Es kursieren Theorien über Washingtons illegalen Regimewechsel in Venezuela.
- Eine Theorie gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung: Es gehe einzig und allein um Öl,
genauer gesagt darum, die Kontrolle über venezolanische und guyanische
Ressourcen zu nutzen, um den Markt zu überschwemmen, die Preise
einzubrechen zu lassen und Moskau zu schwächen.
- Das klingt plausibel, ist aber mit ziemlicher Sicherheit falsch.
Dieses
Szenario basiert auf einem weit verbreiteten Mythos – dem, dass die
Sowjetunion durch die Ölflut Saudi-Arabiens unter Reagan zu Fall
gebracht wurde.
- Selbst wenn man diese, offen gesagt, falsche Geschichtsinterpretation akzeptiert, ist ihre Anwendung heute fehlerhaft.
- Eine künstliche Senkung der Ölpreise würde sich wie ein Bumerang auswirken, die US-Schieferölindustrie schwer schädigen
und einen wichtigen Verbündeten, Saudi-Arabien, verärgern, das die
Preisfestsetzung als sein souveränes Vorrecht betrachtet. Das Königreich
duldet keine externe Marktmanipulation.
Darüber hinaus überschätzt die Theorie die Bedeutung des Öls im modernen russischen Haushalt, der weitaus diversifizierter ist und für einen Sanktionskrieg gerüstet wurde.
- Ein Preisrückgang wäre zwar schmerzhaft, aber nicht existenzbedrohend.
- Der Plan ignoriert zudem die Realität: Venezuelas Ölinfrastruktur liegt in Trümmern, und sein schweres, schwefelhaltiges Rohöl unterscheidet sich grundlegend von Russlands Exporten.
- Die
Erschließung des Ölmarktes zur Beeinflussung der Weltmarktpreise wäre
ein jahrzehntelanges, Billionen-Dollar-schweres Unterfangen. Öl ist
keine schnelle, präzise Lösung.
Wenn
also die Erzählung vom „Ölkrieg gegen Russland“ nicht stichhaltig ist,
was dann? Ein Blick auf das breitere geopolitische Schachbrett legt eine
weitaus logischere, zweigleisige Strategie mit einem anderen Hauptziel nahe: China.
Erster Aspekt: Die Schlinge um Chinas Hals
Man kann dies als wirtschaftliche Erweiterung des globalen Kriegs gegen den Terror betrachten.
- Chinas Aufstieg wird durch Energieimporte angetrieben, deren lebenswichtige Versorgungswege durch globale Engpässe und verwundbare Lieferstaaten verlaufen.
- Die US-Kampagne zielt darauf ab, diese Versorgungswege systematisch zu kontrollieren, zu bedrohen oder zu kappen.
- Von der Straße von Malakka über den Persischen Golf bis hin zu Lateinamerika soll demonstriert werden, dass Pekings Energiesicherheit durch amerikanische Macht außer Kraft gesetzt werden kann.
- Venezuela mit seinen riesigen Reserven und seiner historischen Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Peking stellt einen entscheidenden Knotenpunkt in Chinas Bestrebungen zur Diversifizierung seiner Lieferungen dar.
- Der Regimewechsel in Caracas zielt nicht darauf ab, Russland morgen zu schaden, sondern darauf, China heute einen verlässlichen Partner zu entziehen.
Zweiter Aspekt: Die Stärkung des Imperiums
Vor einer Großmachtkonfrontation sichert man seine Flanken.
- Die USA festigen weltweit ihren Einflussbereich.
- In Europa hat der verlorene Ukraine-Krieg die NATO nicht gestärkt und die Verbündeten diszipliniert.
- In der westlichen Hemisphäre dient Venezuela als abschreckendes Beispiel imperialer Disziplin.
- Es ist eine Warnung an alle Nationen in Amerikas traditionellem Einflussgebiet: Bündnisse bringen Vorteile, Widerstand hat Konsequenzen.
