Das Versagen der CMPI6-Klimamodelle: Tropische Temperaturprognosen mit Faktor 2 zu hoch / Auch der ehemalige NASA-Wissenschaftschef James Hansen lag voll daneben.


Volker Fuchs 22.1.2026
 
Erstaunlicherweise prognostizieren alle 39 Klimamodelle eine größere Erwärmung, als die drei Klassen von Beobachtungsdaten (Radiosonden / Reanalyse / UAH-Satellitendaten) belegen. Von diesen Prognosen geht dann die Politik aus und das Ergebnis ist die Netto-Null-Fantasie plus eine unbezahlbare Energiewende (Deutschland ist hier weltweiter Vorreiter an der Narrenfront). 
 
Und seit Jahrzehnten wird der ehemalige NASA-Wissenschaftschef James Hansen, wie eine Klimalegende behandelt und als „Pate der globalen Erwärmung“ bezeichnet. Seine Warnungen haben die Politik, die Schlagzeilen und die öffentliche Angst seit mehr als 30 Jahren geprägt. Leider war er mit seiner  Fehlprognose nicht besser als die falschen Klimamodelle. 
 
Fakt ist (UAH-Satellitendaten) - die Erde kühlt schon seit Anfang 2024 konstant stark ab und im Januar 2025 lag die Abkühlung in den Tropen gegenüber dem Vorjahr bei -0,96°C und diese Abkühlungstendenz hat sich ungebrochen bis Ende 2025 fortgesetzt. 
 
Diese Datenlage macht doch die (bisherigen) UN-IPCC Warnungen vor der 1,5 Grad-Überhitzung des Planeten, noch dazu menschengemacht, als völlig gegenstandslos und entlarvt die ganze von der UN-Agenda 2030 vorangetriebene Net-Zero-Geschichte, als menschengemachten Unsinn.
 
Doch den Unsinn kann man noch toppen - denn die UN schlägt neuerdings wieder Alarm: Erde steuert auf 2,8 Grad Erwärmung zu.
 
Kapitelübersicht
1.) Tropische Temperaturen: CMIP6-Klimamodelle prognostizieren zu hohe Temperaturen
2.) UAH-Temperaturdaten im Monatsverlauf der Jahre 1979 - 2025 für Südpol-Land / Nordpol-Land / Tropen
3.) UAH-Temperaturdaten Tropen alle Monate von  1979-2025  Kompletter Datensatz mit grafischer Auswertung
4.) Auch der ehemalige NASA-Wissenschaftschef James Hansen lag mit seiner Prognose voll daneben
   4.1) James Hansen und der wissenschaftliche Wettstreit um die beschleunigte Erwärmung: 2025 ist das entscheidende Jahr
 

1.) Tropische Temperaturen: CMIP6-Klimamodelle prognostizieren zu hohe Temperaturen
 
CMIP6-Klimamodelle sagen voraus, dass die Erwärmung durch den Treibhauseffekt am stärksten in der oberen Troposphäre der Tropen – dem sogenannten „tropischen Hotspot“ – auftreten wird. In Modellsimulationen erwärmt sich diese Schicht schneller als die Erdoberfläche, oft um 0,4 bis 0,5 °C pro Jahrzehnt.
 
Roy Spencer vom UAH-Climatecenter hat sich damit befasst und festgestellt, dass diese Vorhersagen weiterhin in Beobachtungstests versagen. Von 1979 bis 2025 prognostizieren alle 39 CMIP6-Klimamodelle eine stärkere Erwärmung der tropischen Troposphäre als alle bisherigen Beobachtungsdaten.
 
