Corona-Krise: BMI-Mitarbeiter meldete von Amts wegen intern früh berechtigte Zweifel an und wurde von Seehofer kaltgestellt / Lockdown tödlich: Seehofer stellt Corona-Kritiker kalt


Es gibt Anlass zu einer weiteren Recherche über Seehofer, der einen Oberregierungsrat kaltstellte, weil er es wagte, von Amts wegen berechtige Zweifel am BMI-Krisenmanagement anzumelden.
  • Er legte eine wissenschaftlich gestützte Analyse zu den negativen Folgen der Corona-Maßnahmen vor, die aber bei Seehofer  gar nicht gut ankam.
  • Obwohl er in seiner Antrittsrede ausdrücklich dazu eingeladen hatte, auch im Dienst die eigene Meinung zu vertreten und  ausdrücklich dazu ermuntert, im Dienst auch Mut zu zeigen und eigene Meinungen und Widersprüche zu äußern.
Wörtlich heißt es also in der Mail des kurz darauf kaltgestellten Beamten:
  • „Bei mir ist über die letzten Wochen das Bedürfnis angewachsen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, da ich mit einem ernsten Anliegen auf anderem Wege nicht weiter gekommen bin.
  • Ich hätte es verworfen, hätten Sie nicht in der gleichen Rede ausdrücklich dazu aufgerufen, Mut zu zeigen und in Aussicht gestellt, dass bei Ihnen niemand etwas zu befürchten hätte, der seine Meinung vertritt.“
 Kommentar Prof Homburg im KLA-TV-Interview dazu: "Es ist ja ein Amtsmissbrauch zum Beispiel von Seehofer. Er ist zwar dazu befugt, aber es war ja nicht gerechtfertigt. " 
 
Volker Fuchs 19.8.2026

Nachfolgend in Fortsetzung des ersten Berichtes über Seehofer:  Bundesinnenminister Seehofer warnte vor Millionen von Corona-Toten und sein Panikpapier "Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen". Er empfahl, den Deutschen Corona-Angst zu machen. 
https://www.volkerfuchsputzbrunn.de/2026-3/investigativ/08-17/ 

Nun ein weiterer Bericht über das unsägliche Corona BMI-Krisenmanagement der Merkelregierung unter Seehofer als Bundesinnenminister.

  • In dessen Abfolge die von oben gesteuerte Impfkampagne (1) pflichtgemäß von der Politik umgesetzt wurde, mit dem Ergebnis einer hohen Übersterblichkeit und einem brutalen Einbruch der Geburtenraten in Deutschland (2) / Europa und weltweit - überall wo geimpft wurde.
  • Vor allen in Deutschland , in Abfolge des Panikpapiers von Bundesinnenminister Seehofer, um die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen.  

Ein Oberregierungsrat / Diplom-Politologe, der im im Bundesinnenministerium von Horst Seehofer (CSU) arbeitete mit der Besoldungsgruppe A 14. Seit 2013 war er im Referat "B" tätig, das für den Schutz der kritischen Infrastruktur zuständig war. Dazu gehören zum Beispiel Kraftwerke, Wasserversorgung oder auch die medizinische Versorgung

  • Er stellte von Amts wegen fest, die Maßnahmen gegen das Coronavirus seien eine Belastung für die Menschen und stellte die Frage: "Sind sie überhaupt angemessen?"
  • Am 23.3.2020 nahm der Mann den Kampf gegen die Regierungsmaßnahmen auf: Zunächst versandte er an den Leiter und weitere Mitarbeiter seines Referats einen "1. Zwischenbericht zur Bewertung der Corona-Krise aus der Perspektive Grundsatzfragen des Schutzes kritischer Infrastrukturen".
  • Darin vertrat er die Auffassung, die Schutzmaßnahmen gegen Covid-Ansteckungen drohten zu einer eigenen, ernsthaften Bedrohung der kritischen Infrastrukturen zu werden.

Die zentrale Botschaft der Analyse des BMI-Mitarbeiters lautete : „Die beobachtbaren Wirkungen und Auswirkungen von COVID-19 lassen keine ausreichende Evidenz dafür erkennen, dass es sich – bezogen auf die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Gesamtgesellschaft – um mehr als um einen Fehlalarm handelt.”

