Expertenrat zerlegt Klimapolitik: Milliarden verpuffen, Wirtschaft leidet, Klimaziele scheitern / Irrweg Klimapolitik – CO2-Kosten zerstören Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit


Volker Fuchs 19.9.2026

Auch Tony Blair warnte die Regierungen davor ihre jetzige Klimapolitik weiterzuverfolgen. 
  • Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair kritisiert die gegenwärtige Klimapolitik als ineffektiv und realitätsfern. 
  • Blair stellt fest, dass in Industriestaaten der Eindruck herrscht, persönliche Opfer würden verlangt, obwohl deren Einfluss auf die künftigen globalen Emissionen gering ist.
  • Gleichzeitig wendet sich die Entwicklungsländer gegen Einschränkungen, die ihnen den Zugang zu günstiger Energie verwehren – obwohl westliche Länder ihren Wohlstand mit fossilen Brennstoffen aufgebaut haben (instiute.global: 29.4.25). 
Doch Deutschland - weltweiter Klimavorreiter = vom Pferd (auf den Kopf) gefallen und hat deshalb  die Warnung nicht verstanden und die Wettbewerbsfähigkeit steht nun unter massivem Druck. 
  • Die Klimapolitik treibt die Energiepreise auf Rekordniveau, die CO2-Bepreisung eskaliert, und die Industrie verliert Vertrauen in den Standort.
  • Politische Entscheidungen haben ein System geschaffen, das der Wirtschaft mehr schadet als nützt. Hohe Stromkosten und der Ausstieg aus der Kernkraft schwächen die Produktion. Die Konkurrenzfähigkeit deutscher Unternehmen bricht ein – mit Folgen für Wohlstand und Arbeitsplätze
 
1.) Expertenrat zerlegt Klimapolitik: Milliarden verpuffen, Wirtschaft leidet, Klimaziele scheitern
https://blackout-news.de/aktuelles/expertenrat-zerlegt-klimapolitik-milliarden-verpuffen-wirtschaft-leidet-klimaziele-scheitern/ 
Mai 23, 2026
Der Expertenrat für Klimafragen stellt der deutschen Klimapolitik ein vernichtendes Zeugnis aus.
  • Das Kontrollgremium kassiert die optimistischen Annahmen des Umweltbundesamtes und der Bundesregierung. Auslöser ist die Einschätzung, dass das UBA die Emissionsmengen bis 2030 zu niedrig angesetzt hat. Statt eines Puffers von 4,5 Millionen Tonnen CO₂ droht eine Überschreitung um 60 bis 100 Millionen Tonnen.
  • Damit verfehlt Deutschland zentrale Klimaziele trotz gewaltiger Subventionen, hoher Strompreise und massiver Eingriffe in Energie, Verkehr und Gebäude.  Besonders riskant ist, dass die Kosten steigen und die Wirtschaft in eine Krise stürzt, während messbaren Erfolge ausbleiben (welt: 18.05.26).

Expertenrat stellt Klimaplan infrage

Das Umweltbundesamt hatte der Bundesregierung zunächst Entlastung geliefert. UBA-Präsident Dirk Messner erklärte damals: „Die Projektionsdaten zeigen, dass das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis zum Ende des Jahrzehnts um 65 Prozent zu mindern, weiter erreichbar bleibt“. Diese Aussage wirkt nach der Bewertung des Expertenrats jedoch wie Zweckoptimismus. 

Die Gutachter kommen zu einem deutlich härteren Befund. Sie sehen nicht nur kleine Abweichungen, sondern eine strukturelle Zielverfehlung. Außerdem halten sie die Minderungswirkung des Klimaschutzprogramms für überschätzt. Damit bricht die politische Erzählung weg, Deutschland müsse nur noch mehr Geld in dieselbe Richtung lenken.

67 Maßnahmen, acht Milliarden Euro und trotzdem zu wenig Wirkung

Bundesumweltminister Carsten Schneider legte mit dem Klimaschutzplan 2026 insgesamt 67 Maßnahmen vor. Dazu zählt der Bau von 2000 zusätzlichen Windkraftanlagen bis 2030. Außerdem kündigte er weitere acht Milliarden Euro an.

Doch genau dieses Programm überzeugt den Expertenrat nicht. Das ist der Kern des Problems.

  • Deutschland pumpt immer neue Milliarden in die Energiewende, doch die Klimaziele rücken nicht näher. Während Verbraucher und Unternehmen hohe Kosten tragen, bleibt der Fortschritt in wichtigen Sektoren zu langsam. Damit entsteht der Eindruck einer Politik, die teuer ist, aber ihr zentrales Versprechen nicht einlöst.