 
Der Vergleich umfasst drei unabhängige Beobachtungstypen: Radiosonden (Wetterballons), Satelliten und globale Reanalysen.
Jeder Wert ist ein Mittelwert aus mehreren Datensätzen.
  • Alle Beobachtungsmittelwerte liegen deutlich unter den Modellwerten.
  • Satellitendaten sind die einzige Quelle mit vollständiger tropischer Abdeckung und zeigen die geringste Erwärmung: etwa +0,16 °C pro Jahrzehnt.
  • Die Modelltrends hingegen bewegen sich zwischen +0,30 °C und +0,35 °C pro Jahrzehnt.
  • Das entspricht einer Diskrepanz um den Faktor zwei genau in der Region, in der die Modelle das stärkste Signal erwarten.
Wie Spencer anmerkt: „Erstaunlicherweise weisen alle 39 Klimamodelle größere Erwärmungstendenzen auf als alle drei Klassen von Beobachtungsdaten.“
  • Spencer argumentiert, dass die Diskrepanz wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, wie Modelle tropische Konvektion behandeln.
  • Gewittersysteme transportieren Wärme, Feuchtigkeit und Wolken nach oben und prägen so die Temperaturen in der Höhe maßgeblich.
  • Kleine Fehler in der Modellierung dieser „tiefen feuchten Konvektion“ führen zu großen Fehlern bei den Rückkopplungen von Wasserdampf und Wolken – den wichtigsten Verstärkern der Erwärmung in Klimamodellen.
Spencer betont, dass er nicht gegen Klimamodellierung an sich ist. Er wendet sich gegen deren Missbrauch.
  • Wenn Modelle tatsächlich durch fundamentale physikalische Gesetze beschränkt wären, würden sie nach 30 Jahren nicht eine dreifache Bandbreite der Klimasensitivität abdecken – und sie würden auch nicht systematisch über die Beobachtungen hinausschießen, gerade dort, wo ihr Signal am deutlichsten sein sollte.
  • Nachfolgend die UAH-Temperaturdaten, die einen signifikanten Temperaturrückgang belegen, nicht nur in den Tropen (hier ist er am stärksten) sondern auch am Südpol und Nordpol. Von Erwärmung keine Spur. 
 
2.) UAH-Temperaturdaten im Monatsverlauf der Jahre 1979 - 2025 für Südpol-Land / Nordpol-Land / Tropen
Unten das Datenblatt und wie man hier auf den ersten Blick erkennen kann, gibt es keinen Temperaturanstieg in diesen 3 Regionen, sondern vielmehr einen Temperaturrückgang, der bei den Tropen am stärksten ausfällt.
 
 Hier eine Ausschnittsvergrößerung Tropen: Kurvenverlauf im Zeitraum 2022 - 2025
 
3.) UAH-Temperaturdaten Tropen alle Monate von  1979-2025  Kompletter Datensatz mit grafischer Auswertung
 
Nachfolgend eine Komplettauswertung des UAH-Datensatzes für die Tropen : Tabellen 10 / 10a / 10b
Tabelle 10: Temperaturübersicht 1979-2025 im monatlichen Jahresverlauf.  
 