  • Er war Referent im „Referat KM 4: Schutz Kritischer Infrastrukturen Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat” und hat nach vergeblichen Versuchen, mit Vorgesetzten über seine alarmierende und umfangreiche Analyse zu sprechen, diese „an den Krisenstab sowie meine fachlichen Arbeitskreise auf Bundesebene (in allen Ressorts) sowie mit den Ländern (alle Bundesländer) abgeschickt.”
  • Seine Bitte, den Alarmruf dem Minister vorzulegen, war ohne Prüfung des Inhalts abgelehnt worden. Ein Informant aus dem Kreis der Angeschriebenen hat TE die brisante Analyse zur Verfügung gestellt. (Auszug (3)

Der BMI-Referent begründet sein Vorgehen mit zwei Schlussbemerkungen: 


„Es gibt zwei bedeutende Gründe dafür, dass diese Informationen ohne vorherige Konsultation anderer zuständiger Stellen direkt versendet werden: 

1. Es ist Gefahr im Verzug! Durch vermeintliche Schutzmaßnahmen entstehen im Moment jeden Tag weitere schwere Schäden, materielle und gesundheitliche bis hin zu einer großen Zahl von vermeidbaren Todesfällen.

  • Diese Todesfälle werden durch das Agieren des Krisenmanagements ausgelöst und sind von diesem zu verantworten sobald das Wissen über die in der hiermit übermittelten Analyse behandelten Sachverhalte vorliegt – auch von dem Absender dieser Informationen, der Teil des Krisenmanagements ist.
  • Abhilfe ist nur möglich, wenn das vorhandene Wissen weitergegeben und zur Kenntnis genommen wird. Alle Möglichkeiten vorgelagerter Intervention wurden vom Absender ausgeschöpft.

2. Angesichts des sachlichen Befunds der vorliegenden Analyse und der dazu im Kontrast stehenden Entscheidungen der Politik, kann bei geschädigten Außenstehenden möglicherweise die Befürchtung aufkommen,

  • dass das bestimmende Schutzziel des nationalen Krisenmanagements nicht mehr die Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung ist, sondern die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz von Regierungsparteien und Regierungsmitgliedern.
  • Aus derartigen Wahrnehmungen, die nicht per se irrational sind, kann in einem auf Zusammenhalt angelegten Gemeinwesen eine ungünstige Dynamik erwachsen, die vor allem mit rationalen Folgeentscheidungen durch Krisenmanagement und Politik – auf der Basis vollständiger Analysen – gut begrenzt werden kann.”
Die zentrale Botschaft der Analyse lautet:
  • „Die beobachtbaren Wirkungen und Auswirkungen von COVID-19 lassen keine ausreichende Evidenz dafür erkennen, dass es sich – bezogen auf die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Gesamtgesellschaft – um mehr als um einen Fehlalarm handelt.”
Kapitelübersicht:
1.) Corona-Pandemie - BMI-Mitarbeiter entlassen, weil er recht hatte: Stellungnahme Seehofer zum brisanten „Fehlalarm-Papier" aus seinem Ministerium
2.) Corona-Krise: Ministeriums-Mitarbeiter meldete intern früh Zweifel an – und wurde von Seehofer kaltgestellt 
3.) Lockdown tödlich: Seehofer stellt Corona-Kritiker kalt
4.) Doku Faktenlage zum Sachverhalt Seehofer - 8 Berichte 
 
 
1.) Corona-Pandemie - BMI-Mitarbeiter entlassen, weil er recht hatte: Stellungnahme Seehofer zum brisanten „Fehlalarm-Papier" aus seinem Ministerium
https://www.welt.de/politik/deutschland/article207881023/Innenministerium-Corona-skeptischer-Mitarbeiter-Bin-manchmal-zu-liberal-sagt-Seehofer.html 
Veröffentlicht am 13.05.2020

Er nannte die Corona-Pandemie einen „Fehlalarm“ – daraufhin wurde ein Mitarbeiter des Bundesinnenministerium von seinen Dienstpflichten entbunden. Minister Seehofer beteuerte am Mittwoch: Am Inhalt der Analyse habe es nicht gelegen. 

Das Bundesinnenministerium (BMI) hat den Bericht eines Mitarbeiters, in dem dieser die Strategie gegen die Corona-Pandemie massiv in Zweifel zieht, als dessen „Privatmeinung“ zurückgewiesen.