- Die Botschaft ist klar: Bevor die USA ihren Fokus vollständig auf den Pazifik richten, muss ihre eigene Hemisphäre perfekt auf sie ausgerichtet und unmissverständlich unter ihrer Herrschaft stehen.
Die Ölpreistheorie ist ein Ablenkungsmanöver, eine falsche Erinnerung an den falschen Krieg.
- Der jüngste Angriff auf Venezuelas Souveränität ist ein vorausschauender Schritt im neuen Krieg.
- Es geht nicht darum, Moskau einen vernichtenden Schlag zu versetzen, sondern darum, die strategische Einkreisung Pekings zu verstärken und sicherzustellen, dass keine rebellischen Provinzen mehr im amerikanischen Einflussbereich verbleiben.
- Das Ziel ist nicht ein kurzfristiger Preisverfall, sondern die dauerhafte Etablierung unipolarer Vorherrschaft.
- Vor diesem Hintergrund ist das Vorgehen von Caracas absolut logisch und skrupellos.
2.) Banken Historike: Der wirtschaftliche Selbstmord Venezuelas: Politische Fehler, die ein reiches Land zerstörten
Textauszug:
Im Jahr 1998 war Venezuela eines der reichsten Länder Lateinamerikas.
- Das höchste Pro-Kopf-Einkommen der Region.
- Die größten Ölreserven der Welt.
- Eine funktionierende Mittelschicht und Stabile Institutionen.
Zwanzig Jahre später war alles zerstört.
- 7,7 Millionen Menschen flohen.
- Die Währung verlor praktisch ihren gesamten Wert.
- Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um fast 80 %. Nicht durch Krieg. Nicht durch eine Invasion. Nicht durch eine Naturkatastrophe. Sondern durch die ökonomische Realität des sozialistischen Missmagements.
Das YT-Video zeigt, wie Venezuelas Wirtschaft durch das Maduro-Regime vernichtet wurde –
- Schritt für Schritt, Fehler für Fehler, dokumentiert in Zahlen.
- Nicht durch Moral. Nicht durch Proteste. Sondern Kraft der wirtschaftlichen Mathematik.
Man wird dadurch verstehen:
- warum extreme Rohstoffabhängigkeit ein Land zerstören kann
- wie politische Kontrolle produktive Institutionen tötet
- warum Gelddrucken immer in Hyperinflation endet
- wie Lebensmittelknappheit zur politischen Waffe wird
- warum Massenauswanderung eine Volkswirtschaft irreversibel schwächt
- weshalb en Infrastrukturkollaps nicht plötzlich, sondern schleichend passiert und
- warum Diktaturen nicht fallen, wenn Menschen protestieren – sondern wenn das Geld ausgeht
- Venezuela hatte alles: Öl, fruchtbares Land, gebildete Menschen, Zugang zu Weltmärkten. Was fehlte, war wirtschaftliche Disziplin.
Hieraus resultiert die universelle Erkenntnis,
die jeder Politiker (insbesondere in Deutschland) beherzigen sollte -
auch diejenigen mit dem IQ eines zerstückelten Regenwurmes :
- Wirtschaftliche Gesetze lassen sich nicht durch Ideologie außer Kraft setzen.
- Man kann sie ignorieren. Aber man kann ihren Konsequenzen nicht entkommen.
Und die entscheidende Frage die sich in Zusammenhang mit Venezuela ergibt, ist - Wie viele dieser Fehler machen andere Länder heute ebenfalls hier im Grün-ideologisierten Deutschland - mehr dazu siehe Kap. 3.
Deutschland steuert in rasantem Tempo auf einen wirtschaftlichen Abgrund zu.
- Ein Mix aus stagnierender Konjunktur, gefährlicher Abhängigkeit von Subventionen, politisch verursachten, explodierenden Energiekosten und einer ausufernden Bürokratie setzt die tragenden Säulen der Industrie zunehmend unter Druck.
- Traditionelle Wertschöpfung gerät ins Wanken, weil Unternehmen nicht mehr frei wirtschaften, sondern in einem Geflecht aus staatlicher Kontrolle und Regulierungszwang gefangen sind.