10 Tropen 20°S-20°N Auswertung UAH-Datensatz: 1979 - 2025        
Nr Jahr Temperatur °C Jahr
    Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez  
1 1979 -0,47 -0,36 -0,36 -0,35 -0,46 -0,37 -0,41 -0,37 -0,35 -0,20 -0,20 -0,43 -0,36
2 1980 -0,18 -0,10 -0,12 -0,10 -0,08 -0,02 -0,29 -0,39 -0,27 -0,31 -0,44 -0,45 -0,23
3 1981 -0,47 -0,44 -0,39 -0,29 -0,30 -0,39 -0,47 -0,48 -0,35 -0,23 -0,24 -0,27 -0,36
4 1982 -0,32 -0,42 -0,30 -0,41 -0,33 -0,28 -0,47 -0,49 -0,48 -0,57 -0,28 -0,13 -0,37
5 1983 0,41 0,34 0,46 0,28 0,16 -0,04 0,06 -0,06 -0,18 -0,30 -0,32 -0,49 0,03
6 1984 -0,61 -0,45 -0,16 -0,30 -0,45 -0,52 -0,70 -0,40 -0,67 -0,29 -0,41 -0,37 -0,44
7 1985 -0,41 -0,59 -0,56 -0,63 -0,51 -0,64 -0,99 -0,63 -0,70 -0,50 -0,46 -0,42 -0,59
8 1986 -0,26 -0,62 -0,50 -0,34 -0,36 -0,35 -0,56 -0,30 -0,36 -0,23 -0,20 -0,10 -0,35
9 1987 0,04 0,03 0,02 0,16 -0,08 0,26 0,22 0,15 0,17 0,28 0,35 0,53 0,18
10 1988 0,22 0,09 0,37 -0,01 0,06 -0,30 -0,21 -0,14 -0,14 -0,28 -0,49 -0,81 -0,14
11 1989 -0,67 -0,84 -0,84 -0,58 -0,65 -0,65 -0,55 -0,49 -0,42 -0,38 -0,18 -0,42 -0,56
12 1990 -0,30 -0,43 -0,26 -0,12 -0,09 -0,09 -0,35 -0,22 -0,27 -0,12 0,00 -0,06 -0,19
13 1991 0,10 0,04 0,09 -0,11 0,05 0,19 -0,11 -0,21 -0,14 -0,61 -0,47 -0,34 -0,13
14 1992 -0,35 -0,16 -0,01 -0,01 -0,16 -0,12 -0,53 -0,45 -0,52 -0,38 -0,56 -0,45 -0,31
15 1993 -0,48 -0,59 -0,51 -0,28 -0,19 -0,08 -0,16 -0,32 -0,42 -0,09 0,03 0,14 -0,25
16 1994 -0,35 -0,16 -0,01 -0,01 -0,16 -0,12 -0,53 -0,45 -0,52 -0,38 -0,56 -0,45 -0,31
17 1995 0,06 0,06 -0,13 0,17 0,00 0,21 -0,04 0,15 0,10 -0,01 -0,13 -0,33 0,01
18 1996 -0,36 -0,36 -0,18 -0,15 -0,16 -0,09 -0,10 -0,19 0,02 -0,08 -0,25 -0,31 -0,18
19 1997 -0,38 -0,38 -0,44 -0,45 -0,24 -0,14 0,28 0,16 0,28 0,20 0,22 0,59 -0,03
20 1998 1,04 1,04 1,15 1,08 0,85 0,48 0,28 0,32 0,19 0,24 -0,01 -0,10 0,55
21 1999 -0,26 -0,26 -0,38 -0,35 -0,50 -0,47 -0,41 -0,38 -0,40 -0,38 -0,40 -0,41 -0,38
22 2000 -0,39 -0,39 -0,55 -0,36 -0,28 -0,37 -0,36 -0,24 -0,26 -0,04 0,01 -0,07 -0,28
23 2001 -0,34 -0,34 -0,19 -0,03 -0,08 -0,28 -0,13 0,09 -0,22 0,08 0,03 0,04 -0,11
24 2002 -0,05 -0,05 0,00 -0,05 0,14 0,07 0,25 0,10 0,03 0,04 0,11 0,27 0,07
25 2003 0,32 0,32 0,37 0,11 0,07 -0,18 -0,01 0,00 -0,05 0,19 0,17 0,15 0,12
26 2004 0,22 0,22 0,12 -0,03 -0,06 -0,29 -0,41 -0,06 -0,25 0,01 0,08 0,11 -0,03
27 2005 0,19 0,19 0,42 0,31 0,02 0,14 0,13 0,06 0,12 -0,04 0,08 -0,04 0,13
28 2006 -0,09 -0,09 0,09 -0,22 -0,32 -0,15 0,06 0,01 -0,11 0,15 -0,04 0,23 -0,04
29 2007 0,45 0,45 0,19 -0,03 0,02 0,00 0,04 -0,10 -0,06 -0,23 -0,23 -0,38 0,01
30 2008 -0,42 -0,42 -0,56 -0,63 -0,65 -0,45 -0,36 -0,35 -0,15 -0,08 -0,07 -0,23 -0,36
31 2009 -0,28 -0,28 -0,19 -0,10 -0,20 -0,13 0,20 0,21 0,34 0,19 0,29 0,30 0,03
32 2010 0,49 0,71 0,66 0,57 0,68 0,30 0,13 0,12 -0,04 0,10 -0,35 -0,53 0,24
33 2011 -0,59 -0,55 -0,55 -0,41 -0,22 -0,05 -0,08 -0,04 -0,09 -0,29 -0,21 -0,20 -0,27
34 2012 -0,34 -0,49 -0,38 -0,40 -0,30 -0,30 -0,09 -0,09 -0,04 0,03 0,12 0,06 -0,19
35 2013 0,31 0,10 0,11 0,06 -0,07 -0,03 -0,22 -0,18 -0,02 -0,15 -0,16 -0,12 -0,03
36 2014 -0,22 -0,19 -0,13 -0,02 0,05 0,34 0,24 -0,13 -0,02 0,03 0,11 0,13 0,02
37 2015 0,04 -0,18 -0,05 -0,02 0,14 0,31 0,31 0,38 0,40 0,42 0,41 0,51 0,22
38 2016 0,77 0,88 1,02 0,84 0,59 0,24 0,31 0,36 0,22 0,35 0,27 0,13 0,50
39 2017 0,06 0,02 0,02 0,14 0,30 0,26 0,35 0,33 0,38 0,33 0,12 0,14 0,20
40 2018 -0,20 -0,07 -0,02 -0,23 -0,11 -0,03 0,10 -0,03 0,05 0,17 0,33 0,18 0,01
41 2019 0,26 0,30 0,31 0,44 0,27 0,49 0,27 0,28 0,44 0,18 0,43 0,44 0,34
42 2020 0,52 0,63 0,53 0,36 0,54 0,31 0,29 0,45 0,29 0,24 0,15 -0,07 0,35
43 2021 -0,08 -0,14 -0,28 -0,27 0,07 -0,14 0,13 0,07 0,08 0,29 0,10 0,05 -0,01
44 2022 -0,23 -0,24 -0,07 -0,04 0,01 -0,36 0,13 -0,03 0,03 0,04 -0,16 -0,35 -0,11
45 2023 -0,38 -0,11 -0,13 -0,03 0,39 0,55 0,87 0,86 0,93 1,00 1,03 1,08 0,51
46 2024 1,20 1,17 1,26 1,15 1,20 0,85 0,97 0,75 0,82 0,64 0,53 0,53 0,92
47 2025 0,24 0,26 0,40 0,37 0,30 0,30 0,45 0,16 0,35 0,24 0,24 0,19 0,29
48 2026                          
 