Minister Horst Seehofer (CSU) hatte nach eigenen Worten keinen direkten Kontakt zu dem Mitarbeiter.

  • „Ich kenne den Mitarbeiter nicht näher“, sagte der Politiker am Mittwoch in Berlin. In seinem Ministerium „da kann jeder seine Meinung haben, auf der Grundlage unserer Verfassung“, betonte Seehofer. Es werde liberal gehandelt. „Manchmal bin ich sogar zu liberal“, fügte Seehofer lachend hinzu. 
  • Problematisch sei aber, dass in diesem Fall der Eindruck erweckt worden sei, die von dem Beamten mit anderen geteilte private Meinung stelle die Auffassung des Ministeriums dar. „Das ist sie nicht." Nun müsse der Fall untersucht werden. Dem Mitarbeiter sei empfohlen worden, sich eines Rechtsbeistandes zu bedienen.  

Das Online-Portal „Tichys Einblick“ hatte die 83-seitige Analyse veröffentlicht.

  • Darin schrieb der Mann von einem „Fehlalarm“ in der Corona-Krise".  „Durch den neuen Virus bestand vermutlich zu keinem Zeitpunkt eine über das Normalmaß hinausgehende Gefahr für die Bevölkerung“, heißt es weiter.
  • „Es sterben an Corona im Wesentlichen die Menschen, die statistisch dieses Jahr sterben, weil sie am Ende ihres Lebens angekommen sind und ihr geschwächter Körper sich beliebiger zufälliger Alltagsbelastungen nicht mehr erwehren kann (darunter der etwa 150 derzeit im Umlauf befindlichen Viren).“  

Arbeitsverbot verhängt

Zu den ergriffenen Maßnahmen schrieb der Ministeriumsmitarbeiter: „Der Kollateralschaden ist inzwischen höher als der erkennbare Nutzen.“ 

  • Darauf erwiderte am Sonntag das Innenministerium, viele Länder dieser Welt und die meisten Länder in Europa hätten ähnliche Maßnahmen ergriffen, zum Teil gingen die Einschränkungen über die hierzulande geltenden Regelungen hinaus.
  •  „Das Infektionsgeschehen in Deutschland ist im internationalen Vergleich bislang eher niedrig. Die vom BMI ergriffenen Maßnahmen wirken.“

Das Bundesinnenministerium verhängte ein Arbeitsverbot. Es gebe nun ein „Verbot zur Führung der Dienstgeschäfte“ nach dem Bundesbeamtengesetz, hieß es am Montag aus dem Ministerium. Für seine Korrespondenz in der Angelegenheit hatte der Beamte, der im Bereich Schutz Kritischer Infrastruktur arbeitet, seine dienstliche Mail-Adresse genutzt.

  • Diese „eigenständig vorgenommene Analyse“ sei außerhalb der sachlichen Zuständigkeit des Verfassers sowie der Organisationseinheit im Ministerium erfolgt, für die er tätig gewesen sei, hieß es in einer Stellungnahme vom Sonntag.
  • Als „nicht akzeptabel und mit den allgemeinen Pflichten im öffentlichen Dienst nicht vereinbar“ kritisiert das Ministerium, dass der Mann das mehrseitige Dokument unter Nutzung des Briefkopfs des Ministeriums und dienstlicher Kommunikationskanäle verbreitet habe. Er habe das Papier intern und extern an einen großen Verteiler verschickt.
 
2.) Corona-Krise: Ministeriums-Mitarbeiter meldete intern früh Zweifel an – und wurde von Seehofer kaltgestellt
https://www.nordkurier.de/politik/ministeriums-mitarbeiter-meldete-intern-fruh-zweifel-an-und-wurde-kaltgestellt-1174948 
12.05.2020
Die Maßnahmen gegen das Coronavirus sind eine Belastung für die Menschen. Sind sie angemessen?, fragte ein Mitarbeiter im Innenministerium. Er ging der Frage nach, mit Kenntnis von Kollegen. Als er seine Analyse über die Dienstadresse verschickte, wurde er kaltgestellt.
  • Ein Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums von Horst Seehofer (CSU) ist mit einem Dienstverbot belegt worden, weil er in seiner offiziellen Funktion die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung massiv kritisiert hat – auch gegenüber Beamten in den Ländern.
  • Die Affäre hat im Haus von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) reichlich Staub aufgewirbelt. Sie hat einen langen Vorlauf. Denn bereits Mitte März meldete der Oberregierungsrat erste Zweifel bei Kollegen und Vorgesetzten an und begann zu recherchieren.