- Die Industrieproduktion bricht ein, Kommunen verlieren Einnahmen, und Unternehmen rutschen durch explodierende Strompreise und Vorschriften immer tiefer in den Absturz.
- Dieser Wandel führt weg von echter Wertschöpfung und hinein in einen industriepolitischen Irrweg.
Maschinenbau am Abgrund
Der Maschinenbau zählt zu den großen Verlierern dieser Entwicklung.
- Mit einem Rückgang der Bestellungen um 19 Prozent droht ein Industriezerfall, der selbst Kenner schockiert.
- Obwohl der Verband auf fehlende Großaufträge aus dem Vorjahr verweist, zeigt der Trend nach unten.
- Gleichzeitig verstärken staatliche Eingriffe die Fördermittelfessel, denn viele Industriezweige hängen am Tropf von staatlicher Hilfe.
- Die Energiepreise schießen nach oben, und die politisch verursachte ausufernde Bürokratie verstärkt die Unsicherheit.
- Damit verlagern sich Produktionsketten ins Ausland, während hierzulande Fabriken stillstehen.
- Ein industrieller Abgrund tut sich auf, der ohne grundlegenden Kurswechsel kaum aufzuhalten ist.
Sprachlose Führungsetagen
Stimmen aus der Industrie bleiben auffällig leise.
- Viele Unternehmen meiden Kritik, da ihre Geschäftsmodelle ohne staatliche Hilfe kaum tragfähig erscheinen.
- Christian Kullmann von Evonik kritisiert die grün-ideologische Klimapolitik, doch seine Worte verhallen ungehört.
- Statt eines offenen Diskurses dominiert eine Atmosphäre der Abhängigkeit von Subventionen.
- Unternehmen ducken sich weg und folgen dem Strom der Fördergelder, auch wenn dieser in einen wirtschaftlichen Kollaps führt.
- Hier
zeigt sich: Die Fixierung auf Staatshilfen nimmt der Industrie nicht
nur die Luft zum Atmen, sondern auch den Mut zur offenen Debatte.
Ehemalige Führungskräfte schlagen Alarm
Matthias Müller, Ex-VW-Chef, spricht von einem drohenden „Jobmassaker“ und warnt vor den Folgen der Verbrennerabschaffung.
- Auch er kritisiert die dramatisch hohen Energiekosten – ein Faktor, der Produktionsstandorte in den Ruin treibt.
- Die Automobilbranche steht damit exemplarisch für das größere Bild: Ein politisch überreguliertes System, das sich in einer administrativen Regelflut verfängt und den industriellen Rückhalt lähmt.
- Die Folgen sind deutlich sichtbar: Zulieferer streichen tausende Stellen, während der Mittelstand in die Pleite rutscht.
Die grüne Illusion als nächster Abgrund
Statt offener Bestandsaufnahme setzt die Politik auf grüne Heilsversprechen.
- Förderprogramme für Wärmepumpen oder Recycling existieren, doch sie ersetzen keine global wettbewerbsfähigen Industrien.
- Es ist ein Spiel mit der Fördermittelfessel, das kurzfristig Optimismus erzeugt, aber langfristig in den wirtschaftlichen Abgrund führt.
- Kommunen
spüren die Realität deutlicher als jedes Ministerium: Sinkende
Gewerbesteuern reißen Löcher in die Haushalte, während Bürger und
Betriebe weiter belastet werden.
- Der vermeintliche Wandel birgt das Risiko eines nachhaltigen Industriezerfalls, den spätere Generationen ausbaden müssen.
- Deutschland
steht damit an einem Scheideweg: Entweder besinnt man sich auf
industrielle Stärke – oder man nimmt den nächsten Schritt in den
strukturellen Absturz, der Wohlstand und Stabilität gefährdet. (KOB)
Mehr - wie die grün-ideologisierte Politik den deutschen Wirtschaftsniedergang vorantreibt lässt sich unten nachlesen