 
Tabelle 10a: Das Jahr 2024, wurde als das heißeste Jahr seit Temperaturmessung angegeben und 2025 stellte man einen signifikanten Temperaturrückgang fest. Um herauszufinden, ab wann der Abkühlungsprozess vonstatten ging, ist es notwendig, die Temperaturdifferenz 2025 / 2024 zu bilden. 
  • Mit Hinblick auf den Erwärmungsschub infolge des Hunga-Tonga-Vulkanausbruchs (Wasserdampfanreicherung) wurde bis auf das Jahr 2022 zurückgegangen.
  • Ab März 2024 gingen die Temperaturen konstant zurück. Die maximale Abkühlung trat im Januar 2025 auf mit einem erheblichen Temperaturrückgang zum Vorjahr mit  -0,96°C und im Jahresmittel 2025 betrug der Temperaturrückgang zum Vorjahr -0,63°C 
10a  Auswertung Tab. oben /  Temperaturrückgang im Zeitraum 2022 - 2025  
Jahres- Temperaturdifferenzen 2022 - 2025 zum Vorjahr
differenzen Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Diff 2022/2021 -0,15 -0,10 0,21 0,23 -0,06 -0,22 0,00 -0,10 -0,05 -0,25 -0,26 -0,40
Diff 2023/2022 -0,15 0,13 -0,06 0,01 0,38 0,91 0,74 0,89 0,90 0,96 1,19 1,43
Diff 2024/2023 1,58 1,28 1,39 1,18 0,81 0,30 0,10 -0,11 -0,11 -0,36 -0,50 -0,55
Diff 2025/2024 -0,96 -0,91 -0,86 -0,78 -0,90 -0,55 -0,52 -0,59 -0,47 -0,40 -0,29 -0,34
Tabelle 10b: Übernahme Werte von Tabelle 1 für den verkürzten Zeitraum 2010 - 2025
Dient zur Feststellung des Temperaturrückganges in den Jahresmonaten 2025, im Abgleich der Vorjahre bis 2010
Alle Jahre, die wärmer waren, sind farblich gelb markiert und die Maxwerte braun - Auswertung erfolgt unter dieser Tabelle.
Wie man sieht, ist in allen Monaten des Jahres 2025 ein Temperaturrückgang vorhanden 
 