Das geht aus internen Unterlagen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen:

  • Eine 93-seitige Kurzfassung sowie eine 192 Seiten umfassende Langfassung, die neben Analysen des Mitarbeiters auch Mailverkehr mit Kollegen und Vorgesetzten umfasst.
  • Zu Details dieser internen Kommunikation wollte sich das Ministerium mit Verweis auf die laufende Aufklärung nicht äußern. Der Sprecher des Ministeriums, Steve Alter, sagte am Dienstag, der Mitarbeiter habe „ohne dienstlichen Auftrag, außerhalb seiner Zuständigkeit und ohne jede Autorisierung“ gehandelt. 

Der Mitarbeiter schickte am vergangenen Freitag zunächst eine E-Mail an führende Mitarbeiter des Innenministeriums, darunter einen Staatssekretär.

  • Darin heißt es, eine interne Analyse seines Referats ergebe „gravierende Fehlleistungen des Krisenmanagements“, „Defizite im Regelungsrahmen für Pandemien“ und „Coronakrise erweist sich wohl als Fehlalarm“.
  • Das gleiche Papier hat er dann eine Stunde später offenbar an Mitarbeiter der Landesinnenministerien verschickt – er verweist nämlich auf die erste Mail: „in der Annahme Ihres Interesses gebe ich Ihnen unten stehende eMail als fachliche Information zur Kenntnis.“

Der Mitarbeiter gehört dem Referat KM4 des Innenministeriums an.

  • Das ist für den Schutz der kritischen Infrastruktur zuständig. Dazu gehören zum Beispiel Kraftwerke, Wasserversorgung oder auch die medizinische Versorgung.
  • Am 19. März schlug der Mann seinem Referatsleiter vor, Wirtschafts- und Finanzministerium nach erwarteten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Wirtschaft und Staatsfinanzen zu fragen.
  • „Zur Wahrnehmung der hiesigen Grundsatzaufgabe „Schutz Kritischer Infrastrukturen“ benötigen wir aktuelle einschlägige Informationen über zu erwartende längerfristige Auswirkungen der Corona-Pandemie“, schrieb er zur Begründung. 

Am 23. März bemängelte er dann in einem „Zwischenbericht“, den er unter anderem an Vorgesetzte schickte:

  • „Es erscheint derzeit so, als würden wir unser Gemeinwesen zerlegen, um Schlimmeres zu verhindern. Aber was kann es Schlimmeres geben, als dass unser Gemeinwesen zerlegt ist?“ Grundsatzfragen der Pandemie würden zu wenig beachtet, wichtige Daten fehlten.
  • Er warnte unter anderem vor Panik und Depressionen in der Bevölkerung sowie vor Arbeitslosigkeit und stellte die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. „Das hört sich nach einem multiplen Organversagen unserer Gesellschaft an“, schrieb der Mitarbeiter.
  • Die Schutzmaßnahmen gegen das Virus schützten nicht etwa vor Todesfällen sondern verschöben diese nur – doch wenn diese dann einträten, sei die Gesellschaft durch Schutzmaßnahmen schon geschwächt. „Der Zeitgewinn ist dann kein Vorteil sondern ein zusätzlicher Nachteil.“

Er merkte auch an: „Todesopfer sind vor allem unter Alten, Schwachen, Kranken zu befürchten, die arbeitende Bevölkerung wird voraussichtlich weniger betroffen sein.

  • Das heißt: Selbst bei hohen Zahlen von Todesopfern der Viruserkrankung werden die gesellschaftlich vitalen Bereiche unvermindert weiter arbeiten können; wir müssten nicht auf einen Zusammenbruch des Wirtschaftssystems hinwirken.
  • Um seine Thesen zu untermauern, führt der Beamte sowohl Daten staatlicher Institutionen wie des Robert Koch-Instituts an, als auch Videos von Krankenpflegern aus den USA oder Interviews mit Ärzten aus dem Ausland, die sich gegen strenge Schutzmaßnahmen aussprechen. 

