Thomas Kolbe: Veronika Grimm warnt vor Schuldenkrise / Abschätzung Staatsverschuldung Deutschlands - 2030 bei 3.785 Mrd. und 2040 bei 5.997 Mrd.
Volker Fuchs 21.9.2026
Nachfolgend in Ergänzung der beiden Artikel auf meiner Webseite:
Unter Kapitel 2 ein weiterer Artikel von Thomas Kolbe, einem studierten Volkswirt. Seit über 25 Jahren arbeitet er als freiberuflicher Autor, sowie als Medienmacher für Kunden aus verschiedenen Branchen und Wirtschaftsverbänden. Er veröffentlich seine Analysen u.a. auf Tichy und Apollo News.
1.) Abschätzung Staatsverschuldung Deutschlands: Bis 2040 bei 5.997 Mrd €, wenn die Zunahme so bleibt
https://schuldenuhr-deutschland.com/
Quellen: Destatis · Eurostat · Bundesbank · BdSt e.V.
| Auswertung: Schuldenuhr Deutschland: Aktuelle Staatsverschuldung am 17. Sep 2026 12:00 Uhr |
| https://schuldenuhr-deutschland.com/ |
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| Staatsverschuldung Ende 2025 - 15.Aug 2026 |
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Ende 2025 |
2.694,3 Mrd € |
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| Nr |
Datum |
Staatsverschuldung |
Tage |
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17.09.2026 |
2.849,7 Mrd € |
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Euro |
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Anstieg |
155,4 Mrd € |
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| 1 |
Ende 2025 |
2.694.259.100.000 |
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Pro Jahr |
218,2 Mrd € |
218.152,8 Mio € |
| 2 |
15.08.2026 |
2.849.655.629.669 |
260 |
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Pro Tag |
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0,598 Mrd € |
597,7 Mio € |
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Anstieg |
155.396.529.669 |
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Pro Stunde |
0,025 Mrd € |
24,9 Mio € |
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597.678.960 |
€/Tag |
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Pro Minute |
0,0004 Mrd € |
415,1 Mio € |
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24.903.290 |
€/h |
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Pro Sekunde |
0,0000069 Mrd € |
6.918 € |
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415.055 |
€/min |
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6.918 |
€/sec |
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218.152.820.497 |
€/Jahr |
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Die Staatsverschuldung Deutschlands beträgt Ende 2025 rund 2,694 Billionen Euro. Seit Januar 2026 steigt sie mit einer Neuverschuldung von € 6.918 pro Sekunde, das entspricht 597,7 Mio € pro Tag, oder 218,2 Milliarden Euro pro Jahr.
Unten eine Grafik mit dem Verlauf der Staatsverschuldung von 1950 - 2040, mit Hochrechnung anhand der aktuellen Staatsverschuldung von 597,7 Mio € pro Tag. Im Jahr 2030 beträgt die Staatsverschuldung 3.785 Mrd € und 2040 sind es 5.997 Mrd € - alles Folgen der abgeschafften Schuldenbremse der Merz-Regierung, wo auch das Verfassungsgericht mitgemacht hat

Ab 2015 Migrationskrise: Islamisierung, Asylmissbrauch, offene Grenzen: Die dritte Amtszeit Merkels als Bundeskanzlerin hatte als Schwerpunkt die überfallartige, ausgeuferte und brutale Überfremdung der BRD. Merkel tat alles um den Volkstod so massiv zu beschleunigen, wie sie nur konnte (→ Asylantenflut in Europa 2015). Siehe Weltnetzenzyklopädie Metapedia https://de.metapedia.org/wiki/Merkel,_Angela#Islamisierung.2C_Asylmissbrauch.2C_offene_Grenzen
Noch nie hat sich die Bundesrepublik Deutschland so schnell verschuldet wie jetzt. Pro Kopf liegt die rechnerische Verschuldung bei über € 32.000 — mehr als 70 Prozent eines durchschnittlichen Bruttojahresgehalts.