10b Tropen  20°S-20°N Auswertung UAH-Datensatz: 2010 - 2025      
Nr Jahr Temperatur °C Jahr
    Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez  
1 2010 0,49 0,71 0,66 0,57 0,68 0,30 0,13 0,12 -0,04 0,10 -0,35 -0,53 0,24
2 2011 -0,59 -0,55 -0,55 -0,41 -0,22 -0,05 -0,08 -0,04 -0,09 -0,29 -0,21 -0,20 -0,27
3 2012 -0,34 -0,49 -0,38 -0,40 -0,30 -0,30 -0,09 -0,09 -0,04 0,03 0,12 0,06 -0,19
4 2013 0,31 0,10 0,11 0,06 -0,07 -0,03 -0,22 -0,18 -0,02 -0,15 -0,16 -0,12 -0,03
5 2014 -0,22 -0,19 -0,13 -0,02 0,05 0,34 0,24 -0,13 -0,02 0,03 0,11 0,13 0,02
6 2015 0,04 -0,18 -0,05 -0,02 0,14 0,31 0,31 0,38 0,40 0,42 0,41 0,51 0,22
7 2016 0,77 0,88 1,02 0,84 0,59 0,24 0,31 0,36 0,22 0,35 0,27 0,13 0,50
8 2017 0,06 0,02 0,02 0,14 0,30 0,26 0,35 0,33 0,38 0,33 0,12 0,14 0,20
9 2018 -0,20 -0,07 -0,02 -0,23 -0,11 -0,03 0,10 -0,03 0,05 0,17 0,33 0,18 0,01
10 2019 0,26 0,30 0,31 0,44 0,27 0,49 0,27 0,28 0,44 0,18 0,43 0,44 0,34
11 2020 0,52 0,63 0,53 0,36 0,54 0,31 0,29 0,45 0,29 0,24 0,15 -0,07 0,35
12 2021 -0,08 -0,14 -0,28 -0,27 0,07 -0,14 0,13 0,07 0,08 0,29 0,10 0,05 -0,01
13 2022 -0,23 -0,24 -0,07 -0,04 0,01 -0,36 0,13 -0,03 0,03 0,04 -0,16 -0,35 -0,11
14 2023 -0,38 -0,11 -0,13 -0,03 0,39 0,55 0,87 0,86 0,93 1,00 1,03 1,08 0,51
15 2024 1,20 1,17 1,26 1,15 1,20 0,85 0,97 0,75 0,82 0,64 0,53 0,53 0,92
16 2025 0,24 0,26 0,40 0,37 0,30 0,30 0,45 0,16 0,35 0,24 0,24 0,19 0,29
17 2026                          
                             
Hinweis: Alle Jahre, wärmer als 2025 sind farblich markiert - Maxwerte braun und Rest gelb  
                             
Differenz 25/24 -0,96 -0,91 -0,86 -0,78 -0,90 -0,55 -0,52 -0,59 -0,47 -0,40 -0,29 -0,34 -0,63
Max Rückgang -0,96 -0,91 -0,86 -0,78 -0,90 -0,55 -0,52 -0,70 -0,58 -0,76 -0,79 -0,89 -0,63
 