Sein Referatsleiter leitete das Papier an Kollegen weiter mit der Bitte um „ggf. beratendes Feedback“. Einer von ihnen lobte den Text als „sehr gelungen und zutreffend“.

  • Dann bekam der Mitarbeiter einen Dämpfer von seinem Referatsleiter. Zwei Tage später schrieb er, dieser habe ihn gebeten, „mit diesem Anliegen unter meinem Namen und nicht im Namen von KM4 zu agieren, da er den dienstlichen Bezug nicht sieht.“
  • Das Bundesinnenministerium hat mittlerweile ein Dienstverbot gegen den Mitarbeiter verhängt. Es gebe nun ein „Verbot zur Führung der Dienstgeschäfte“ nach dem Bundesbeamtengesetz, hieß es.

Ein Sprecher des BMI erklärte:

  • „Es geht nicht darum, dass ein Mitarbeiter eine kritische Meinung äußert, sondern darum, dass er das unter dem Briefkopf des Bundesinnenministeriums tut und dadurch den Anschein erweckt, es handle sich um die Position des Hauses.“
 
3.) Lockdown tödlich: Seehofer stellt Corona-Kritiker kalt
https://www.nordkurier.de/politik/seehofer-stellt-corona-kritiker-kalt-1175004 
Veröffentlicht: 14.05.2020 • 05:56 Uhr (Aktualisiert: 06.01.2022 •
Ein Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums legt eine wissenschaftlich gestützte Analyse zu den negativen Folgen der Corona-Maßnahmen vor.
Das brisante Papier kommt in Regierungskreisen und auch bei Seehofer  gar nicht gut an. Obwohl Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in seiner Antrittsrede ausdrücklich dazu eingeladen hatte, auch im Dienst die eigene Meinung zu vertreten. 
Millionen abgesagte oder aufgeschobene Operationen, unterbrochene Therapien, unterlassene Arztbesuche:
  • Das hinterlässt Spuren. Auch in den Sterbestatistiken.(2)  Schätzungen von Experten reichen allein in diesem Bereich von 5000 bis 125 000 möglichen vorzeitigen Todesfällen.
  •  Auch im Bereich der Pflege wird der Lockdown traurige Spuren in Form von Tausenden vorzeitigen Sterbefällen (4) hinterlassen.

Weitere Dienstausübung untersagt

Diese und andere negativen Folgen der Corona-Maßnahmen hatte ein Oberregierungsrat im Innenministerium von Amts wegen aufgelistet, für seine Analyse arbeitete er mit zehn hochrangigen Medizinern und Wissenschaftlern zusammen.

  • Als er seine alarmierenden Schlussfolgerungen über diese medizinischen „Kollateralschäden" dann an die zuständigen Fachministerien der Länder verschickte, geschah etwas Überraschendes: Dem Oberregierungsrat wurde die weitere Dienstausübung untersagt (Nordkurier berichtete). 
  • Begründung: Er habe ohne Auftrag, also als Privatperson, gehandelt und dennoch für seine diversen Schreiben den Briefkopf des Innenministeriums benutzt.

Für unbequeme Wahrheit bestraft?

Nur: Der Mitarbeiter hatte sehr wohl mit Vorgesetzten darüber gesprochen, dass er Risiken und Nebenwirkungen der Corona-Einschränkungen bearbeiten würde.

  • In einer E-Mail vom 25. April erklärte er dem Ministerbüro, dass er tätig wurde, weil er in Sorge darüber sei, dass die negativen gesundheitlichen Aspekte des Lockdowns so beträchtlich seien (knapp 50 Tsd Tote im Abgleich mit Schweden, das keinen Lockdown hatte (4), dass sie die kritische Infrastruktur beeinträchtigen könnten. 

Seehofer ermunterte zur eigenen Meinung

Seehofer habe bei seiner Antrittsrede im Ministerium ausdrücklich dazu ermuntert, im Dienst auch Mut zu zeigen und eigene Meinungen und Widersprüche zu äußern.

