Laut Patrik-Ludwig Hantzsch von Creditreform ist auch für 2026 kein Rückgang der Pleitezahlen zu erwarten.
- Betriebe leiden unter hohen Energiepreisen, Bürokratie und erschwerter Kreditaufnahme
- Besonders
belastet sind hoch verschuldete Betriebe, die unter hohen
Energiepreisen, strenger Regulierung und erschwerter Kreditaufnahme
leiden; vor allem der Mittelstand steht unter Druck.
- Vier
von fünf insolventen Unternehmen haben höchstens zehn Mitarbeiter, doch
auch rund 140 größere Firmen – darunter mehrere Klinikbetreiber – sind
2025 pleitegegangen.
- Insgesamt entsteht ein Schaden von etwa 57 Milliarden Euro, und rund 285.000 Arbeitsplätze sind bedroht oder bereits verloren.
Auch mehr Verbraucherinsolvenzen
- Die
steigende Arbeitslosigkeit und finanzielle Belastungen der Haushalte
führen zudem zu einem Anstieg der Verbraucherinsolvenzen auf geschätzt
76.300 Fälle (+6,5 Prozent).
- Besonders
stark betroffen von Firmenpleiten sind das verarbeitende Gewerbe und
der Handel, während das Dienstleistungsgewerbe (inklusive Gastronomie)
mit über 14.000 Fällen die meisten Insolvenzen verzeichnet.
Vom Autozulieferer bis zum Schuhhändler: Immer mehr Unternehmen geben auf. Auch staatliche Milliardeninvestitionen dürften einen weiteren Anstieg der Pleitezahlen nicht verhindern.
Frankfurt am Main. Deutschland zählt so viele Firmenpleiten wie seit 2014 nicht – und trotz Konjunkturhoffnungen gibt es keine Entwarnung für das kommende Jahr.
- „Unter
dem Strich gehen wir nach derzeitiger Prognose nicht davon aus, dass
die Insolvenzzahlen 2026 stagnieren oder gar zurückgehen werden“, sagt
der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig
Hantzsch.
- Bis zum Ende des laufenden Jahres werden nach Hochrechnungen der Wirtschaftsauskunftei 23.900 Unternehmen Insolvenz angemeldet haben.
- Das
wären über acht Prozent mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2014 hatten nach
amtlichen Angaben fast 24.100 Unternehmen hierzulande aufgegeben.
- Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2025 gibt es im kommenden März.
„Viele
Betriebe sind hoch verschuldet, kommen schwer an neue Kredite und
kämpfen mit strukturellen Belastungen wie Energiepreisen oder
Regulierung“, sagt Hantzsch. Das setze vor allem Mittelständler unter
Druck.
- Zumeist trifft es Firmen mit höchstens zehn Beschäftigten, die vier von fünf Insolvenzen ausmachen.
- Aber auch 140 größere Unternehmen rutschten 2025 in die Pleite – zum Beispiel mehrere Klinikbetreiber.
- Über alle Insolvenzen hinweg summiert sich der Schaden auf rund 57 Milliarden Euro und liegt damit nur knapp unter dem hohen Vorjahreswert (59,1 Milliarden Euro).
- Geschätzt 285.000 Arbeitsplätze sind durch Insolvenzen in diesem Jahr bedroht oder weggefallen.
November 19, 2025
Die
deutschen Unternehmenspleiten erreichen einen neuen Höchststand.
Inmitten der wirtschaftlichen Flaute geraten vor allem Mittelständler
unter Druck.
- Im
Oktober stieg die Zahl der Insolvenzen deutlich, besonders betroffen
sind das Baugewerbe, Gastronomiebetriebe und der Logistiksektor.
- Neben diesem neuen Rekordwert treiben hohe Energiekosten, Konsumzurückhaltung, eine überbordende Bürokratie und politische Unsicherheiten die wirtschaftliche Krise weiter an.