 
Grafikdatenblatt Tropen mit 3 Grafiken
Hinweise zu den 3 Grafiken:
  • Grafik oben: Auswertung Tabelle 10: Darstellung Temperaturverlauf 1979-2025
  • Grafik mitte: Auswertung Tabelle 10a:  Zur Feststellung des Abkühlungsprozesses nach Erwärmungsschub Hunga-Tonga, der monatliche Temperaturverlauf der Jahre 2022 - 2025. Wie man sieht, beginnt der Temperaturrückgang ab März 2024. (dem angeblich wärmsten Jahr aller Zeiten - wohl ein Irrtum nach dieser Datenlage)
  • Grafik unten Auswertung Tabelle 10b: Darstellung in stärkerer Auflösung der Temperaturverlauf 2010-2025  
 
 
4.) Auch der ehemalige NASA-Wissenschaftschef James Hansen lag mit seiner Prognose voll daneben
 
Seit Jahrzehnten wird der ehemalige NASA-Wissenschaftschef James Hansen, wie eine Klimalegende behandelt und als „Pate der globalen Erwärmung“ bezeichnet.
Seine Warnungen haben die Politik, die Schlagzeilen und die öffentliche Angst seit mehr als 30 Jahren geprägt.
 
Im Jahr 2025 stellte er eine klare, überprüfbare Behauptung auf. Hansen sagte 2025 werde die Bewährungsprobe für seine Erklärung der Wärme von 2023/24 sein.
  • Sollte er Recht haben, würden die globalen Temperaturen auch nach dem Abklingen von El Niño nahe oder über 1,5 °C bleiben. Keine Abkühlung. Keine Rückkehr zu normalen Temperaturschwankungen.
Das ist nicht geschehen. Satellitendaten der Universität von Alabama in Huntsville (siehe oben und unten für den Globus)  zeigen eine konstante Abkühlung mit Beginn 2024. Nach einem warmen Jahr 2023 bis April 2024, das durch Hunga-Tonga und El Niño bedingt war, sanken die Temperaturen – und zwar deutlich – weiter.
 
 
Hansen hatte argumentiert, dass die reduzierten Sulfataerosole durch sauberere Schiffstreibstoffe und die sehr hohe Klimasensitivität die globalen Temperaturen dauerhaft erhöht hätten.
Das System, so sagte er, habe eine Schwelle überschritten. Das stimmte nicht:
 
4.1) James Hansen und der wissenschaftliche Wettstreit um die beschleunigte Erwärmung: 2025 ist das entscheidende Jahr
https://www.climatecodered.org/2025/04/james-hansen-and-scientific-contest.html 
von David Spratt, zuerst veröffentlicht auf Pearls and Irritations  29.04.2025 
 
Die Rekorderwärmungen der Jahre 2023 (1,5 °C) und 2024 (1,6 °C) übertrafen alle Erwartungen und schockierten die Wissenschaftler. Ihre Reaktionen und die darauffolgenden Forschungen verdeutlichen, wie schnell sich die physikalische Realität verändert und neue, teils kontroverse Erkenntnisse hervorbringt. Ende 2023, als die globalen Temperaturen und die Ozeantemperaturen rasant anstiegen, kam  die deutlichste Einschätzung von Zeke Hausfather: „Erschreckend. Beunruhigend. Unfassbar. Absolut unfassbar verrückt.“
 
Diese Ansicht wurde weithin geteilt; Reaktionen wie „beispiellos“ und „beängstigend“ folgten. „Wir sind uns der bevorstehenden Entwicklungen nicht so bewusst, wie wir dachten“, sagte Sarah Perkins-Kirkpatrick von der University of New South Wales. Der Rückgang der antarktischen Meereisbedeckung war zudem deutlich stärker als in den Modellprognosen vorhergesagt, was Walt Meier vom National Snow and Ice Data Center zu dem Ausruf veranlasste : „Das übertrifft alles, was wir bisher gesehen haben, es ist fast unfassbar.“ Dasselbe galt für die Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik, die buchstäblich jenseits aller Messreihen lagen.
 
Die Rekordhitze von 2023 wurde allgemein als Folge eines im Laufe des Jahres entstandenen El Niño-Phänomens erklärt; hinzu kamen geringe Beiträge durch reduzierte Aerosole aufgrund saubererer Schiffstreibstoffe, der massive Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Haʻapai und eine erhöhte Sonnenaktivität (insgesamt <0,1 °C); sowie unbekannte Faktoren oder eine „Lücke“ von 0,2 °C. 