  • Wörtlich heißt es also in der Mail des kurz darauf kaltgestellten Beamten: „Bei mir ist über die letzten Wochen das Bedürfnis angewachsen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, da ich mit einem ernsten Anliegen auf anderem Wege nicht weiter gekommen bin.
  • Ich hätte es verworfen, hätten Sie nicht in der gleichen Rede ausdrücklich dazu aufgerufen, Mut zu zeigen und in Aussicht gestellt, dass bei Ihnen niemand etwas zu befürchten hätte, der seine Meinung vertritt.“

Alarmruf wurde ignoriert

Ein zweiter Punkt, der einen in dieser Angelegenheit stutzig macht:

  • Über den Inhalt der Analyse wurde im Innenministerium kein weiteres Wort verloren, obwohl die alarmierenden Einschätzungen zu den negativen Folgen der Corona-Maßnahmen schon seit Tagen in verschiedenen Medien und auf zahlreichen Internetplattformen zirkulieren.
  • Und obwohl sich die zehn Mediziner, die den Oberregierungsrat beraten hatten, öffentlich hinter den Beamten stellten und das Ministerium aufforderten, in einen Sachdialog einzutreten.

Leopoldina-Professor unterstützt Analyse

Zum Kreis der zehn Experten gehört Prof. Dr. Peter Schirmacher, Professor der Pathologie an der Uni Heidelberg, er ist auch Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die die Bundesregierung auch in Corona-Fragen berät.

  • Er ist ebenfalls der Meinung, dass die rigiden Maßnahmen mehr Schaden als Nutzen gebracht haben. Und genau so wenig wie seine Kollegen versteht er, warum ein Beamter, der „auf dem Boden umfassender fachlicher Expertise“ gearbeitet habe, ignoriert und sein Papier vernichtet werden soll. 
  • Ausdrücklich wenden sich übrigens alle zehn Experten gegen eine Verharmlosung von Corona. Natürlich müsse man Risikogruppen schützen und Infektionen unterbinden, Erkrankte bestmöglich behandeln.
  • Die staatlichen Maßnahmen zur Prävention dürften aber niemals schädlicher als die Erkrankung selbst sein. Und genau darüber, so die beteiligten Wissenschaftler und Ärzte, müsse diskutiert werden. 

Das aber könnte schwierig werden, denn womöglich gibt es im Innenministerium keine eigenen Analysen über die möglichen negativen Folgen der Corona-Maßnahmen. Und wer keine eigenen Daten hat, kann sie in einer Diskussion nur schwer ins Feld führen.

Kaltgestellter Beamter bekommt Rückenwind

Eine entsprechende Nachfrage des Nordkurier beim Innenministerium, ob eine solche Gefährdungsbeurteilung vorliege und welche wesentlichen Daten sie enthalte, blieb auf jeden Fall bislang unbeantwortet. Und auch sonst hatte sich das Ministerium inhaltlich an keiner Stelle zu dem Vorgang geäußert.

  • Rückenwind bekommt der kaltgestellte Beamte übrigens nicht nur durch die zehn Wissenschaftler, sondern auch durch eine aktuelle Umfrage, die Professor Michael Schindler (Virologe an der Uni Tübingen) unter 178 Berufskollegen durchführte.
  • Kitas- und Schulschließungen sahen dabei nur weniger als fünf Prozent der Experten als eine wichtige Maßnahme im Kampf gegen Corona an.
  • 62 Prozent sprachen sich dafür aus, das öffentliche und wirtschaftliche Leben wieder umfassend herzustellen, genau so viele kritisierten, dass es zu wenig Fachdiskussion mit unterschiedlichen Positionen gebe.
 