Verkehr und Gebäude bleiben trotz Subventionen zurück

Besonders deutlich zeigt sich das Scheitern im Verkehr und bei Gebäuden.

  • Hohe Förderungen für Elektroautos und Heizungen bringen dort nicht den notwendigen Rückgang der Emissionen. Außerdem reichen die bisherigen Maßnahmen nicht aus, um die europäischen Vorgaben sicher einzuhalten.
  • Nach der Lastenteilungsverordnung muss Deutschland die Emissionen in mehreren Bereichen bis 2030 gegenüber 2005 halbieren. Dazu zählen Inlandsverkehr, Gebäude, Landwirtschaft, Kleinindustrie und Abfall. 
  • Auch bei Land- und Forstwirtschaft droht Deutschland seine Verpflichtungen zu brechen. Zudem bleibt offen, wie bereits ausgestoßenes CO₂ technisch oder biologisch wieder aus der Atmosphäre geholt werden soll. Damit scheitert nicht nur ein Einzelziel, sondern ein ganzes Klimakonzept. 

Strompreise belasten Industrie und Verbraucher

Die wirtschaftlichen Folgen wiegen schwer. Der Bund stützt den Energiesektor laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft mit knapp 30 Milliarden Euro pro Jahr, um Strompreise zu dämpfen.

  • Dennoch zählt Deutschland zu den teuersten Stromstandorten Europas. Deshalb nennen Industriebetriebe Energiepreise immer häufiger als Grund für Verlagerungen oder Schließungen.
  • Gleichzeitig bleibt der fossile Anteil am Energieverbrauch hoch. Gas, Öl und Kohle decken nach 26 Jahren Energiewende noch immer rund 78 Prozent des deutschen Energiebedarfs. Diese Zahl zeigt die Schieflage besonders klar. Trotz gigantischer Ausgaben hat Deutschland weder günstige Energie gesichert noch seine Klimaziele erreicht.

Vorbildrolle wird zum Risiko für Glaubwürdigkeit

Deutschland präsentierte die Energiewende jahrelang als Blaupause für andere Länder. Außerdem gehörte die Bundesrepublik mit Klimahilfen von zuletzt rund zehn Milliarden Euro jährlich zu den größten Geldgebern internationaler Klimaprojekte.

  • Doch eine Blaupause verliert ihren Wert, wenn sie im eigenen Land nicht funktioniert. Genau diesen Punkt legt die neue Bewertung nun offen.
  • Die deutsche Klimapolitik wollte beweisen, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke zusammenpassen. Stattdessen steigen Kosten, während Industrie und Bürger Einschränkungen spüren.
  • Der eigene Anteil Deutschlands an den weltweiten CO₂-Emissionen liegt zudem bei rund 1,6 Prozent (1) . Deshalb fällt die Bilanz besonders hart aus: hoher Aufwand, geringe globale Wirkung und verfehlte nationale Ziele.

Neue Pflichten drohen vor der nächsten Bundestagswahl

Umweltverbände fordern dennoch mehr Tempo. Die Klima-Allianz Deutschland setzt auf mehr erneuerbare Energien, klimafreundliche Heizungen und besseren Nahverkehr.

  • Der WWF kritisiert außerdem, dass die abgeschwächte Novelle des Heizungsgesetzes nicht in die Berechnungen eingeflossen sei. Deshalb sieht der Verband sogar noch größere Lücken. Politisch wird die Lage jedoch heikel. 
  • Steigende Preise für fossile Energieträger könnten Investitionen in erneuerbare Energien zwar begünstigen. Gleichzeitig bremsen Konjunktursorgen und Angst um Arbeitsplätze die Bereitschaft vieler Verbraucher.
  • Wenn erneut Zielverfehlungen festgestellt werden, muss die Bundesregierung zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Dann drohen neue Belastungen für Bürger und Wirtschaft, obwohl schon die bisherigen Milliarden ihr Ziel verfehlt haben.

(1) Der weltweite CO2-Anteil Deutschlands hat 8 Stellen nach dem Komma = 0,00000034
https://www.volkerfuchsputzbrunn.de/2026-3/klima/08-26/  

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2.) Der Irrweg der Klimapolitik – wie die CO2-Kosten Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit zerstören
https://blackout-news.de/aktuelles/der-irrweg-der-klimapolitik-wie-die-co2-kosten-deutschlands-wettbewerbsfaehigkeit-zerstoeren/   November 4, 2025
Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit steht unter massivem Druck.
  • Die Klimapolitik treibt die Energiepreise auf Rekordniveau, die CO2-Bepreisung eskaliert, und die Industrie verliert Vertrauen in den Standort.
  • Politische Entscheidungen haben ein System geschaffen, das der Wirtschaft mehr schadet als nützt. Hohe Stromkosten und der Ausstieg aus der Kernkraft schwächen die Produktion. Die Konkurrenzfähigkeit deutscher Unternehmen bricht ein – mit Folgen für Wohlstand und Arbeitsplätze (nius: 27.10.25). 