Im Januar 2024 stellte CarbonBrief fest : „Obwohl Forscher eine Reihe von Faktoren vorgeschlagen haben, um die außergewöhnliche Wärme von 2023 zu erklären, fehlt Wissenschaftlern immer noch eine klare Erklärung dafür, warum die globalen Temperaturen so unerwartet hoch waren… Die Forschung beginnt erst jetzt, die Ursachen der unerwartet extremen globalen Hitze, die die Welt 2023 erlebte, zu entschlüsseln.“

El Niño-Bedingungen beeinflussen die Ozean- und Atmosphärenzirkulation und führen zu einem kurzfristigen Temperaturanstieg. Unter Wissenschaftlern herrschte die allgemeine Erwartung, dass 2024 nicht so heiß werden würde wie 2023, da El Niño – wie bereits im April 2024 geschehen – nachlassen würde. Doch 2024 wurde letztendlich noch heißer, mit einer globalen Erwärmung von durchschnittlich 1,6 °C.

Einer der Wissenschaftler, der von Anfang an eine Erklärung dafür hatte, war der ehemalige NASA-Wissenschaftschef James Hansen. Im März 2024 schrieb er :
  • „Praktisch gesehen wurde die 1,5-°C-Grenze für die globale Erwärmung bereits Mitte der 2020er-Jahre erreicht.“ Obwohl viele anderer Meinung waren, änderte sich der Ton der Debatte innerhalb eines Jahres. Schlagzeilen wie „Die Erde rast bereits über die 1,5-°C-Grenze für die globale Erwärmung hinaus, zeigen zwei große Studien“ machten die Runde.
Hansens Ansichten werden mitunter als Außenseiter dargestellt, weil er sich dem Gruppenzwang widersetzt, doch seine Erfolgsbilanz ist makellos. 
  • Hansen argumentiert seit Langem, dass die Auswirkungen von Sulfataerosolen – einem Nebenprodukt der Verbrennung fossiler Brennstoffe, das sauren Regen verursacht und durch die Reduzierung der einfallenden Strahlung einen starken, aber kurzfristigen Kühleffekt hat – deutlich größer sind als allgemein angenommen. 
  • Ein höherer Strahlungsantrieb durch Aerosole bedeutet eine höhere Klimasensitivität, also ein Maß für die Temperaturreaktion der Erde auf einen Anstieg der Treibhausgase.
  • Ein höherer Strahlungsantrieb führt wiederum zu einer stärkeren zukünftigen Erwärmung als in herkömmlichen Klimamodellen.
Während die gängigen Schätzungen für die Auswirkungen von Aerosolen bei einer Abkühlung von etwa 0,5 °C liegen, gehen Hansen und seine Kollegen von über 1 °C aus.
 
Weitere Informationen zu Hansens Analyse finden sich in der 2023 veröffentlichten Studie „Global warming in the pipeline“, die laut dem ehemaligen britischen Chef-Wissenschaftler Sir David King „eine der wichtigsten Veröffentlichungen zum Stand der Klimakrise seit Jahren“ ist.
 
Hansen zufolge führten die Bemühungen, die Emissionen der Seeschifffahrt durch die Festlegung von Emissionen mit einem deutlich geringeren Schwefelgehalt zu reduzieren, dazu, dass der „Faustische Pakt“ offengelegt wurde: Mit der Verringerung des kühlenden Effekts des Sulfats – insbesondere im Nordatlantik, der weltweit verkehrsreichsten Schifffahrtsroute – wurde eine stärkere Erwärmung sichtbar.

Ende 2024 gaben Forscher bekannt   , dass der unerwartete Anstieg der Erwärmung vor allem durch eine rekordniedrige planetare Albedo (geringere Reflexion einfallender Sonnenstrahlung) erklärt werden könne. Diese sei „offensichtlich mit Veränderungen der Wolkenstruktur, insbesondere der niedrigen Wolken“, in den nördlichen mittleren Breiten und den Tropen verbunden und setze einen mehrjährigen Trend fort. Ursachen hierfür seien „interne Variabilität, reduzierte Aerosolkonzentrationen oder möglicherweise eine neu auftretende Rückkopplung niedriger Wolken“.