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm warnt erneut vor den Gefahren einer drastisch zugespitzten Staatsschuldenkrise. Die einsame Ruferin in der fiskalischen Sahelzone der Bundesrepublik trifft auf taube Ohren: Das Schuldenkartell von Berlin hat sein Werk gerade erst begonnen.
- Der gegenwärtige Stand der Staatsschulden von etwa 65 Prozent, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, würde unter Berücksichtigung diverser Sondervermögen bereits einen Zwischenstand von etwa 80 Prozent ergeben.
- Hinzu kommen ungedeckte Zahlungsverpflichtungen aus der Sozialversicherung, vor allen Dingen aus der Rentenkasse.
Man muss konstatieren: Deutschland wäre nicht in der Lage, aus eigener Kraft seine Schulden zu tilgen. Allerdings befindet sich das Land damit in guter Gesellschaft: Um soziale Probleme auf die lange Bank schieben zu können, verzichtet kaum noch ein Staat auf eine kontinuierlich wachsende Verschuldung.
Doch diese Politik hat Konsequenzen.
Vor eben jenen Konsequenzen steigender Zinsen und immer engerer fiskalischer Spielräume warnte zum wiederholten Mal die Wirtschaftsweise Veronika Grimm, diesmal im phoenix-Tagesgespräch.
- Was folgte, war starker Tobak – sonst eher selten im öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Nach Grimm werde Deutschland bereits 2030 in einer Situation sein, in der allein Zinslasten und Verteidigungsausgaben, sowie Sozialausgaben und Renten die gesamten Einnahmen des Bundes aufbrauchen würden (1).
- Der Wohlfahrtsstaat, der das wohl einzigartige Experiment einer Auslandsrekrutierung von Armutszuwanderung schultern muss, verschlingt ein Drittel des gesamten Bruttoinlandsprodukts – Raum für Infrastrukturinvestitionen bleibt da kaum.
Die Wachstumskräfte ersticken regelrecht, was dazu führt, dass das Potenzialwachstum nach Grimms Angaben auf mickrige 0,4 Prozent zusammengeschrumpft ist.
- Zugleich kritisierte sie die jüngsten Entscheidungen der Bundesregierung, die eigentlich die Sozialsysteme entlasten sollten, letztlich aber der Wirtschaft die Kosten aufbürden und Investitionsanreize dämpfen.
- Wir sehen: Sozialpolitik der Marke Merz-Klingbeil hat eben ihren Preis. Letzten Endes steigen stets die Lohnnebenkosten und Steuern – eine kalkulierbare Konstante der deutschen Politik.
Der Reformbedarf in Deutschland sei hoch, so Grimm.
- Die Mittel im Haushalt reichten nicht mehr aus, weshalb der Staat offensichtlich dazu übergegangen sei, dem Reformdruck durch immer höhere Verschuldung aus dem Weg zu gehen.
- Präziser kann man den Umweg durch die Geldbörsen der Bürger nicht beschreiben, den die Bundesregierung gewählt hat, um sich ihrer politischen Verantwortung zu entziehen.
- Der Staat kippt zunehmend in eine Staatswirtschaft, die immer mehr Ressourcen bindet. Eine Entwicklung, die Unsummen verschlingt und langfristig zur Überschuldung führt.
Grimm wies bereits in einer Sendung bei Markus Lanz im Februar auf die drohenden Schuldenprobleme hin.
- Doch niemand reagiert mehr auf die Kassandra-Rufe, da in politischen und medialen Kreisen weiterhin die naive und historisch vielfach widerlegte Vorstellung vorherrscht, der Staat sei ein ebenso guter Investor und Unternehmer wie die Privatwirtschaft.
- Der Staat, das sei noch einmal gesagt, ist der verschwenderischste Konsument – ein Prasser mit fremder Münze, der nicht davor zurückschreckt, selbst einen Wohlfahrtsstaat auf Kredit zu finanzieren: zum Stimmenkauf der politischen Parteien, die gerade an der Macht sind / unseren Demokraten - versammelt diesseits der Brandmauer und Anhänger der der milliardenverschlingenden Klimareligion.
