SV Wirtschaftsniedergang 15 - VW-Vorstand plant Kahlschlag: Bis zu 100.000 Arbeitsplätze gefährdet / Massiver Gewinneinbruch bei VW / Top 30 Medianvermögen DEU Schlusslicht
Volker Fuchs 10.7.2026
Der deutsche Abstieg geht ungebremst weiter - die Reformvorhaben der Merz-Klingbeil-Regierung zerstören weiter die Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland.
- Merz-Klingbeil-Regierung erwägt Mehrwertsteuer-Erhöhung von 19 auf 22 Prozent. Nach
all den zusätzlichen finanziellen Bürden, die wir durch Steuern,
Abgaben, Reformen, Energiekosten und Inflation zu tragen haben, will die
schwarz-rote Regierung nun auch noch die Mehrwertsteuer von 19 auf 22
Prozent erhöhen - ein Anstieg um knapp 16% . Der Grund: Für 2028 wird eine Haushaltslücke erwartet.
- Die Merz-Klinbeil-Koaltion fordert von Deutschlands Bürgern den finanziellen Aderlass, um die teure NATO- und Verschuldungspolitik zu finanzieren. Reformen
bei der Rente, Pflege, Krankenversicherung, Minijobs und in vielen
weiteren Bereichen kommt die Bürger teuer zu stehen.
Arbeitsagentur braucht Milliarden vom Bund: Berlin/Nürnberg, Juni 2026: Die Arbeitsagentur erwartet wegen der schwachen Wirtschaft und steigender Arbeitslosigkeit ein Milliardenloch. Der aktuelle Finanzbericht an den Haushaltsausschuss zeigt deshalb, wie stark die Deindustrialisierung inzwischen den Arbeitsmarkt erreicht.
- Bis 2030 könnten rund 23,4 Milliarden Euro an Liquiditätshilfen des
Bundes nötig werden. Betroffen sind Beitragszahler, Steuerzahler und
Beschäftigte in kriselnden Branchen. Besonders gefährlich ist der
Anstieg beim beitragsfinanzierten Arbeitslosengeld
- Arbeitslosengeld wird zum größten Kostenblock:Die
Einnahmen erreichten bis April 15,6 Milliarden Euro. Sie lagen damit
weitgehend im Plan. Die Ausgaben stiegen jedoch auf 19,6 Milliarden
Euro. Damit lagen sie rund 900 Millionen Euro über der Planung. Das Arbeitslosengeld verursacht den größten Sprung.
Von Januar bis April flossen dafür 10,2 Milliarden Euro. Das waren 1,5
Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum. Außerdem entspricht das
einem Plus von 17 Prozent. Die Zahl der Bezieher stieg im Zwölfmonatsdurchschnitt auf 1,029 Millionen.
- Agentur für Arbeit gibt zu - es herrscht Stillstand: Andrea
Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, spricht von
kaum sichtbaren Veränderungen. Die Zahl der Arbeitslosen bewegt sich um
die 2,9 bis 3,1 Millionen, die Quote pendelt bei etwa 6,3 bis 6,5
Prozent. Saisonbereinigt stagniert die Arbeitslosigkeit oder steigt. Verglichen mit dem Vorjahr liegt sie höher. Die Industrie leidet besonders unter der schwachen Nachfrage, während Dienstleistungen und öffentlicher Sektor nur begrenzt ausgleichen können.
- 83 Prozent der befragten Unternehmen und Arbeitgeber erwarten negative Folgen für die kommenden Jahre. Genau
in dieser Zeit will die Merz-Klingbeil-Kommission in den Arbeitsmarkt
eingreifen und beispielsweise Minijobs abschaffen und Arbeit generell
verteuern. Das ist Gift für den Arbeitsmarkt.
Deutschland sitzt außerdem in der Targetfalle mit uneinbringlichen Bundesbankforderungen in Höhe von 1.043 Mrd
TARGET-Saldo Forderungen der Bundesbank aus TARGET Stand zum 30. Juni 2026: 1.043.208.024.024,99 €
Kapitel:
1.) VW-Vorstand plant Kahlschlag: Bis zu 100.000 Arbeitsplätze bei Volkswagen gefährdet
2.) Massiver Gewinneinbruch – Volkswagen streicht in Deutschland 50.000 Stellen
3.) Top 30 Vermögen / Medianvermögen pro Erwachsenem 2025 : DEU Schlußlicht, noch hinter Griechenland
4.) Was die Targetsalden allerdings anbelangt, so lässt die ganze EU bei Deutschland anschreiben
Wolfsburg steht Ende Juni 2026 vor einem möglichen Einschnitt von historischer Größe. Der VW-Vorstand arbeitet an einem Zielbild 2030, das weltweit bis zu 100.000 Arbeitsplätze betreffen könnte.
- Auslöser sind schwache Renditen, US-Zölle, sinkende China-Erträge und der teure Umbau zur Elektromobilität. Der Aufsichtsrat soll am 9. Juli beraten, jedoch gibt es noch keinen Beschluss.
