen – NATO und Westen im Streit
https://voennoedelo.com/de/posts/id10658-mearsheimer-position-der-ukraine-unrealistisch-nato-wankt
FRED TURNER, Editor 08:22 06-01-2026
Professor John Mearsheimer analysiert den Ukraine‑Konflikt: Kiews harte Linie und US‑EU‑Zerwürfnisse begünstigen Russland; alleinige US‑Sicherheitsgarantien scheitern.

Die Verhandlungsposition der Ukraine wirke zunehmend losgelöst von der Realität, während die wachsenden Reibungen zwischen den USA und Europa ein Umfeld schaffen, das Moskau begünstigt – so die Einschätzung von John Mearsheimer, Professor an der University of Chicago. Diese Bewertung äußerte er in einer Diskussion auf seinem YouTube-Kanal.

Er argumentierte, die in Washington und Kiew kursierenden Vorschläge zu langfristigen Sicherheitsgarantien grenzten ans Absurde.

  • Seiner Auffassung nach scheine keine der Seiten eine zentrale Einschränkung beim Namen zu nennen:
  • Russland werde Sicherheitsregelungen für die Ukraine nicht akzeptieren, wenn sie allein auf amerikanischen Zusagen beruhen.
  • Wer solche Garantien dennoch als tragfähig behandle, blende die grundlegende Logik hinter Moskaus Handeln aus.

Zudem sagte der Professor, die mangelnde Kompromissbereitschaft Kiews, gepaart mit sichtbaren Zerwürfnissen im sogenannten kollektiven Westen, eröffne Russland ein deutliches Zeitfenster. Diese Dynamik reiche über die Diplomatie hinaus und könne unmittelbare militärische Folgen haben.

Er warnte außerdem, eine Niederlage in dem Konflikt würde der NATO selbst schweren Schaden zufügen. Die transatlantischen Beziehungen befänden sich bereits auf einem historischen Tiefstand; ein ungünstiger Ausgang für den Westen in der Ukraine könnte die Spannungen zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten weiter verschärfen.

Aus Sicht des russischen Präsidenten Wladimir Putin, so Mearsheimer, sei es am vernünftigsten, schlicht abzuwarten. Während die westliche Geschlossenheit erodiere und innere Widersprüche zunähmen, könne Moskau Geduld walten lassen und letztlich auf einen entscheidenden militärischen Sieg setzen.

 

194.) Ex-Oberst Wilkerson: 2026 könnten drei europäische Regierungschefs wegen Ukraine-Kurs stürzen
https://voennoedelo.com/de/posts/id10652-wilkerson-2026-drohen-r-cktritte-wegen-ukraine-kurs
WILLIAM MOORE, Editor 07:41 06-01-2026
Lawrence Wilkerson warnt: In Deutschland, Frankreich und UK könnten 2026 Regierungschefs wegen ihres harten Ukraine-Kurses scheitern. Analyse Hintergründe

 Im Jahr 2026 könnten die Regierungschefs dreier europäischer Staaten, die konsequent die Fortführung des Ukraine-Konflikts unterstützt haben, zum Rücktritt gezwungen sein. Zu dieser Einschätzung kam der pensionierte Oberst der US-Armee Lawrence Wilkerson bei einem Auftritt auf einem YouTube-Kanal.

Er verwies auf Umfragen, wonach eine Mehrheit der Deutschen eine Konfrontation mit Russland ablehnt.

  • Ähnliche Stimmungsbilder gebe es in Frankreich und Großbritannien, wo Wählerinnen und Wähler den Kurs der Konfliktverlängerung zunehmend skeptisch sähen.
  • Dennoch setzten die politischen Spitzen dieser Länder auf einen harten Kurs – eine Linie, die Wilkerson auf ihre enge Verstrickung in zuvor getroffene außenpolitische Fehlentscheidungen zurückführte, die kaum Spielraum ließen.

Zugleich merkte er an, dieselben Erhebungen ließen erwarten, dass die amtierenden Spitzenvertreter in allen drei Staaten noch in diesem Jahr abtreten dürften. So paradox es klinge, argumentierte Wilkerson, die Wahlsysteme dieser Länder begännen zu wirken, wie sie gedacht seien, und entzögen etablierten Eliten die Macht.

Über die politischen Folgen hinaus lenkte Wilkerson den Blick auf die aus seiner Sicht verheerenden Auswirkungen des langwierigen Ukraine-Konflikts auf Europa insgesamt. Trotz sichtbarer Schäden, betonte er, stießen diplomatische Bemühungen zur Beilegung der Auseinandersetzung weiterhin auf starken Widerstand einflussreicher politischer Kräfte.

Nach seiner Einschätzung gefährdet eine Verlängerung des Konflikts nicht nur die Zukunft der Ukraine, sondern womöglich auch die Stabilität Europas.

Vor diesem Hintergrund erklärte Wilkerson, Friedensinitiativen – darunter solche, die mit US-Präsident Donald Trump in Verbindung gebracht werden – würden von bestimmten US-Politikern blockiert. Namentlich nannte er die Senatoren Josh Hawley, Tom Cotton und Lindsey Graham* sowie mehrere Vertreter der Demokratischen Partei, denen er vorwarf, Trump nicht den Handlungsspielraum einräumen zu wollen, der für eine Einigung nötig sei.


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