Industrie unter Druck: Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr

Der europäische Chemieverband CEFIC warnt vor einer Abwanderung energieintensiver Betriebe. Immer mehr Firmen zieht es in Länder mit niedrigeren Energiepreisen – etwa in die USA oder nach Asien. Evonik-Chef Christian Kullmann bezeichnet die CO2-Bepreisung als „existenzbedrohend“. Bis zu 200.000 Arbeitsplätze könnten verloren gehen, falls die Klimapolitik unverändert bleibt. 

Hohe Emissionskosten verschärfen die Lage zusätzlich. Dadurch sinkt die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Branchen. Ab 2026 entfällt die Gratiszuteilung von CO2-Zertifikaten. Unternehmen müssen ihre Emissionen vollständig am Markt begleichen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Zertifikate doppelt so schnell wie bisher – ein Preistreiber mit gravierenden Folgen.

Dauerhafte Preisexplosion und ihre Folgen

Diese Entwicklung treibt die Energiepreise dauerhaft nach oben. Da Deutschland weiterhin auf fossile Energie angewiesen bleibt, verteuern sich auch alle Nebenkosten. Die CO2-Bepreisung verstärkt diesen Effekt und trifft die Industrie besonders hart. Statt Innovation zu fördern, zerstört sie Investitionsbereitschaft und Standortvertrauen.

Besonders betroffen sind Kohle- und Gaskraftwerke. Bei einem CO2-Preis von 90 Euro pro Tonne liegen ihre Erzeugungskosten über 10 Cent pro Kilowattstunde. Ohne diese Emissionskosten wäre die Stromproduktion deutlich günstiger. Nur die Kernkraft hätte stabile Preise ermöglicht – doch auf Atomenergie wurde politisch verzichtet.

Fehlende Grundlast, steigende Energiepreise

Ohne Kernkraft fehlt eine verlässliche CO2-freie Grundlast. In windstillen Nächten oder bei Dunkelflauten müssen teure fossile Kraftwerke einspringen. Der Börsenstrompreis stieg 2025 bereits auf 8,8 Cent pro Kilowattstunde. Die CO2-Bepreisung verliert dadurch ihre Steuerungswirkung. Sie sorgt nicht mehr für Klimaschutz, sondern lediglich für steigende Stromkosten.

Die Einnahmen aus dem Emissionshandel fließen in den Klima- und Transformationsfonds. 2024 brachte das System 5,5 Milliarden Euro ein, während über 18 Milliarden Euro an Subventionen ausgeschüttet wurden. So untergräbt die Klimapolitik die eigene Wettbewerbsfähigkeit – sie verteuert Energie und kaschiert die Folgen mit Steuergeld.

Subventionen ohne Wirkung

Anstatt Ursachen zu beseitigen, verteilt die Regierung neue Zuschüsse. Eine geplante Strompreisdeckelung scheiterte, stattdessen gibt es Steuererleichterungen und geringere Netzentgelte. Diese Maßnahmen lindern Symptome, lösen aber kein einziges Strukturproblem. Marktmechanismen verschwimmen, und die Industrie verliert Planungssicherheit.

Auch die Gaskraftwerksstrategie stagniert. Politische Blockaden bremsen Investoren, neue Anlagen bleiben Mangelware. Unternehmen verschieben Projekte oder verlagern sie ins Ausland. Die Wirtschaft leidet, die Konkurrenzfähigkeit sinkt weiter, und die Energiepreise steigen. 

Kurskorrektur für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Eine Umkehr ist möglich, aber sie verlangt politische Einsicht. Eine temporäre Senkung der CO2-Bepreisung könnte Entlastung bringen. Ebenso wichtig ist eine ehrliche Neubewertung der Kernkraft. Ohne stabile Atomenergie verliert die Energiewende ihre wirtschaftliche Basis. Nur marktwirtschaftliche Reformen sichern langfristig die Wettbewerbsfähigkeit.

Deutschland steht am Scheideweg. Ohne Kurskorrektur rutscht das Land in eine klimapolitische Abwärtsspirale. Steigende Energiepreise schwächen die Industrie, gefährden Arbeitsplätze und zerstören Vertrauen. Wer die Zukunft des Standorts sichern will, braucht keine neuen Subventionen, sondern eine realistische Klimapolitik mit wirtschaftlichem Sachverstand.

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