- Besonders betroffen wären die Werke Hannover, Zwickau, Emden und Audi Neckarsulm; deshalb wächst in mehreren Industrieregionen die Sorge um Jobs und Wertschöpfung.
VW-Vorstand verschärft den Sparkurs deutlich
Der mögliche Abbau geht weit über die bisherigen Pläne hinaus.
- Ende 2024 hatte Volkswagen bereits den Abbau von rund 35.000 Stellen in Deutschland bis 2030 vereinbart. Betriebsbedingte Kündigungen bleiben jedoch bis Ende 2030 ausgeschlossen.
- Konzernweit war zuletzt von etwa 50.000 weniger Stellen bis 2030 die Rede. Die neue Größenordnung würde diesen Kurs deshalb massiv verschärfen.
Für
die Beschäftigten bedeutet das nicht automatisch eine schnelle
Kündigungswelle. Volkswagen müsste vielmehr über Altersteilzeit,
Fluktuation, Abfindungen und interne Wechsel arbeiten.
- Trotzdem wäre der Einschnitt enorm, weil der Konzern weltweit mehr als 650.000 Menschen beschäftigt. Außerdem hängen viele Zulieferer direkt an den Werken. Jede Kürzung trifft deshalb nicht nur VW, sondern ganze Standortregionen.
Vier deutsche Werke geraten in den Fokus
Besonders
brisant ist die Debatte über mögliche Werksschließungen. Im Gespräch
sind die VW-Standorte Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk
Neckarsulm.
- Sollte dort nach dem Auslaufen aktueller Modelle keine Nachfolgeproduktion kommen, verlieren die Standorte ihre industrielle Perspektive. Zwickau und Emden stehen zudem für den Umbau zur Elektromobilität. Deshalb hätte eine Schließung auch politische Symbolkraft.
Die Zahlen erklären den harten Kurs. Volkswagen erzielte 2025 zwar noch einen Umsatz von 321,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis sank jedoch deutlich auf 8,9 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2026 blieb die Lage angespannt.
Der Umsatz ging auf 75,7 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis fiel außerdem um 14,3 Prozent. Der VW-Vorstand sieht deshalb offenbar keinen Spielraum mehr für kleine Korrekturen.
China, Zölle und schwache Renditen treffen Volkswagen
Volkswagen verdient nicht mehr so verlässlich wie früher.
- In China gewinnen heimische Hersteller Marktanteile, während US-Zölle die Exportrechnung belasten. In Europa bleibt die Nachfrage zugleich schwach.
- Konzernchef
Oliver Blume verwies auf „Kriege, geopolitische Spannungen,
Handelsbarrieren, verschärfte Regulatorik und einen harten Wettbewerb“.
Diese Faktoren treffen Volkswagen deshalb an mehreren Fronten zugleich.
Das
alte Modell verliert damit an Tragfähigkeit. Jahrzehntelang entwickelte
Volkswagen viele Fahrzeuge in Deutschland und exportierte sie weltweit.
- Heute reicht diese Rechnung jedoch nicht mehr für alle Marken. Chinesische Hersteller liefern günstigere Elektroautos. Außerdem zwingt die Elektromobilität den Konzern zu hohen Investitionen. Diese Kombination frisst Rendite und erhöht den Druck auf jede Fabrik.
Mitbestimmung wird zur entscheidenden Hürde
Der
VW-Vorstand kann den Umbau nicht allein durchsetzen. Im Aufsichtsrat
stellen Arbeitnehmervertreter die Hälfte der Mitglieder. Dazu kommt das
Land Niedersachsen mit 20 Prozent der Stimmrechte. Diese Struktur bremst
harte Standortentscheidungen. Deshalb wird die Sitzung am 9. Juli auch
ein Machtcheck zwischen Management, Politik und Arbeitnehmerseite.
- IG Metall und Betriebsrat lehnen die Pläne entschieden ab.
Sie warnen vor Verunsicherung in Belegschaft und Regionen. In ihrer
Stellungnahme heißt es: „Angriffe auf das VW-Gesetz, die Mitbestimmung
und unsere Standorte sind unverantwortliche Drohungen.“
- Der
Konflikt dürfte deshalb nicht bei Zahlen enden. Er entscheidet auch
darüber, ob Volkswagen seine Krise über bessere Produkte löst oder über
den Rückzug aus deutscher Fertigung.
Verfasser: Blackout News
Verwendete Quellen: Tagesschau (25.06.26) – Handelsblatt (26.06.26) – Reuters (26.06.26) – IG Metall Chemnitz (26.06.26) – Volkswagen Group (30.04.26)
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Volkswagen verschärft in Wolfsburg nach einem massiven Gewinneinbruch seinen Sparkurs und will bis 2030 in Deutschland rund 50.000 Stellen im gesamten Konzern abbauen.
- Das
teilte der Autobauer mit, nachdem bereits Ende 2024 mit den
Gewerkschaften der Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen vor allem bei der
Kernmarke vereinbart worden war.
- Anlass für den schärferen Einschnitt sind der auf 6,9 Milliarden Euro gefallene Nettogewinn, Belastungen durch US-Zölle und Probleme bei der Tochter Porsche.
