Erdgas: Rechnerisch ist in 11 Tagen Gasmangellage mit Abschaltung der Wirtschaft / Kälte und Chaos-Politik – Gasspeicher von Deutschland und anderer EU-Ländern gefährlich leer


Volker Fuchs 9.2.2026
Erdgas: Rechnerisch ist in 11 Tagen Gasmangellage mit Abschaltung der Wirtschaft
 
 
Die deutschen Gasspeicher leeren sich dramatisch schnell. Wenn das Tempo so weitergeht, wie seit Anfang Februar, muss in etwa 11 Tagen die Gasmangellage ausgerufen werden. 
  •  Am 31. Januar waren die deutschen Gasspeicher nur noch zu 32,4 Prozent gefüllt. Der aktuell gemeldete Füllstand von 27,37  Prozent ist auf den 7. Februar datiert, was bedeutet, dass der Füllstand der Gasspeicher im Februar im Durchschnitt jeden Tag um 0,72 Prozent zurückgegangen ist. 
  • Bei 20 Prozent Füllstand muss nach den geltenden Regeln die Gasmangellage ausgerufen werden, was zur Abschaltung praktisch der gesamten Industrie und vielen weiteren Verbrauchern führt. 
  • Lediglich private Haushalte, Krankenhäuser, Pflegeheime und andere wichtige Verbraucher werden dann noch mit Gas beliefert. Sollte sich das Tempo der Gasentnahme so wie bisher fortsetzen, dürften die 20 Prozent etwa am 20. Februar erreicht werden.
Und das schreibt die Bundesnetzagentur zur aktuellen Situation 
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Gasversorgung/aktuelle_gasversorgung/start.html 
Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil.
  • Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet.
  • Die Bundesnetzagentur schätzt die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im Augenblick als gering ein.
  • Die Bundesnetzagentur beobachtet und bewertet die Lage fortlaufend.
  • Ein sparsamer Umgang mit Gas bleibt angesichts des weiterhin erhöhten Preisniveaus für Haushaltskunden sinnvoll.
 Datenlage Gasfüllstand 7.2.2026 mit Hochrechnung wann der Füllstand bei 20 Prozent liegt, unter Annahme des tgl. Rückgangsmittels in Höhe von -0,72. ergibt den 20. Februar.  
 
 
Und unten der Verlauf der prozentualen Speicherfüllstände im Zeitraum Januar / Februar 2026
 
  
Kälte und Chaos-Politik – Gasspeicher von Deutschland und anderer EU-Ländern gefährlich leer
4. Februar 2026 von Dr. Peter F. Mayer  3,6 Minuten Lesezeit
Die Speicherstände in Deutschland sind bereits gefährlich niedrig und werden in knapp über zwei Wochen nur mehr Notbetrieb ermöglichen. Nachbarländer wie Niederlande oder Belgien stehen nicht viel besser da. Die Prognosen sagen noch über Wochen eisige Kälte vorher – der Klimawandel entwickelt sich entgegen den Prognosen.
 
Der an AGSI gemeldete Stand vom 3.2. Abend ist um 0,73 % gegenüber dem Vortag auf 31,25 % gesunken. In etwa 16 bis 18 Tagen ist damit damit der Krisenstand von 20 % erreicht. Die Lage ist aber schlimmer als sie ohnehin schon aussieht. Mit Absinken der Füllstände in den natürlichen unterirdischen Speichern sinkt der Druck und damit die Möglichkeit Gas zu entnehmen. So ist etwa der Speicher UGS Wolfersberg mit 4,57 % Restgas schon seit längerer Zeit außer Betrieb.

Einer der größten Speicher, Rehden, ist mittlerweile auf 9,09 % gefallen und hat zuletzt nur mehr 0,32 % abgeben können, das Ende ist absehbar.

Poren-Speicher unter 10-15 % verhalten sich nicht wie aus Stahl gebaute Speicher – es ist noch Gas drin, aber der Druck ist zu gering um noch Gas entnehmen zu können, Rehden ist also technisch bereits leer.

Speicher wie Jemgum (EWE/SEFE) mit noch 32,56 %, Nüttermoor mit 27,86 %, Etzel (Kavernen) mit 43,57 % werden nun stärker für Entnahmen herangezogen, aber damit beginnt eine Überlastung der Gasleitungen für den Transport.

So ist etwa Rüdersdorf (Berlin) auf 21,61 % gefallen. Bei einer Entnahme -1,31 % ist spätestens in 16 Tagen Schluss. Um den 18.02. fällt dieser Puffer weg. Berlin hängt dann direkt an der Fernleitung, was bei Kälte zu Druckabfällen führen kann.

Hier die Wetteraussichten für den 18.2.:

Wir sehen eine Ausbreitung der arktischen Kältewelle bis weit nach Westen und Süden.

Hier die Situation von heute 5 Uhr – tiefblaue Kälte herrscht vor:

Im Süden Deutschlands sieht die Situation eher triste aus. Wolfersberg ist mit 4,57 % leer, Breitbrunn kann bei 16,35 % nur mehr 4 bis 6 Tage liefern. Damit verliert Bayern um das Wochenende den wichtigsten Puffer für München und die Gaskraftwerke.

Den Großteil des Stroms muss Deutschland nach Sprengung von Kohlekraftwerken und Abschaltung der AKWs nun mit Gaskraftwerken erzeugen. Da auch Heizungen aggressiv auf Wärmepumpen umgestellt wurden und E-Autos betankt werden müssen, stieg der Strombedarf.

Eine Energiepolitik, die die Diversität der Erzeugung und Verteilnetze kaputt macht und auf ein Strom-Monopol mit den unzuverlässigen Quellen wie Solar und Wind hinarbeitet, kann nur ins Desaster führen.

Hier der Überblick über die deutschen Speicher bei AGSI am 3.2.2026 am Abend:

Die Niederlande liefern noch immer 914 GWh Gas, ihre Speicher sind aber auf 23,99 % abgefallen. Sie bekommen dank eisfreier Häfen noch Gas geliefert, werden aber bald die Lieferungen an Deutschland zum Selbstschutz einstellen. Deutsche LNG-Terminals wie Mukran sind wegen der Eislage mittlerweile außer Betrieb.

Belgien liefert noch 690 GWh, die eigenen Speicher sind aber bereits 30,69 % abgefallen.

Die Speicher der Industrie (Frankenthal/BASF, Bernburg/Chemiepark) leeren sich dramatisch. Das wirft die Frage auf, nach der Abschalt-Reihenfolge auf. In einigen Tagen werden die nicht priorisierten Nutzer abgeschaltet werden müssen

Hier noch die Prognose von Wetter.de:

Die Langfristvorhersage bewertet den gesamten Februar im Norden unseres Kontinents bis in den Norden und den Osten Deutschlands deutlich zu kalt – genauer gesagt: So kalt wie das früher normal war und dank Erdabkühlung wieder zum neuen Normal wird.

 Globale Abkühlung seit April 2024

Neben den arktischen Temperaturen hat es in Teilen von Nord- und Osteuropa bis nach Russland so heftig geschneit, wie schon lange nicht mehr. Die Schneehöhe beträgt gebietsweise über 50 Zentimeter.

In Moskau fiel beispielsweise letzte Woche wie berichtet innerhalb von 24 Stunden mit knapp 60 Zentimetern so viel Schnee wie seit 203 Jahren nicht mehr. In Saransk – 650 km südöstlich von Moskau zur Wolganiederung hin gelegen – sind sogar knapp über 1 Meter Schnee zusammengekommen.


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