Unbegrenzter Staatskredit kultiviert politischen Infantilismus.
Das Prinzip „Alles geht“ durchdringt politische Entscheidungsprozesse auf allen Ebenen. Parteien werden zu Katalysatoren einer politischen Kultur der Verantwortungslosigkeit.
- Es ist schwer, aus der subventionierten oder alimentierten Berliner Blase heraus nachzuvollziehen, dass politische Entscheidungen jenseits ökonomischer Erwägungen und fiskalischer Seriosität Konsequenzen haben. Die Zeche zahlen andere. Man selbst ist stets fein raus.
Seit Jahren wird in der politischen Debatte zwischen guten und schlechten Schulden unterschieden. Gute Schulden, so lautet die Legende, finanzieren Investitionen, schaffen Wachstum und erhöhen langfristig die Leistungsfähigkeit des Landes.
- Selten so gelacht: Bis auf den heutigen Tag konnte niemand überzeugend nachweisen, dass irgendeine staatliche Aktivität einer privatwirtschaftlichen Lösung überlegen sei.
- Zu den schlechten Schulden – und darauf verweist Grimm indirekt in ihren Aussagen – zählen demnach alle anderen Ausgaben: von der sozialen Hängematte, dem süßen Gift des Wohlfahrtsstaates, bis hin zur überversorgten und hochsubventionierten grünen Trauerökonomie, die sich zunehmend zu einem Fass ohne Boden und zu einer Belastung für die deutsche Energieversorgung entwickelt hat.
Wir stehen damit vor einem Phänomen, das der Ökonom Roland Baader immer wieder beschrieben hat:
- Staatsschulden sind letztlich nichts anderes als eine Vorwegnahme zukünftiger Belastungen. Was heute politisch verteilt wird, muss morgen von anderen erwirtschaftet und finanziert werden.
- Aus diesem Grunde liegt Grimm in ihrer Beobachtung richtig. Steigen die Schulden weiter an, wird der fiskalische Spielraum immer enger. Das Modell, Politik auf Kosten künftiger Generationen zu betreiben, wird irgendwann an seine Grenzen stoßen.
Schade nur, dass Grimm ihre mediale Präsenz nicht konsequenter dazu nutzt, die Bürger über die Ursachen und Folgen dieser Politik aufzuklären. Steigende und dauerhaft wachsende Staatsverschuldung erhöht den Inflationsdruck.
- Höhere Abgaben sind zwangsläufig, während satte Apparatschiks bis zuletzt gut vom Schweiß und den Tränen der Mittelschicht leben, die wie eine Zitrone ausgequetscht wird, bis aus ihr letztlich nichts mehr herauszuholen ist.
- Dann folgen in der Regel Schuldenkrisen und Währungsreformen, wie sie zuletzt beispielsweise Argentinien erlebte.
- Die Deutschen werden dann vor der Wahl stehen: ein Weiter so auf Klingbeil-Niveau oder die Hinwendung zu einer bürgerlich-marktwirtschaftlichen Gesellschaft, die auf den Prinzipien individueller Souveränität und Eigenverantwortung beruht.
Grimm gehört zu den wenigen öffentlichen Stimmen der ökonomischen Zunft, die die Krise wenigstens benennen. Noch fehlt der Mut zur ehrlichen Ursachenanalyse – und damit auch der Mut zur Therapie. Aber auch dieser Zeitpunkt wird kommen.
(1) Grafische Auswertung 2030 - Alle 7 Haushaltspositionen nach Größe (Mrd €) und prozentualem Anteil
Finanzplan 2030 Mrd € - der Haushaltspositionen 01 bis 32
Die mit Abstand größten Ausgaben sind Verteidigung (12,5-fach höher wie Gesundheit) und Bundesschuld mit 42,5%. Das sind die Schwerpunkte, Sozialausgaben und Renten sind in der Grafik nicht wiedergegeben
Finanzplan 2030 Mrd € - der 7 Haushaltsposionen 01 bis 32 in Prozenten