Deshalb verschärft der Vorstand den Sparkurs deutlich, während für
Zehntausende Beschäftigte die Unsicherheit wächst und der Konzern weiter
mit zu niedrigen Renditen kämpft (t-online: 10.03.26).
Gewinneinbruch drückt Volkswagen auf das schwächste Niveau seit 2016
Der Nettogewinn brach im vergangenen Jahr nahezu um die Hälfte ein. Zugleich fiel Volkswagen damit auf das niedrigste Ergebnis seit der Dieselskandal-Krise im Jahr 2016 zurück. Der Gewinneinbruch markiert damit eine Zäsur, weil der Konzern trotz stabiler Erlöse deutlich weniger verdient.
Auch bereinigt um Sondereffekte bleibt die Lage angespannt. Die operative Marge lag nur bei 4,6 Prozent, während sie ohne Zollkosten 5,5 Prozent erreicht hätte. Finanzvorstand Arno Antlitz erklärte dennoch, das reiche „langfristig nicht aus“. Deshalb kündigte er an, Volkswagen werde „weiter konsequent unsere Kosten senken“.
Stabile Erlöse kaschieren die Schwäche nicht
Beim
Umsatz hielt sich der Konzern mit knapp 322 Milliarden Euro fast auf
Vorjahresniveau. Das Minus betrug nur 0,8 Prozent, jedoch verdeckt diese Zahl die eigentliche Schieflage. Hohe Erlöse nützen wenig, wenn davon am Ende deutlich weniger Gewinn übrig bleibt.
Regional
zeigt sich ein widersprüchliches Bild. In Europa stieg der Absatz um
fünf Prozent, während Südamerika ein Plus von zehn Prozent erreichte. In
Nordamerika fielen die Verkäufe dagegen um zwölf Prozent, und in China sanken sie um sechs Prozent. Deshalb setzte Volkswagen weltweit nur noch knapp neun Millionen Fahrzeuge ab.
E-Autos wachsen, der Umbau wird dennoch härter
Im
Elektrogeschäft meldet der Konzern zwar Fortschritte. Der Anteil
vollelektrischer Fahrzeuge am Auftragsbestand stieg auf 22 Prozent,
außerdem legte der Absatz von E-Autos um 55 Prozent zu. Dennoch kompensiert dieses Wachstum die Belastungen aus schwächeren Märkten, Zöllen und Porsche-Problemen bislang nicht.
Ende
2024 beschäftigte Volkswagen in Deutschland rund 293.000 Menschen,
weltweit waren es 2025 noch 662.900 Mitarbeiter. Das entsprach bereits
einem Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 erwartet
der Konzern nur eine Rendite zwischen 4,0 und 5,5 Prozent. Der erneute
Gewinneinbruch liefert dem Management deshalb die Begründung, den Umbau in Deutschland deutlich zu verschärfen.
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3.) Top 30 Vermögen / Medianvermögen pro Erwachsenem 2025 : DEU Schlußlicht, noch hinter Griechenland
Ende
2025 reichte das durchschnittliche Vermögen pro Erwachsenem (nominal)
von knapp 43.000 USD in Lateinamerika bis zu mehr als 664.000 USD in
Nordamerika.
- Bereits
im vergangenen Jahr hatten wir auf die Kluft zwischen Nordamerika und
Ozeanien – die oberhalb der Marke von einer halben Million US-Dollar
liegen – und den übrigen Weltregionen hingewiesen.
- Dieses
Gefälle besteht weiterhin, insbesondere bei Betrachtung der USA und
Australiens: Das durchschnittliche Vermögen pro Erwachsenem nähert sich
in den USA der Marke von 700.000 USD, während es in Australien die
Schwelle von 600.000 USD überschritten hat.
- Der
Wert für Westeuropa liegt bei weniger als der Hälfte des US-Niveaus,
während alle anderen Regionen deutlich unter 100.000 USD rangieren.
Das durchschnittliche Vermögen pro Erwachsenem in den USA (2025) beträgt 696.777 US-Dollar. Der
Median des Vermögens pro Erwachsenem in den USA (2025) beträgt 68.998
US-Dollar (die Hälfte hat mehr, die andere Hälfte weniger).
- In Frankreich liegen die Zahlen bei einem Durchschnitt von 341.359 und einem Median von 121.898.
- In Großbritannien liegen die Zahlen bei einem Durchschnitt von 292.808 und einem Median von 125.335.
Und in Deutschland liegen die Zahlen bei einem Durchschnitt von 346.613 und einem Median von 53.485 - noch hinter Griechenland. oder Slovenien, abgeschlagen auf Platz 30
Hier die grafische Auswertung des Medianvermögens, mit Spitzenreiter Luxemburg und Deutschland, als Schlusslicht
4.) Was die Targetsalden allerdings anbelangt, so lässt die ganze EU bei Deutschland anschreiben
Griechenland weist hier einen Negativsaldo in Höhe von -101 Milliarden auf und wird dieses Geld niemehr zurückzahlen (wollen / können).
Datenstand Juni 2026: Griechenland bei -100 Milliarden