Aerosole erhöhen die Reflektivität, indem sie die Helligkeit und Ausdehnung niedriger Wolken verstärken. Dieser Effekt ist in relativ reiner Meeresluft, wie beispielsweise über dem Nordatlantik, stärker und nichtlinear. Dort wurden sowohl der größte Anstieg der Meeresoberflächentemperaturen als auch der größte Rückgang der Schifffahrts-Aerosole beobachtet. Laut Hansen bestätigen die neuen Erkenntnisse, dass ein wesentlicher Faktor für die beispiellose Erwärmung die Reduzierung der Sulfataerosolbelastung über den Ozeanen der Nordhalbkugel ist.

Nun entbrennt ein regelrechter Wettstreit der Analysen zwischen Hansen und seinen Kollegen einerseits und den zahlreichen Wissenschaftlern andererseits, die den Einfluss von Aerosolen auf die jüngste Erwärmung als relativ gering und die Klimasensitivität als niedriger als in Hansens Analyse eingeschätzt haben.

Wir stehen vor einer von Hansen als „Säureprobe“ bezeichneten Herausforderung für seine Interpretation, die sich durch die globale Temperatur im Jahr 2025 ergeben wird: „Anders als bei den El-Niño-Ereignissen von 1997/98 und 2015/16, denen jeweils eine globale Abkühlung von mehr als 0,3 °C bzw. 0,2 °C folgte, erwarten wir, dass die globale Temperatur im Jahr 2025 nahe oder über 1,5 °C liegen wird.“ Dies ist sowohl auf die anhaltende Reduzierung der Sulfataerosole über dem Ozean als auch auf die hohe Klimasensitivität zurückzuführen, die impliziert, dass die Erwärmung durch neu hinzugekommene Strahlungsantriebe weiterhin deutlich zunimmt.

Dies steht im Widerspruch zur konservativeren, orthodoxen Ansicht, die davon ausgeht, dass sich die Erwärmung in der gegenwärtigen Periode ohne El Niño und mit einem relativ geringen Einfluss der abnehmenden Aerosole auf 1,2 bis 1,3 °C reduzieren würde. 
  • Die bisherigen Erkenntnisse aus dem Jahr 2025 sprechen für Hansens Prognose.  Im Januar lag die Durchschnittstemperatur bei 1,75 °C, im Februar bei 1,59 °C und im März bei 1,6 °C, was einem Durchschnitt von 1,65 °C für das erste Quartal des Jahres entspricht. Obwohl El Niño im April 2024 bereits abklang, lag die Temperatur im Zeitraum von April 2024 bis März 2025 um 1,59 °C über dem vorindustriellen Niveau.

    Diese jüngste Entwicklung verdeutlicht, wie kontrovers die Debatte über die Ereignisse der Jahre 2023/24 geführt hat und wie unterschiedlich die Meinungen über die gegenwärtige und zukünftige Entwicklung sind. Angenommen, wir befinden uns aktuell bei 1,5 °C und eine Beschleunigung würde bis etwa 2040 einen Anstieg auf 2 °C bedeuten, hätte dies tiefgreifende Auswirkungen auf die Zukunft der Atlantischen Meridionalen Umwälzzirkulation (AMOC) und darauf, wie lange und mit welchen Mitteln wir auf die sich ihren Kipppunkten nähernden Elemente des Klimasystems reagieren können.

    Das Papier „Pipeline“ warnt davor , dass wir uns „in der Frühphase eines Klimanotstands befinden“ und dass die beschleunigte Erwärmung „in einem Klimasystem, das bereits weit aus dem Gleichgewicht geraten ist, gefährlich ist. Die Umkehr des Trends ist unerlässlich – wir müssen den Planeten abkühlen –, um Küstenlinien zu erhalten und die Küstenstädte der Welt zu retten“ (Hervorhebung hinzugefügt).

 
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