4.) Doku Faktenlage zum Sachverhalt Seehofer - 8 Berichte 
 172  Coronakritik Seehofer entlässt Mitarbeiter                            
(1) Das sagt Seehofer zum brisanten „Fehlalarm“-Papier aus seinem Ministerium 13.5.2020              
  https://www.welt.de/politik/deutschland/article207881023/Innenministerium-Corona-skeptischer-Mitarbeiter-Bin-manchmal-zu-liberal-sagt-Seehofer.html  
(2) Seehofer-Mitarbeiter nennt Virus „globalen Fehlalarm“ - jetzt sind weitreichende Konsequenzen durchgesickert 18.5.2020  
  https://www.merkur.de/politik/coronavirus-seehofer-innenministerium-stephan-kohn-deutschland-fehlalarm-mitarbeiter-berlin-schreiben-folgen-zr-13757556.html
(3) Corona ein „Fehlalarm“? Wirbel um Seehofer-Mitarbeiter 14.5.2020                    
  https://www.waz.de/politik/article229115342/Corona-ein-Fehlalarm-Wirbel-um-Seehofer-Mitarbeiter.html              
(4) Coronakrise: Ministeriums-Mitarbeiter meldete intern früh Zweifel an – und wurde kaltgestellt 12.5.2020        
  https://www.nordkurier.de/politik/ministeriums-mitarbeiter-meldete-intern-fruh-zweifel-an-und-wurde-kaltgestellt-1174948          
(5) Corona-«Fehlalarm»: Eine ungefragt erstellte Analyse befeuert die Debatte über das deutsche Krisenmanagement 15.4.2020  
  https://www.nzz.ch/international/corona-fehlalarm-seehofer-suspendiert-beamten-wegen-analyse-ld.1556583            
(6) Mitarbeiter Seehofers bezeichnet Corona-Pandemie als „Fehlalarm“  10.5.2020                
  https://www.berliner-zeitung.de/article/ministeriumsmitarbeiter-bezeichnet-corona-pandemie-als-fehlalarm-83224            
(7) Warum Seehofer jetzt auf Konfrontationskurs geht 24.3.2021                      
  https://www.welt.de/politik/deutschland/article229033535/Corona-Warum-Seehofer-sein-Schweigen-bricht.html            
(8) Lockdown tödlich Seehofer stellt Corona-Kritiker kalt 14.5.2020                    
  https://www.nordkurier.de/politik/seehofer-stellt-corona-kritiker-kalt-1175004                      
 
Nachweise / Quellen:
(1) 3 Artikel über die Hintergründe der Coronaimpfung, die von der Politik pflichtgemäß - auf Befehl von oben - umgesetzt wurde 
(2) FuVo-Covid-Report 6 T2: Deutschland hat 2025, als Impffolge - Schockzahlen einer demografischen Katastrophe - Geburtenrückgang bei 371 Tsd und Übersterblichkeit bei 366 Tsd 
 
(3) Auszug Bericht Tichy „Ein Vorwurf könnte lauten: Der Staat hat sich in der Coronakrise als einer der größten fake-news-Produzenten erwiesen.” 9.5.2020            
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/exklusiv-auf-te-ein-vorwurf-koennte-lauten-der-staat-hat-sich-in-der-coronakrise-als-einer-der-groessten-fake-news-produzenten-erwiesen/ 
 
(4) Mehrtote / Übersterblichkeit infolge Lockdowns+Maskenzwang 2021 im Abgleich mit Schweden
 
4.4.1 Mehrtote / Übersterblichkeit infolge Lockdowns+Maskenzwang 2021 im Abgleich mit Schweden
Es ist bekannt, dass Schweden, im Gegensatz zu Deutschland, keine Lockdowns und auch keinen Maskenzwang hatte. Es liegen Untersuchungen vor (z.B. Fögenstudie Maskenzwang), dass diese Zwangsmaßnahmen des Staates
die Mortalitäts- / Übersterblichkeitsrate der Bevölkerung erhöht haben.
Dies drückt sich auch hier aus in der stark unterschiedlichen Übersterblichkeitsrate von Deutschland und Schweden. In Kapitel C / Seite 8c wurde anhand der Owidat-Übersterblichkeit eine Untersuchung durchgeführt.
Mit Berücksichtigung des ONS-URF 1.791x ergaben sich rd. 69 Tsd Lockdown- / Maskentote. Der Abgleich mit Schweden ist an Tabelle 12 angehängt 47.685 Mehrtote Lockdowns + Maskenzwang Größenordnung Tote infolge - Maskenzwang 10.428 Maskentote/ Fögenstudie siehe unten
https://corona-blog.net/2022/03/09/eine-neue-studie-belegt-dass-die-maskenpflicht-zur-covid-19-fallsterblichkeit-beitragen-kann/ 
Maßgeblich für die Ermittlung der Todesopfer in einer Bevölkerung sind die Tabellen 4 und 5, da beide bei den Infektionen, als auch den Totenanteilen dieser Infektionen, Unterschiede vorhanden sind in den beiden Gruppen mit und ohne Maske - MMC / noMMC

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