- Branchenexperten sehen erst in zwei Jahren Chancen auf eine Wende - aber diese Experten haben Null Ahnung über geopolitische Hintergründe der Deindustrialisierung Deutschlands - Siehe hierzu die Analyse von Ryan Perkins / Betreiber des China Economic Indikators, über die Hintergründe der Deindustrialisierung Deutschlands, als Bestandteil des amerikanischen Plans für Europa. https://www.volkerfuchsputzbrunn.de/geooekonomie/deindustrialisierung-der-brd
Neuer Höchststand bringt gesamte Branchen ins Wanken
Im August verzeichneten die Amtsgerichte 1.979 beantragte Firmeninsolvenzen.
- Das entspricht einem Anstieg von gut zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
- Auch
die Summe der Gläubigerforderungen schoss auf 5,4 Milliarden Euro nach
oben – mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Auf 10.000
Unternehmen kamen im Schnitt 5,7 Insolvenzen.
- Besonders stark betroffen zeigten sich Logistikunternehmen, gefolgt von Baufirmen und Restaurants.
Immer
mehr Betriebe gehen in die Insolvenz. Die Zahl der Firmenpleiten in
Deutschland erreicht im Oktober 2025 einen neuen Höchststand
- Hinzu kommen 6.132 Verbraucherinsolvenzen – ein Plus von über acht Prozent.
- Das unterstreicht die tiefgreifende Belastung der gesamten Gesellschaft durch die andauernde Krise.
- Belastet durch steigende Rohstoffpreise, Finanzierungshürden und konjunkturelle Unsicherheit, sowie hohen Energiekosten, geraten viele Betriebe zunehmend ins Straucheln.
- Die Rücklagen schwinden, während neue Aufträge ausbleiben.
Firmenpleiten erreichen wirtschaftlichen Rekordwert
Die Zahl der Firmenpleiten dürfte 2025 auf 24.000 steigen. Das entspräche einem neuen Höchststand seit 2014 und verdeutlicht den Ernst der Lage.
- Zum Vergleich: 2024 lag der Wert noch bei 21.812 Fällen.
- Analysten rechnen angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen mit einem weiteren Anstieg, zumal die wirtschaftlichen Schutzmechanismen aus der Pandemiezeit vollständig ausgelaufen sind.
- Hinzu kommt die Belastung durch internationale Handelskonflikte. Diese gefährden Lieferketten und stellen besonders exportorientierte Unternehmen vor neue Herausforderungen.
- Auch kleinere Betriebe in der Gastronomie oder im Bau verlieren zunehmend an Widerstandskraft.
- Ein weiterer Schub an Firmeninsolvenzen erscheint unausweichlich.
Strukturprobleme verschärfen die Lage
Zu den Hauptursachen zählen nicht nur hohe Energiekosten, sondern auch eine immer mehr lähmende Bürokratie.
- Vielerorts verhindern langsame Genehmigungsverfahren Investitionen, die dringend nötig wären.
- Gleichzeitig
bleiben Konsumenten zurückhaltend. Die schwache Binnennachfrage trifft
vor allem Einzelhandel, Handwerk und Dienstleister.
- Einige Branchen kämpfen zudem mit massivem Fachkräftemangel, was ihre Wettbewerbsfähigkeit schwächt.
- Selbst
gut aufgestellte Mittelständler verlieren durch diese Kombination aus
internen Engpässen und externem Druck an Stabilität.
- Viele Führungskräfte ziehen sich zurück oder suchen nach Auswegen im Ausland.
Hoffnung frühestens 2027
Laut Allianz Trade lässt sich erst 2027 eine Verbesserung erhoffen.
- Der
Versicherer prognostiziert einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen
auf rund 23.500 Fälle – ein Minus von vier Prozent. Grundlage dafür
bilden wirtschaftliche Impulse durch staatliche Konjunkturmaßnahmen und eine erhoffte Stabilisierung der geopolitischen Lage.
- Doch diese Annahme bleibt fragil. Viele Betriebe sehen sich mit anhaltender Planungsunsicherheit konfrontiert.
- Solange sich an den Rahmenbedingungen nichts grundlegend ändert, bleibt das Risiko weiterer Firmenpleiten hoch.
- Ohne Investitionen in Standortattraktivität, Energieversorgung und Steuervereinfachung droht ein dauerhafter wirtschaftlicher Substanzverlust.
Siehe unten noch weitere Berichte zur Insolvenzwelle in Deutschland - Aufruf per Mausklick